Aktien - Auf einen Blick

Indizes Deutschland

DAX Realtime-Kurs für Kunden12.039,68 +1,14%
DAXind Realtime-Kurs12.013,8078 +0,67%
MDAX Realtime-Kurs für Kunden23.433,67 +1,13%
TecDAX Realtime-Kurs für Kunden1.980,10 +1,36%
SDAX Realtime-Kurs für Kunden10.010,33 +1,01%

Indizes International

Dow 20.656,58 -0,02%
Nasdaq 5.817,693 -0,07%
Nikkei 19.165,30 +0,42%
EuroStoxx 50 3.452,18 +0,92%

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Meistgehandelt

Name Perf. 1 Jahr Volumen
DEUTSCHE BANK AG +8,76% 265,97 Mio.
ALLIANZ SE +17,73% 253,33 Mio.
DAIMLER AG +4,90% 235,58 Mio.
SIEMENS AG +34,28% 211,75 Mio.
SAP SE +27,29% 165,65 Mio.
BAYER AG +2,64% 162,47 Mio.
BASF SE +33,13% 156,77 Mio.
Name Perf. 1 Jahr Volumen
DIALOG SEMICON.. +45,32% 13,62 Mio.
QIAGEN NV +31,43% 8,36 Mio.
STEINHOFF INTE.. -15,89% 7,59 Mio.
GRAND CITY PRO.. -15,56% 5,54 Mio.
RTL GROUP S.A. -2,59% 4,86 Mio.
ING GROEP N.V. +26,61% 4,76 Mio.
AIRBUS GROUP SE +13,51% 4,51 Mio.

Top-/Flop-Aktien

Top Aktuell Diff.%
DEUTSCHE LUFTH.. 15,095 +3,53%
RWE AG 14,915 +2,83%
DEUTSCHE BOERS.. 81,54 +2,58%
Flop Aktuell Diff.%
VOLKSWAGEN AG VZ 136,25 -0,07%
HENKEL AG & CO 119,35 +0,04%
INFINEON TECHN.. 17,105 +0,06%
Top Aktuell Diff.%
INDUSTRIA DE D.. 32,505 +2,18%
VINCI SA 73,73 +2,13%
BAYER AG 106,95 +1,81%
Flop Aktuell Diff.%
IBERDROLA S.A... 6,50 -0,20%
ORANGE S.A. AC.. 14,80 -0,17%
VOLKSWAGEN AG VZ 136,25 -0,07%
Top Aktuell Diff.%
NIKE INC. 55,37 +2,69%
DU PONT NEMOUR.. 80,56 +1,74%
HOME DEPOT INC 147,99 +0,43%
Flop Aktuell Diff.%
UNITEDHEALTH G.. 165,29 -1,04%
TRAVELERS COMP.. 121,29 -0,61%
WAL-MART STORE.. 69,86 -0,56%

Bevorstehende Termine

Fr, 24.03.17
Japan: Geschäftsklimaindex ...
Spanien: Industrieprodukti ...
Kanada: Verbraucherpreisin ...
Italien: Außenhandel ohne ...
USA: Langlebige Wirtschaft ...
Fr, 24.03.17
SALZGITTER AG: Bilanzpress ...
3U HOLDING AG: Vorläufiger ...
HAPAG-LLOYD AG: Veröffentl ...
EPIGENOMICS AG: Veröffentl ...
ADLER REAL ESTATE AG: Verö ...

Aktien: Langfristig die höchsten Renditechancen

comdirect Aktien


Auf mittlere und lange Sicht haben sich Aktien als Anlageklasse mit hohen Renditeaussichten bewährt. Kurzfristig allerdings können Anleger mit Aktien auch ins Minus rutschen.


Mit dem Wort Aktie verbinden viele deutsche Anleger vor allem das Wort Risiko. Wenn man auf die starken kurzfristigen Schwankungen an der Börse in Frankfurt und auch an den internationalen Börsen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten abzielt, ist das nachvollziehbar. Allerdings stehen den Risiken die langfristig überdurchschnittlich großen Chancen der Geldanlage in Aktien gegenüber. Denn gerade über längere Zeiträume haben Unternehmensbeteiligungen wie Aktien höhere Renditen erwirtschaftet als Anleihen und andere Rentenpapiere. Zwar schrieben Anleger in den 35 Jahren von 1980 bis 2015 mit deutschen Aktien in einigen Jahren durchaus rote Zahlen. Im Durchschnitt aber erzielten sie mit DAX-Aktien laut Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts in diesem Zeitraum eine durchschnittliche Rendite von 9,8 % pro Jahr.

