Aktien - Auf einen Blick

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Meistgehandelt

Name Perf. 1 Jahr Volumen
BAYER AG -21,57 % 391,94 Mio.
BASF SE -1,68 % 183,89 Mio.
SIEMENS AG -0,40 % 176,53 Mio.
DAIMLER AG -8,32 % 163,74 Mio.
VOLKSWAGEN AG VZ +8,59 % 160,95 Mio.
BAYERISCHE MOTOREN WERK.. +5,01 % 154,79 Mio.
WIRECARD AG +167,89 % 150,31 Mio.
Name Perf. 1 Jahr Volumen
QIAGEN NV +23,88 % 13,92 Mio.
AMAZON COM INC +100,56 % 12,27 Mio.
APPLE INC +40,18 % 11,14 Mio.
DIALOG SEMICONDUCTOR PLC -51,45 % 9,25 Mio.
AROUNDTOWN SA +32,72 % 9,03 Mio.
BYD CORP LTD. -1,75 % 7,85 Mio.
CORESTATE CAPITAL HOLDI.. -24,24 % 7,73 Mio.

Top-/Flop-Aktien

Top Aktuell Diff.%
COMMERZBANK AG 8,322 +2,46 %
BAYER AG 82,12 +1,66 %
DEUTSCHE BANK AG 9,919 +1,56 %
Flop Aktuell Diff.%
LINDE AG Z.UMTAUSCH EIN.. 193,05 -0,64 %
E.ON SE 9,482 -0,50 %
VONOVIA SE 42,98 -0,32 %
Top Aktuell Diff.%
INTESA SANPAOLO S.P.A. .. 2,2425 +3,39 %
COMPAGNIE DE SAINT-GOBA.. 36,375 +2,25 %
ING GROEP N.V. 11,908 +2,02 %
Flop Aktuell Diff.%
UNIBAIL-RODAMCO-WESTFIE.. 185,45 -0,62 %
E.ON SE 9,482 -0,50 %
UNILEVER N.V. 49,67 -0,49 %
Top Aktuell Diff.%
INTEL CORPORATION 47,62 +2,41 %
GOLDMAN SACHS GROUP INC 238,65 +1,22 %
HOME DEPOT INC 200,23 +1,16 %
Flop Aktuell Diff.%
MERCK & CO INC 69,17 -1,43 %
JOHNSON & JOHNSON 135,35 -1,12 %
COCA-COLA CO 46,22 -1,09 %

Bevorstehende Termine

Di, 21.08.18
Niederlande: Verbrauchervertrauen August 2018 (bestätigt)
Mi, 22.08.18
Kanada: Einzelhandelsumsätze Juni 2018 (bestätigt)
USA: Verkäufe bestehender Häuser Juli 2018 (bestätigt)
Do, 23.08.18
Japan: Geschäftsklimaindex Juni 2018 (bestätigt)
Frankreich: Verkäufe neuer Häuser 2. Quartal 2018 (bestä ...
Di, 21.08.18
MEVIS MEDICAL SOLUTIONS AG: Bericht zum 3. Quartal (best ...
SFC ENERGY AG: Veröffentlichung des Halbjahresberichtes ...
PARAGON AG: Veröffentlichung des Halbjahresberichtes (be ...
VOLTABOX AG: Veröffentlichung des Halbjahresberichtes (b ...

Aktien: Langfristig die höchsten Renditechancen

Aktien bei comdirect
im Überblick

Auf mitt­le­re und lan­ge Sicht ha­ben sich Ak­ti­en als An­la­ge­klas­se mit ho­hen Ren­di­teaus­sich­ten be­währt. Kurz­fris­tig al­ler­dings kön­nen An­le­ger mit Ak­ti­en auch ins Mi­nus rut­schen.

