Der Anleihenmarkt auf einen Blick: Aktuelle Informationen und Übersichten zu Anleihen

Neben den Aktien gehören Anleihen zu den wichtigsten Anlageprodukten an der Börse. Da ein Totalverlustrisiko möglich ist, sollten Anleger, die Anleihen kaufen wollen, stets gut informiert sein und sich mit den aktuellen Anleihekursen auseinandersetzen. Egal, ob Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder Währungsanleihen - comdirect erklärt Ihnen, woran Sie sich als Anleger beim Kauf orientieren können und versorgt Sie mit aktuellen Informationen. Neueste Kursentwicklungen sowie Antworten auf zentrale Fragen zu Ratings, dem Marktzinsniveau und den Kursschwankungen am Anleihenmarkt erhalten Sie hier.

Unternehmensanleihen in Euro

Name Rest-
laufzeit
Rendite p.a.
AGGREGATE HOLDINGS S.A... 1,7 J 28,49 %
KIRK BEAUTY ONE GMBH IH.. 3,6 J 24,12 %
PARAGON GMBH & CO. KGAA.. 2,6 J 23,55 %

Charts

chart
-0,38 %
Die Umlaufrendite zeigt das aktuelle Marktzinsniveau und wird aus inländischen Anleihen mit einer Restlaufzeit von mehr als 4 Jahren berechnet.
chart
171,16 %
+0,15 %
Der Bund Future zeigt, wie Marktteilnehmer das aktuelle Zinsniveau einschätzen. Steigende Kurse bedeuten, dass in Deutschland sinkende Zinsen erwartet werden.
chart
REX
496,9417
+0,22 %
Der Kurs des REX zeigt die durch- schnittliche Rendite aller Bundes- anleihen inkl. Zinszahlungen. Der Index besteht aus 30 Bundesanleihen mit unterschiedlicher Laufzeit.

Staatsanleihen in Euro

Name Rest-
laufzeit
Rendite p.a.
ITALIEN, REPUBLIK EO-B... 47 J 2,51 %
GENERALITAT DE CATALUNY.. 15 J 2,46 %
GRIECHENLAND EO-NOTES 2.. 22 J 2,43 %

comdirect Newsletter

Kompakt, fundiert,
präzise! Jetzt anmelden

comdirect Newsletter

Meistgehandelte Anleihen der Woche

Name Anzahl
Kurse
Rendite p.a.
O2 TELEFÓNICA.. -- 44.671 0,80 %
SIXT LEASING .. -- 31.764 0,80 %
BUNDESREP.DEU.. Aaa 19.909 --
BUNDESREP.DEU.. Aaa 17.192 -0,13 %
BUNDESREP.DEU.. Aaa 14.908 -0,22 %

Währungsanleihen

Name Währung Rendite p.a.
LIBANON, REPU.. USD 29,47 %
BARBADOS DL-N.. USD 28,96 %
ARGENTINIEN, .. USD 28,60 %
LIBANON, REPU.. USD 28,56 %
FRONTIER COMM.. USD 28,56 %

Bundeswertpapiere

Aktuelle Konditionen für Bundesschatzbriefe, Bundesobligationen und Finanzierungsschätze:

Konditionen der Deutschen Bundesbank

Anleihen für jede Anlagestrategie

Jetzt Depot eröffnen und Anleihen kaufen

Der Anleihenmarkt auf einen Blick:
Aktuelle Informationen und
Übersichten zu Anleihen

Wer Anleihen kaufen möchte, wird dafür viele verschiedene Namen finden: Inhaberschuldverschreibungen, Staatsanleihen, Obligationen, Corporate Bonds oder Pfandbriefe. Alle diese Wertpapiere verbriefen jedoch im Kern nichts anderes als ein Kreditgeschäft. Der Anleger stellt mit dem Kauf einer Anleihe einem Staat oder einem Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum Geld zur Verfügung. Im Gegenzug erhält er dafür in regelmäßigen Abständen oder zu einem vereinbarten Ende Zinsen, den sogenannten Kupon. Anleihen können damit tendenziell für Stabilität sorgen – bei allerdings auch eingeschränkten Renditechancen und einem möglichen Verlustrisiko. Sie erfüllen eine wichtige Rolle im Sinne der optimalen Depotstruktur, denn über den Anleiheanteil lässt sich die Risikoquote des Depots steuern. Bei einer klassischen Anleihe erhält der Anleger den Kupon jährlich auf sein Konto ausgezahlt. Der Zinstermin wird in den Anleihebindungen festgelegt, er muss nicht am Jahresende liegen. Am Ende der Laufzeit erhält er dann sein gesamtes Kapital inklusive letzter Zinszahlung zurück.

Wie kann ich eine Anleihe kaufen?