Was ist eine Aktie?

In Deutschland gibt es rund 1.000 börsennotierte Aktiengesellschaften (AG). Im Vergleich zur Gesamtzahl der deutschen Unternehmen ist die Zahl der börsennotierten AG verschwindend gering. Aber: Fast alle großen Unternehmen sind Aktiengesellschaften. Ihre geschäftliche Entwicklung, ihr Erfolg oder Misserfolg im Inland und im Ausland beeinflusst in besonderem Maße die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Und im Gegensatz zu anderen Unternehmensformen wie der GmbH kann jeder bei einer Aktiengesellschaft schon mit dem Erwerb einer einzigen Aktie Teilhaber werden. Der Aktionär ist am Grundkapital der Aktiengesellschaft beteiligt; ein möglicher Verlust ist auf den Kaufpreis seiner Aktien beschränkt – anders als bei einer Personengesellschaft, bei der der Eigentümer mit seinem gesamten persönlichen Vermögen haftet.

Welche Rechte haben Aktionäre?

Aktionäre haben als Mitinhaber des Unternehmens Mitbestimmungsrechte, die sie auf der jährlichen Hauptversammlung (HV) des Unternehmens wahrnehmen können. Die HV ist das wichtigste Organ einer Aktiengesellschaft, sie findet meist im Frühjahr statt (siehe auch HV-Kalender und wichtige Termine auf www.comdirect.de). Alle Aktionäre sind zur HV eingeladen. Vorstand und Aufsichtsrat erläutern den Geschäftsverlauf des vorangegangenen Geschäftsjahres und berichten über ihre Planungen und Prognosen für die nähere Zukunft. Außerdem schlagen sie die Höhe der jeweiligen Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr vor, die an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll. Die Aktionäre können sich zur Unternehmenspolitik äußern, Fragen stellen und über die Entlastung des Vorstandes sowie den Dividendenvorschlag abstimmen.

Was sind Stammaktien und Vorzugsaktien?

Es gibt verschieden Aktiengattungen. Der vorherrschende Aktientyp ist die Stammaktie. Sie gewährt alle Aktionärsrechte, vor allem das Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Stammaktien, auch „Stämme“ genannt, gelten als internationaler Standard. Bei sogenannten Vorzugsaktien haben die Inhaber Vorrechte gegenüber den Stammaktionären. Meist geht es dabei um die Dividende. Vorzugsaktionäre erhalten in der Regel eine höhere Dividende als Stammaktionäre und bekommen ihre Ausschüttung zuweilen auch dann, wenn Stammaktionäre in einer Unternehmenskrise verzichten müssen. Dieser Vorteil hat aber einen hohen Preis: Vorzugsaktien verbriefen kein Stimmrecht, damit verzichten die Aktionäre auf ein Mitspracherecht gegenüber der Unternehmensführung. Neben Familienunternehmen geben auch zahlreiche Großunternehmen im DAX neben ihren Stammaktien zusätzlich Vorzugsaktien aus. Institutionelle und internationale Anleger bevorzugen die Stammaktien.

Wodurch unterscheiden sich Inhaberaktien und Namensaktien?

Früher waren fast alle deutschen Aktien sogenannte Inhaberaktien. Wer das Papier besaß, hatte alle damit verbundenen Rechte. Inhaberaktien sind anonym; das Unternehmen weiß nicht, welche Aktionäre welche Anteile halten. In den USA und an vielen anderen Börsen auf der Welt sind meist Namensaktien anzutreffen. Hier werden die Namen und wichtigsten Daten der Besitzer in einem elektronischen Aktienregister gesammelt. Das Unternehmen kann Aktionäre gezielt informieren. Vor allem kennt das Unternehmen stets die aktuelle Aktionärsstruktur. So kann es sich besser gegen Übernahmen schützen.

Wie entstehen Aktienkurse?

Die Börse wird oft auch als Aktienmarkt bezeichnet. Nicht ohne Grund: Denn wie auf anderen Märkten bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Im Gegensatz zu Wochenmärkten gibt es bei der Ware an der Börse einige deutliche Unterschiede: Jedes Produkt ist standardisiert. Zwei Aktien eines Unternehmens sind identisch. Zum Zweiten ändern sich die Preise in Sekundenschnelle. Früher wurden die Aktienkurse an der Präsenzbörse festgestellt. Dort kauften und verkauften Händler von Banken untereinander Aktien. Kursmakler stellten den sogenannten Kassakurs fest, bei dem die meisten Aufträge bedient werden konnten. Inzwischen werden Aktien vorrangig im Exchange Trading System (XETRA) gehandelt. XETRA ist ein elektronisches Handelssystem der Börse Frankfurt. Am System der Kursfeststellung ändert sich dabei wenig. Allerdings sind Computer schneller als Makler an der Präsenzbörse. Zum Börsenstart errechnet XETRA mit den vorliegenden Kundenaufträgen innerhalb kürzester Zeit für fast alle Aktien einen Eröffnungskurs. Im Laufe des Tages werden die Aktienkurse in Realtime aktualisiert. Um 17.30 Uhr endet der XETRA-Handel mit einer Schlussauktion.