Mit dem Wort Ak­tie ver­bin­den vie­le deut­sche An­le­ger vor al­lem das Wort Ri­si­ko. Wenn man auf die star­ken kurz­fris­ti­gen Schwan­kun­gen an der Bör­se in Frank­furt und auch an den in­ter­na­tio­na­len Bör­sen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren und Jahr­zehn­ten ab­zielt, ist das nach­voll­zieh­bar. Al­ler­dings ste­hen den Ri­si­ken die lang­fris­tig über­durch­schnitt­lich gro­ßen Chan­cen der Geld­an­la­ge in Ak­ti­en ge­gen­über. Denn ge­ra­de über län­ge­re Zeit­räu­me ha­ben Un­ter­neh­mens­be­tei­li­gun­gen wie Ak­ti­en hö­he­re Ren­di­ten er­wirt­schaf­tet als An­lei­hen und an­de­re Ren­ten­pa­pie­re. Zwar schrie­ben An­le­ger in den 35 Jah­ren von 1980 bis 2015 mit deut­schen Ak­ti­en in ei­ni­gen Jah­ren durch­aus ro­te Zah­len. Im Durch­schnitt aber er­ziel­ten sie mit DAX-Ak­ti­en laut Ren­di­te­drei­eck des Deut­schen Ak­ti­en­in­sti­tuts in die­sem Zeit­raum ei­ne durch­schnitt­li­che Ren­di­te von 9,8 % pro Jahr.

Was ist eine Aktie?

In Deutsch­land gibt es rund 1.000 bör­sen­no­tier­te Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten (AG). Im Ver­gleich zur Ge­samt­zahl der deut­schen Un­ter­neh­men ist die Zahl der bör­sen­no­tier­ten AG ver­schwin­dend ge­ring. Aber: Fast al­le gro­ßen Un­ter­neh­men sind Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten. Ih­re ge­schäft­li­che Ent­wick­lung, ihr Er­folg oder Mis­ser­folg im In­land und im Aus­land be­ein­flusst in be­son­de­rem Ma­ße die Ent­wick­lung der deut­schen Wirt­schaft. Und im Ge­gen­satz zu an­de­ren Un­ter­neh­mens­for­men wie der GmbH kann je­der bei ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft schon mit dem Er­werb ei­ner ein­zi­gen Ak­tie Teil­ha­ber wer­den. Der Ak­tio­när ist am Grund­ka­pi­tal der Ak­ti­en­ge­sell­schaft be­tei­ligt; ein mög­li­cher Ver­lust ist auf den Kauf­preis sei­ner Ak­ti­en be­schränkt – an­ders als bei ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft, bei der der Ei­gen­tü­mer mit sei­nem ge­sam­ten per­sön­li­chen Ver­mö­gen haf­tet.

Aktionäre haben als Mitinhaber des Unternehmens Mitbestimmungsrechte, die sie auf der jährlichen Hauptversammlung (HV) des Unternehmens wahrnehmen können. Die HV ist das wichtigste Organ einer Aktiengesellschaft, sie findet meist im Frühjahr statt (siehe auch HV-Kalender und wichtige Termine auf www.comdirect.de). Alle Aktionäre sind zur HV eingeladen. Vorstand und Aufsichtsrat erläutern den Geschäftsverlauf des vorangegangenen Geschäftsjahres und berichten über ihre Planungen und Prognosen für die nähere Zukunft. Außerdem schlagen sie die Höhe der jeweiligen Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr vor, die an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll. Die Aktionäre können sich zur Unternehmenspolitik äußern, Fragen stellen und über die Entlastung des Vorstandes sowie den Dividendenvorschlag abstimmen.

Was sind Stammaktien und Vorzugsaktien?