Der Gesamtbetrag einer Anleihe ist meist viel höher als beim konventionellen Bankkredit. Er beläuft sich auf mehrere Millionen Euro oder US-Dollar, bei globalen Unternehmen oder Industrienationen mitunter sogar auf Milliarden Euro oder US-Dollar. Damit auch Privatanleger in solche Rentenpapiere am Anleihenmarkt investieren können, wird die Anleihe in viele Portionen aufgeteilt. Diese Mindeststückelung beträgt in der Regel 1.000 Euro; bei Anleihen, mit denen gezielt institutionelle Anleger wie Rentenfonds oder Pensionskassen angesprochen werden sollen, mitunter auch mehr. Der Kurs einer Anleihe notiert dabei nicht in Euro, sondern in Prozent. Anleihen können vor dem Börsengang gezeichnet werden oder Sie kaufen die Anleihen später an der Börse, z. B. in Frankfurt oder Stuttgart. Kostengünstig ist der Handel auch im LiveTrading von comdirect möglich.

Übrigens: Wer eine Anleihe zwischen 2 Zinsterminen kauft, muss neben dem Kaufpreis auch noch die sogenannten Stückzinsen zahlen. Das sind alle vom letzten Zinstermin bis zum Verkaufsdatum aufgelaufenen anteiligen Zinsen. Der Käufer tritt also in Vorleistung, dafür erhält er dann beim nächsten Zinstermin den vollen Kupon.

Ein zentraler Begriff am Anleihenmarkt ist die Bonität (Zahlungsfähigkeit). Denn wer Anleihen kaufen will, muss vorher wissen, ob Rückzahlung und Verzinsung gewährleistet werden können. Auskunft über die Bonität von Emittenten geben sogenannte Ratings, die von Ratingagenturen ermittelt werden. Bei der Beurteilung der Zahlungsfähigkeit von Ländern und Unternehmen sind die Einschätzungen der 3 amerikanischen Agenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch am wichtigsten. Ihre Noten werden weltweit beachtet und entscheiden, ob und zu welchen Konditionen sich ein Unternehmen oder ein Staat am Kapitalmarkt refinanzieren kann. In die Bewertung fließen wirtschaftliche Kennzahlen wie Schuldenstand und Liquiditätssituation, Kapitalstruktur, Gewinnmarge, Ertragslage und Kundenstruktur mit ein. Bei Unternehmen werden auch qualitative Faktoren wie die Managementqualität, das Mitarbeiterpotenzial, das Risikomanagement und Aspekte wie Umweltverträglichkeit und Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter berücksichtigt.

Für ihre Einstufungen am Rentenmarkt verwenden Ratingagenturen Buchstabencodes. Sie ähneln sich, variieren aber von Agentur zu Agentur. Die jeweilige Bestnote wird „Triple A“ genannt. Bei den Agenturen S&P und Fitch wird das „AAA“ geschrieben, bei Moody’s notiert man „Aaa“. Anschließend folgen weniger A, und die Buchstabenreihe geht weiter bis D. Eine wichtige Grenzmarke ist bei allen Ratingagenturen und bei den Investoren die Einstufung als „Investmentgrade-Rating“ oder als „Speculative-Grade“. Ab BB+ (Fitch und Standard & Poor’s) oder Ba (Moody’s) beginnt der spekulative Bereich. Diese Marke gilt als deutliches Warnsignal. Die Ausfallrisiken steigen überproportional an, der Totalverlust ist durchaus möglich. Einige Fondsgesellschaften oder ETF-Emittenten dürfen am Anleihenmarkt laut Prospekt nur in Investmentgrade-Anleihen investieren. Am Ende der Notenskala steht mit D der Ausfall, also die Pleite eines Schuldners. Die Agenturen urteilen allein auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen. Weil sie keine Prognosen für die zukünftige Bonität eines Landes oder eines Unternehmens abgeben, läuft die Einschätzung aktuellen Entwicklungen oft hinterher. Deshalb müssen sich Anleger immer auch eine eigene Meinung zur Bonität von Emittenten bilden.

Klassische Anleihen haben in der Regel festgelegte Zinssätze. Sie werden bei der Neuemission am Anleihenmarkt normalerweise zu 100 % ausgegeben und am Laufzeitende zu 100 % getilgt. Zwischenzeitlich schwankt der Börsenkurs aber. Verantwortlich dafür sind

  • die Zinsentwicklung am Markt
  • die Laufzeit der jeweiligen Anleihe und
  • Veränderungen bei der Einschätzung der Bonität des Emittenten

Wenn sich z. B. nach der Emission die Kreditwürdigkeit des Emittenten deutlich verschlechtert und ein Zahlungsausfall droht, kann der Kurs der Anleihe dramatisch sinken. Das geschah zum Beispiel in der Vergangenheit mit argentinischen oder griechischen Staatsanleihen, aber auch bei zahlreichen Mittelstandsanleihen. Umgekehrt kann der Kurs auch deutlich über 100 % steigen. Denn wenn der Marktzins sinkt und neue Anleihen geringer oder wie aktuell fast gar nicht mehr verzinst werden, steigen die Kurse der alten Bonds desselben Emittenten. Deshalb notieren heute viele Bundesanleihen und auch Staatsanleihen anderer stabiler Länder weit über der 100-%-Marke.

Die Höhe der Verzinsung einer klassischen Anleihe orientiert sich an mehreren Faktoren.