Wie verdient man Geld mit Aktien?

Mit Aktien können Anleger auf zwei Arten verdienen: Zum einen schütten Unternehmen eine Dividende aus. Die Dividende ist ein Teil des Gewinnes, den sie in einem Unternehmensjahr erwirtschaftet haben. Die Höhe der Dividende wird einmal im Jahr auf der Hauptversammlung auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Zum anderen können Anleger durch Kursgewinne der Aktie vom langfristigen Anstieg des Unternehmenswertes profitieren. Hier sind jedoch auch Verluste möglich.

Warum liefern Dividenden regelmäßige Einnahmen?

Die Dividende ist die Ausschüttung eines Teils des Gewinnes, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr erzielt. In guten Geschäftsjahren steigt die Dividende tendenziell, in schlechteren kann sie sinken oder auch ganz ausfallen. Die Hauptversammlung beschließt auf Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates die Höhe der Dividende. Um Dividenden verschiedener Unternehmen miteinander vergleichen zu können, wird die Dividendenrendite berechnet. Die Angabe der Dividendenrendite erfolgt in Prozent. Die Formel dafür lautet: Höhe der Dividende geteilt durch den aktuellen Aktienkurs mal 100. Die durchschnittliche Dividendenrendite von etablierten Aktien liegt je nach Region und Branche meist zwischen 2 % und 4 %. Das ist zwar nicht spektakulär – aufgrund der Regelmäßigkeit machen Dividenden über lange Zeiträume aber zwischen einem Drittel und der Hälfte der Gesamtrendite der Aktienanlage aus.

Kursgewinne

Kursgewinne bilden die zweite Renditequelle für Aktionäre. Der Aktienkurs entsteht durch Angebot und Nachfrage. Aktien sind im Prinzip eine Ware. Wenn die Aktien stark gefragt sind, steigen sie im Kurs. Gibt es nur wenig Nachfrage, sinken die Aktienpreise. Der aktuelle Aktienkurs spiegelt den Preis des letzten Geschäftes zwischen zwei Parteien wider. Für den Kurs einer Aktie ist also entscheidend, wie stark sie nachgefragt ist. Wenn Anleger und Aktionäre bei einem Unternehmen steigende Gewinne erwarten, legen oft auch die Aktienkurse zu. Aktuelle Aktienkurse finden Anleger ständig online im Informer von comdirect. Einen Überblick über die Gewinner und Verlierer des Börsentages bieten die Top-/Flop-Listen. Sie zeigen für verschiedene Indizes wie z. B. den DAX, den Euro STOXX oder den Dow Jones die Top-Aktien, die im Vergleich zum Vortag die stärksten Zuwächse verzeichnet haben. Sie listen aber auch die Flop-Aktien mit den höchsten Verlusten im Tageszeitraum auf.


compass online: Wer
kennt sich aus mit Aktien?

Auch wenn es an der Börse häufig um Stimmung oder Psychologie geht – grundlegende Kenntnisse sollten Anleger schon mitbringen. Testen Sie Ihr Aktienwissen!

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Wie wähle ich Aktien aus?

Eine umfangreiche Aktienanalyse ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Anlagestrategie. Sie umfasst eine systematische Untersuchung und Bewertung der Politik und Konjunktur, von Aktienmärkten generell, Branchen und Einzelwerten. Die Aufgaben der Aktienanalyse sind Information und Prognose. Dafür vertrauen Experten auf verschiedene Verfahren der Aktienanalyse – die wichtigsten sind neben der politischen Analyse die volkswirtschaftliche Analyse, die fundamentale Analyse und die technische Analyse.

Was sagen volkswirtschaftliche Daten und Indikatoren aus?