Es gibt ver­schie­dene Ak­ti­en­gat­tun­gen. Der vor­herr­schen­de Ak­ti­en­typ ist die Stamm­ak­tie. Sie ge­währt al­le Ak­tio­närs­rech­te, vor al­lem das Stimm­recht auf der Haupt­ver­samm­lung. Stamm­ak­ti­en, auch „Stäm­me“ ge­nannt, gel­ten als in­ter­na­tio­na­ler Stan­dard. Bei so­ge­nann­ten Vor­zugs­ak­ti­en ha­ben die In­ha­ber Vor­rech­te ge­gen­über den Stamm­ak­tio­nä­ren. Meist geht es da­bei um die Di­vi­den­de. Vor­zugs­ak­tio­nä­re er­hal­ten in der Re­gel ei­ne hö­he­re Di­vi­den­de als Stamm­ak­tio­nä­re und be­kom­men ih­re Aus­schüt­tung zu­wei­len auch dann, wenn Stamm­ak­tio­nä­re in ei­ner Un­ter­neh­mens­kri­se ver­zich­ten müs­sen. Die­ser Vor­teil hat aber ei­nen ho­hen Preis: Vor­zugs­ak­ti­en ver­brie­fen kein Stimm­recht, da­mit ver­zich­ten die Ak­tio­nä­re auf ein Mit­spra­cherecht ge­gen­über der Un­ter­neh­mens­füh­rung. Ne­ben Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men ge­ben auch zahl­rei­che Groß­un­ter­neh­men im DAX ne­ben ih­ren Stamm­ak­ti­en zu­sätz­lich Vor­zugs­ak­ti­en aus. In­sti­tu­tio­nel­le und in­ter­na­tio­na­le An­le­ger be­vor­zu­gen die Stamm­ak­ti­en.

Früher waren fast alle deutschen Aktien sogenannte Inhaberaktien. Wer das Papier besaß, hatte alle damit verbundenen Rechte. Inhaberaktien sind anonym; das Unternehmen weiß nicht, welche Aktionäre welche Anteile halten. In den USA und an vielen anderen Börsen auf der Welt sind meist Namensaktien anzutreffen. Hier werden die Namen und wichtigsten Daten der Besitzer in einem elektronischen Aktienregister gesammelt. Das Unternehmen kann Aktionäre gezielt informieren. Vor allem kennt das Unternehmen stets die aktuelle Aktionärsstruktur. So kann es sich besser gegen Übernahmen schützen.

Die Börse wird oft auch als Aktienmarkt bezeichnet. Nicht ohne Grund: Denn wie auf anderen Märkten bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Im Gegensatz zu Wochenmärkten gibt es bei der Ware an der Börse einige deutliche Unterschiede: Jedes Produkt ist standardisiert. Zwei Aktien eines Unternehmens sind identisch. Zum Zweiten ändern sich die Preise in Sekundenschnelle. Früher wurden die Aktienkurse an der Präsenzbörse festgestellt. Dort kauften und verkauften Händler von Banken untereinander Aktien. Kursmakler stellten den sogenannten Kassakurs fest, bei dem die meisten Aufträge bedient werden konnten. Inzwischen werden Aktien vorrangig im Exchange Trading System (XETRA) gehandelt. XETRA ist ein elektronisches Handelssystem der Börse Frankfurt. Am System der Kursfeststellung ändert sich dabei wenig. Allerdings sind Computer schneller als Makler an der Präsenzbörse. Zum Börsenstart errechnet XETRA mit den vorliegenden Kundenaufträgen innerhalb kürzester Zeit für fast alle Aktien einen Eröffnungskurs. Im Laufe des Tages werden die Aktienkurse in Realtime aktualisiert. Um 17.30 Uhr endet der XETRA-Handel mit einer Schlussauktion.

Mit Aktien können Anleger auf zwei Arten verdienen: Zum einen schütten Unternehmen eine Dividende aus. Die Dividende ist ein Teil des Gewinnes, den sie in einem Unternehmensjahr erwirtschaftet haben. Die Höhe der Dividende wird einmal im Jahr auf der Hauptversammlung auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Zum anderen können Anleger durch Kursgewinne der Aktie vom langfristigen Anstieg des Unternehmenswertes profitieren. Hier sind jedoch auch Verluste möglich.

Die Dividende ist die Ausschüttung eines Teils des Gewinnes, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr erzielt. In guten Geschäftsjahren steigt die Dividende tendenziell, in schlechteren kann sie sinken oder auch ganz ausfallen. Die Hauptversammlung beschließt auf Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates die Höhe der Dividende. Um Dividenden verschiedener Unternehmen miteinander vergleichen zu können, wird die Dividendenrendite berechnet. Die Angabe der Dividendenrendite erfolgt in Prozent. Die Formel dafür lautet: Höhe der Dividende geteilt durch den aktuellen Aktienkurs mal 100. Die durchschnittliche Dividendenrendite von etablierten Aktien liegt je nach Region und Branche meist zwischen 2 % und 4 %. Das ist zwar nicht spektakulär – aufgrund der Regelmäßigkeit machen Dividenden über lange Zeiträume aber zwischen einem Drittel und der Hälfte der Gesamtrendite der Aktienanlage aus.

Kursgewinne bilden die zweite Renditequelle für Aktionäre. Der Aktienkurs entsteht durch Angebot und Nachfrage. Aktien sind im Prinzip eine Ware. Wenn die Aktien stark gefragt sind, steigen sie im Kurs. Gibt es nur wenig Nachfrage, sinken die Aktienpreise. Der aktuelle Aktienkurs spiegelt den Preis des letzten Geschäftes zwischen zwei Parteien wider. Für den Kurs einer Aktie ist also entscheidend, wie stark sie nachgefragt ist. Wenn Anleger und Aktionäre bei einem Unternehmen steigende Gewinne erwarten, legen oft auch die Aktienkurse zu. Aktuelle Aktienkurse finden Anleger ständig online im Informer von comdirect. Einen Überblick über die Gewinner und Verlierer des Börsentages bieten die Top-/Flop-Listen. Sie zeigen für verschiedene Indizes wie z. B. den DAX, den Euro STOXX oder den Dow Jones die Top-Aktien, die im Vergleich zum Vortag die stärksten Zuwächse verzeichnet haben. Sie listen aber auch die Flop-Aktien mit den höchsten Verlusten im Tageszeitraum auf.

compass online: Wer kennt sich aus mit Aktien?

Auch wenn es an der Börse häufig um Stimmung oder Psychologie geht – grundlegende Kenntnisse sollten Anleger schon mitbringen. Testen Sie Ihr Aktienwissen!

Eine umfangreiche Aktienanalyse ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Anlagestrategie. Sie umfasst eine systematische Untersuchung und Bewertung der Politik und Konjunktur, von Aktienmärkten generell, Branchen und Einzelwerten. Die Aufgaben der Aktienanalyse sind Information und Prognose. Dafür vertrauen Experten auf verschiedene Verfahren der Aktienanalyse – die wichtigsten sind neben der politischen Analyse die volkswirtschaftliche Analyse, die fundamentale Analyse und die technische Analyse.

Die volkswirtschaftliche Analyse dient als Grundlage für die prinzipielle Asset Allocation – die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen. Wichtige Kennzahlen sind das Wirtschaftswachstum insgesamt und das Gewinnwachstum der Unternehmen. Die Höhe und Entwicklung des Zinssatzes sowie die Notenbankpolitik spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Steigende Leitzinsen bzw. Marktzinsen und wenig Liquidität sprechen dabei eher für schwächere Kursentwicklungen, niedrige Zinssätze und hohe Liquidität wie im weltwirtschaftlichen Umfeld der vergangenen Jahre lassen die Kurse tendenziell steigen. Zunehmend schauen Analysten auch auf Konjunkturindikatoren und Stimmungsumfragen. Zu den bekanntesten gehören der ISM-Index und andere Einkaufsmanagerindizes, in Deutschland der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Institutes. Die Psychologie der Märkte wird durch Sentiment-Indizes und Umfragen unter Fondsmanagern erfasst.

Bei der Fundamentalanalyse einzelner Werte und Branchen verschafft sich der potenzielle Anleger Informationen über Kurs, Marktbreite, Gewinne und analysiert Indikatoren und Kennzahlen. Ein Vergleich mit den historischen Kennzahlen und auch mit den Kennzahlen anderer Vertreter der Branche gibt Aufschluss, ob der aktuelle Kurs der Aktie angemessen ist oder noch Spielraum nach oben bietet. Zu den wichtigsten Kennzahlen für fundamental orientierte Analysten gehören:


Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist die bekannteste Kennzahl. Sie wird errechnet, indem der Kurs einer Aktie durch den Unternehmensgewinn je Aktie geteilt wird. Bei einem Aktienkurs von 60 Euro und einem Gewinn je Aktie von 8 Euro liegt das KGV bei 7,5. Kurs-Gewinn-Verhältnisse von unter zehn gelten als günstig. Aber sie sind mitunter auch mit Vorsicht zu betrachten, denn diese Kennzahl wird aufgrund der erwarteten Gewinne geschätzt. Das KGV lebt deshalb auch stark von Vergleichen. So wird das aktuelle KGV einer Aktie regelmäßig mit ihren historischen KGV-Werten verglichen. Starke Abweichungen können durch gestiegene Gewinnaussichten oder starke Gewinneinbrüche begründet sein – oder aber auf einer Unterbewertung oder Überbewertung der Aktie beruhen. Wichtige Hinweise auf die Attraktivität einer Aktie liefert auch der Vergleich innerhalb einer Branche. Bei zwei ähnlich starken Unternehmen ziehen Value-Investoren meist das Unternehmen mit dem geringeren KGV vor.


Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Auf das KGV schaut nahezu jeder Anleger: Value-Investoren ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) ebenso wichtig. Diese Kennzahl vergleicht den aktuellen Aktienkurs mit dem Buchwert je Aktie, der in der Unternehmensbilanz ausgewiesen wird. Den Buchwert würde das Unternehmen erzielen, wenn es aufgelöst und sämtliche Vermögenswerte zu Marktpreisen verkaufen würde. Abgezogen werden davon die Firmenschulden. Je höher der KBV-Wert, desto teurer ist ein Unternehmen. Ein KBV unter eins dagegen ist für Value-Investoren ein starker Kaufanreiz. Der Grund: Das Unternehmen ist dann an der Börse weniger wert als die Summe seiner Einzelteile. Ein niedriges KBV dagegen reicht allein nicht für eine Kaufempfehlung, denn es kann unterschiedliche Ursachen haben. Mal haben sich die Renditeperspektiven verschlechtert, mal ist ein Unternehmen unterbewertet, weil es von den Anlegern noch nicht entdeckt wurde.


Konstante Dividendenrendite

Der Blick auf die aktuelle Dividendenhöhe und Dividendenrendite ist ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Auswahl von Aktien. Allerdings sind sehr hohe Dividendenrenditen über 5 % oder 6 % eher verdächtig. Sie beruhen oft darauf, dass der Aktienkurs stark gesunken ist. Investoren achten daher vor allem auf stabile Geschäftsmodelle und hohe Gewinn- und Dividendenkonstanz. Die Dividende sollte möglichst ansteigen und vor allem niemals ausfallen. Zudem lohnt sich der Blick auf die Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote zeigt an, wie viel Prozent des Unternehmensgewinnes als Dividende an die Aktionäre weitergereicht werden. Mehr als 50 % gelten als zu viel, weil dann dem Unternehmen nur wenig Spielraum für Investitionen bleibt. Die Unternehmen sollten auch in konjunkturellen Abschwüngen gute Gewinnmargen erzielen. Deshalb sind für Anleger Marktführerschaft und Preissetzungsmacht wichtige Kriterien. Langfristig erfolgreiche Dividendenaktien haben meist auch in Börsenkrisen stabilere Kursverläufe als Durchschnittsaktien.

Die Fundamentalanalyse beurteilt die längerfristigen Aussichten einer Aktie. Sie kann aber nicht den optimalen Kauf- und Verkaufszeitpunkt angeben; Börsenprofis und kurzfristig orientierte Privatanleger nutzen deshalb für ihr Timing oft die technische Analyse. Sie übersetzt die Kurse von Aktien oder Indizes in Diagramme und Statistiken. Daraus leitet sie die voraussichtliche kurz- und mittelfristige Kursentwicklung ab. Sie nutzt dabei drei Annahmen:

In den Kursen sind alle Informationen enthalten. Der Chart spricht deshalb für sich. Andere Einflussfaktoren müssen nicht berücksichtigt werden.

Kurse entwickeln sich in Trends. Die Trends verlaufen nicht gleichmäßig, sondern zyklisch.