Die volkswirtschaftliche Analyse dient als Grundlage für die prinzipielle Asset Allocation – die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen. Wichtige Kennzahlen sind das Wirtschaftswachstum insgesamt und das Gewinnwachstum der Unternehmen. Die Höhe und Entwicklung des Zinssatzes sowie die Notenbankpolitik spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Steigende Leitzinsen bzw. Marktzinsen und wenig Liquidität sprechen dabei eher für schwächere Kursentwicklungen, niedrige Zinssätze und hohe Liquidität wie im weltwirtschaftlichen Umfeld der vergangenen Jahre lassen die Kurse tendenziell steigen. Zunehmend schauen Analysten auch auf Konjunkturindikatoren und Stimmungsumfragen. Zu den bekanntesten gehören der ISM-Index und andere Einkaufsmanagerindizes, in Deutschland der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Institutes. Die Psychologie der Märkte wird durch Sentiment-Indizes und Umfragen unter Fondsmanagern erfasst.

Wozu dient die fundamentale Analyse?

Bei der Fundamentalanalyse einzelner Werte und Branchen verschafft sich der potenzielle Anleger Informationen über Kurs, Marktbreite, Gewinne und analysiert Indikatoren und Kennzahlen. Ein Vergleich mit den historischen Kennzahlen und auch mit den Kennzahlen anderer Vertreter der Branche gibt Aufschluss, ob der aktuelle Kurs der Aktie angemessen ist oder noch Spielraum nach oben bietet. Zu den wichtigsten Kennzahlen für fundamental orientierte Analysten gehören:

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist die bekannteste Kennzahl. Sie wird errechnet, indem der Kurs einer Aktie durch den Unternehmensgewinn je Aktie geteilt wird. Bei einem Aktienkurs von 60 Euro und einem Gewinn je Aktie von 8 Euro liegt das KGV bei 7,5. Kurs-Gewinn-Verhältnisse von unter zehn gelten als günstig. Aber sie sind mitunter auch mit Vorsicht zu betrachten, denn diese Kennzahl wird aufgrund der erwarteten Gewinne geschätzt. Das KGV lebt deshalb auch stark von Vergleichen. So wird das aktuelle KGV einer Aktie regelmäßig mit ihren historischen KGV-Werten verglichen. Starke Abweichungen können durch gestiegene Gewinnaussichten oder starke Gewinneinbrüche begründet sein – oder aber auf einer Unterbewertung oder Überbewertung der Aktie beruhen. Wichtige Hinweise auf die Attraktivität einer Aktie liefert auch der Vergleich innerhalb einer Branche. Bei zwei ähnlich starken Unternehmen ziehen Value-Investoren meist das Unternehmen mit dem geringeren KGV vor.

  • Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Auf das KGV schaut nahezu jeder Anleger: Value-Investoren ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) ebenso wichtig. Diese Kennzahl vergleicht den aktuellen Aktienkurs mit dem Buchwert je Aktie, der in der Unternehmensbilanz ausgewiesen wird. Den Buchwert würde das Unternehmen erzielen, wenn es aufgelöst und sämtliche Vermögenswerte zu Marktpreisen verkaufen würde. Abgezogen werden davon die Firmenschulden. Je höher der KBV-Wert, desto teurer ist ein Unternehmen. Ein KBV unter eins dagegen ist für Value-Investoren ein starker Kaufanreiz. Der Grund: Das Unternehmen ist dann an der Börse weniger wert als die Summe seiner Einzelteile. Ein niedriges KBV dagegen reicht allein nicht für eine Kaufempfehlung, denn es kann unterschiedliche Ursachen haben. Mal haben sich die Renditeperspektiven verschlechtert, mal ist ein Unternehmen unterbewertet, weil es von den Anlegern noch nicht entdeckt wurde.

  • Konstante Dividendenrendite

Der Blick auf die aktuelle Dividendenhöhe und Dividendenrendite ist ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Auswahl von Aktien. Allerdings sind sehr hohe Dividendenrenditen über 5 % oder 6 % eher verdächtig. Sie beruhen oft darauf, dass der Aktienkurs stark gesunken ist. Investoren achten daher vor allem auf stabile Geschäftsmodelle und hohe Gewinn- und Dividendenkonstanz. Die Dividende sollte möglichst ansteigen und vor allem niemals ausfallen. Zudem lohnt sich der Blick auf die Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote zeigt an, wie viel Prozent des Unternehmensgewinnes als Dividende an die Aktionäre weitergereicht werden. Mehr als 50 % gelten als zu viel, weil dann dem Unternehmen nur wenig Spielraum für Investitionen bleibt. Die Unternehmen sollten auch in konjunkturellen Abschwüngen gute Gewinnmargen erzielen. Deshalb sind für Anleger Marktführerschaft und Preissetzungsmacht wichtige Kriterien. Langfristig erfolgreiche Dividendenaktien haben meist auch in Börsenkrisen stabilere Kursverläufe als Durchschnittsaktien.