Kurse haben ein Gedächtnis. Historische Trends wiederholen sich. So lassen sich Reaktionen von Marktteilnehmern prognostizieren.

Das wichtigste Werkzeug des technischen Analysten sind Charts mit dem historischen Kursverlauf. Ein Aufwärtstrend ist durch die Abfolge steigender Hochs und steigender Tiefs, ein Abwärtstrend durch die Abfolge sinkender Hochs und Tiefs charakterisiert. Aus den Trendlinien leiten sich Unterstützungen und Widerstände ab. Ein Widerstand markiert die Hochpunkte des Trends, eine Unterstützung ergibt sich aus den Tiefpunkten. An den Trendober- und Trenduntergrenzen können aktive Anleger kurzfristig verdienen. An Unterstützungen platzierte limitierte Kaufaufträge sind vielversprechend, wenn die Unterstützung hält. Wird die Unterstützung dagegen durchbrochen, könnte der Kurs bis zur nächsten Unterstützung fallen. Auch Widerstände liefern Signale. Wenn der Kurs mehrfach an einem Widerstand wie dem Allzeithoch scheitert, könnte es an der Zeit sein, Gewinne mitzunehmen.

Für Aktienkäufe oder Verkäufe müssen Anleger ihrer Bank einen Auftrag erteilen. Er enthält u. a. den Namen der Aktie, die Stückzahl und Wertpapierkennnummer und den gewünschten Börsenplatz (z. B. Frankfurt oder meist XETRA). Bei comdirect können Anleger auch im LiveTrading handeln. Eine wichtige Rolle spielt die Limitierung. Durch die Einrichtung von Limits können Anleger auf die Beobachtung der Kursentwicklung und ein manuelles Eingreifen verzichten. Dabei legen Anleger Kursgrenzen fest, zu denen ihre Papiere gekauft oder verkauft werden. Das heißt: Nur wenn das gewünschte Papier den gesetzten Kurs erreicht, wird die Order ausgeführt. Im Gegensatz zu einem unlimitierten Auftrag („bestens“ oder „billigst“) führen limitierte Aufträge zwar nicht immer sofort zum Ziel. Dafür werden aber Überraschungen vermieden. comdirect bietet eine Vielzahl von Orderfunktionen zur Limitierung – neben normalen Stop-Loss-Limits kann per Trailing Stop Loss der Stop Loss automatisch an Kursbewegungen angepasst werden, oder mit One Cancels Other können zwei Orders gleichzeitig aufgeben werden. Bei comdirect ist die Online-Einrichtung von limitierenden Orderfunktionen grundsätzlich kostenlos möglich.

Wie wichtig sind aktuelle Informationen?

Wer in Ak­ti­en in­ves­tiert, on­line Ak­ti­en han­delt oder gar als Day-Tra­der ak­tiv ist, be­nö­tigt ste­ti­ge In­for­ma­ti­on. Im com­di­rect In­for­mer bie­tet der Be­reich Ak­ti­en se­künd­lich ak­tua­li­sier­te In­for­ma­tio­nen zum Bör­sen­ge­sche­hen. An­le­ger kön­nen sich über die Ent­wick­lung der deut­schen In­di­zes wie DAX, MD­AX, TecDAX, SDAX und vie­ler an­de­rer Seg­men­te in­for­mie­ren. Breit ab­ge­deckt wer­den die „In­di­zes In­ter­na­tio­nal“, u.a. mit Dow Jo­nes, Nik­kei und Eu­ros STO­XX. Der Chart­ver­gleich und die Lis­ten mit Top-/Flop-Ak­ti­en bie­ten in­ter­es­san­te Ein­bli­cke in die un­ter­schied­li­che Ent­wick­lung ein­zel­ner Ak­ti­en. Be­vor­ste­hen­de Ter­mi­ne, ak­tu­el­le Ak­tio­nen bei com­di­rect und Ana­lys­ten­mei­nun­gen schließ­lich un­ter­stüt­zen Ak­tio­nä­re und In­ves­to­ren beim ta­ges­ak­tu­el­len Han­deln.

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