Welche Erkenntnisse liefert die technische Analyse?

Die Fundamentalanalyse beurteilt die längerfristigen Aussichten einer Aktie. Sie kann aber nicht den optimalen Kauf- und Verkaufszeitpunkt angeben; Börsenprofis und kurzfristig orientierte Privatanleger nutzen deshalb für ihr Timing oft die technische Analyse. Sie übersetzt die Kurse von Aktien oder Indizes in Diagramme und Statistiken. Daraus leitet sie die voraussichtliche kurz- und mittelfristige Kursentwicklung ab. Sie nutzt dabei drei Annahmen:

  • In den Kursen sind alle Informationen enthalten. Der Chart spricht deshalb für sich. Andere Einflussfaktoren müssen nicht berücksichtigt werden.
  • Kurse entwickeln sich in Trends. Die Trends verlaufen nicht gleichmäßig, sondern zyklisch.
  • Kurse haben ein Gedächtnis. Historische Trends wiederholen sich. So lassen sich Reaktionen von Marktteilnehmern prognostizieren.

Das wichtigste Werkzeug des technischen Analysten sind Charts mit dem historischen Kursverlauf. Ein Aufwärtstrend ist durch die Abfolge steigender Hochs und steigender Tiefs, ein Abwärtstrend durch die Abfolge sinkender Hochs und Tiefs charakterisiert. Aus den Trendlinien leiten sich Unterstützungen und Widerstände ab. Ein Widerstand markiert die Hochpunkte des Trends, eine Unterstützung ergibt sich aus den Tiefpunkten. An den Trendober- und Trenduntergrenzen können aktive Anleger kurzfristig verdienen. An Unterstützungen platzierte limitierte Kaufaufträge sind vielversprechend, wenn die Unterstützung hält. Wird die Unterstützung dagegen durchbrochen, könnte der Kurs bis zur nächsten Unterstützung fallen. Auch Widerstände liefern Signale. Wenn der Kurs mehrfach an einem Widerstand wie dem Allzeithoch scheitert, könnte es an der Zeit sein, Gewinne mitzunehmen.

Wie gebe ich am besten eine Aktienorder auf?

Für Aktienkäufe oder Verkäufe müssen Anleger ihrer Bank einen Auftrag erteilen. Er enthält u. a. den Namen der Aktie, die Stückzahl und Wertpapierkennnummer und den gewünschten Börsenplatz (z. B. Frankfurt oder meist XETRA). Bei comdirect können Anleger auch im LiveTrading handeln. Eine wichtige Rolle spielt die Limitierung. Durch die Einrichtung von Limits können Anleger auf die Beobachtung der Kursentwicklung und ein manuelles Eingreifen verzichten. Dabei legen Anleger Kursgrenzen fest, zu denen ihre Papiere gekauft oder verkauft werden. Das heißt: Nur wenn das gewünschte Papier den gesetzten Kurs erreicht, wird die Order ausgeführt. Im Gegensatz zu einem unlimitierten Auftrag („bestens“ oder „billigst“) führen limitierte Aufträge zwar nicht immer sofort zum Ziel. Dafür werden aber Überraschungen vermieden. comdirect bietet eine Vielzahl von Orderfunktionen zur Limitierung – neben normalen Stop-Loss-Limits kann per Trailing Stop Loss der Stop Loss automatisch an Kursbewegungen angepasst werden, oder mit One Cancels Other können zwei Orders gleichzeitig aufgeben werden. Bei comdirect ist die Online-Einrichtung von limitierenden Orderfunktionen grundsätzlich kostenlos möglich.

Wie wichtig sind aktuelle Informationen?

Wer in Aktien investiert, online Aktien handelt oder gar als Day-Trader aktiv ist, benötigt stetige Information. Im comdirect Informer bietet der Bereich Aktien sekündlich aktualisierte Informationen zum Börsengeschehen. Anleger können sich über die Entwicklung der deutschen Indizes wie DAX, MDAX, TecDAX, SDAX und vieler anderer Segmente informieren. Breit abgedeckt werden die „Indizes International“, u.a. mit Dow Jones, Nikkei und Euros STOXX. Der Chartvergleich und die Listen mit Top-/Flop-Aktien bieten interessante Einblicke in die unterschiedliche Entwicklung einzelner Aktien. Bevorstehende Termine, aktuelle Aktionen bei comdirect und Analystenmeinungen schließlich unterstützen Aktionäre und Investoren beim tagesaktuellen Handeln.

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