Die wichtigsten sind:

  • Allgemeines Zinsniveau: Wenn die Marktzinsen hoch liegen, müssen auch Schuldner höhere Zinsen zahlen. Wenn sie – wie seit der Finanzkrise – eher niedrig sind und an der Nullgrenze notieren, können sich insbesondere Schuldner mit guter Bonität zu günstigen Konditionen Geld leihen.
  • Laufzeit der Anleihe: Nur bei entsprechender finanzieller Kompensation sind Anleger bereit, längerfristig auf ihr Geld zu verzichten. Deshalb lautet die Grundregel: Je länger die Laufzeit einer Anleihe am Anleihenmarkt ist, desto höher ist der Zins, den der Emittent zu zahlen bereit ist.
  • Bonität des Schuldners: Gute Schuldner müssen weniger Zinsen zahlen als schlechte Schuldner, die die Anleihe möglicherweise nicht zurückzahlen können. Die Bonität der Schuldner (Emittenten der Anleihe) wird in der Regel von Ratingagenturen geprüft. Viele Jahre achteten Anleger kaum auf die Bonität. Mit der Finanzkrise, der Insolvenz der Lehman Brothers und dem griechischen Schuldenschnitt rückte die Bonität verstärkt in das Blickfeld.

Die Auswahl von Anleihen wäre für Anleger denkbar angenehm, wenn der Zinskupon genau der Effektivverzinsung entsprechen würde. Dann würde ein Investor natürlich unter mehreren Anleihen ähnlicher Restlaufzeit eines Emittenten (z. B. der Bundesrepublik Deutschland oder denr USA) diejenigen Anleihen kaufen, die den höheren Kupon besitzen. Allerdings liegt der Kurs der Anleihe mit dem höheren Zins aber auch höher als der Kurs der Anleihe mit dem niedrigeren Zins. Und damit sind die effektiven Renditen der beiden Papiere am Anleihenmarkt nahezu gleich. Denn die Rendite einer Anleihe hängt von zwei 2 Faktoren ab:

  • den regelmäßig ausgezahlten Zinskupons und
  • der Differenz zwischen Ankaufskurs und Rückzahlungskurs

Die Ermittlung der effektiven Rendite ist nicht ganz einfach. Anleger müssen dafür bei comdirect jedoch keine komplizierten Formeln verwenden – die effektive Rendite wird im Informer bei jeder Anleihe ausgewiesen.

Die so genannte Umlaufrendite wird von der Bundesbank täglich neu berechnet. Sie ist ein gewichteter Mittelwert aus den Renditen ausgewählter öffentlicher Anleihen und anderer inländischer Festzinspapiere mit mehr als 4-jähriger Gesamtlaufzeit und mindestens 3-jähriger Restlaufzeit. In Fremdwährungen lautende Anleihen deutscher Schuldner fließen nicht in die Umlaufrendite ein. Die Umlaufrendite spiegelt das aktuelle Zinsniveau am Anleihenmarkt wider und gilt als Referenzzins, an dem sich Anleger bei Ihren Entscheidungen orientieren können.

Der Euro-BUND-Future ist ein standardisierter Terminkontrakt ("Future"), der sich auf eine fiktive Bundesanleihe mit einer Verzinsung von 6 % und einer Laufzeit von 10 Jahren bezieht. Der Euro-BUND-Future ist ein aussagekräftiger Indikator für zukünftige Zinserwartungen. Wie bei allen Festzinspapieren sinkt der Kurs des BUND-Futures, wenn die Marktteilnehmer mit steigenden Zinsen rechnen, umgekehrt steigt der Kurs bei sinkender Zinserwartung an. Liegt der Kurs des Euro-BUND-Futures unter 160 Punkten, besitzt die zugrunde liegende fiktive Bundesanleihe eine positive Rendite.

Der Deutsche Rentenindex ("REX") misst die durchschnittliche Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen. Der REX wird täglich aus den Kassakursen 30 idealtypischer Bundesanleihen, Bundesobligationen und Bundesschatzanweisungen mit unterschiedlicher Laufzeit und Verzinsung von der Deutschen Börse ermittelt. Die Berechnung erfolgt auf der Basis von 1- bis 10-jährigen Restlaufzeiten und 3 Verzinsungsstufen (6 %, 7,5 % und 9 %), die Anleihen werden nach Marktanteilen gewichtet. So ist sichergestellt, dass alle Zins- und Laufzeitkombinationen im REX erfasst sind.

Wer im Rentensektor größere Renditen erzielen möchte, investiert traditionell in Corporate Bonds, also in Unternehmensanleihen. Bedenken Sie jedoch, dass damit auch ein höheres Risiko einhergeht. Corporate Bonds sind eine der größten Anlageklassen der Welt und eine wichtige Finanzierungsquelle für Unternehmen. Investoren stellen durch den Kauf einer Anleihe dem jeweiligen Unternehmen Kapital zur Verfügung. Im Gegenzug kassieren sie dafür in regelmäßigen Abständen Zinsen. Am Ende der Laufzeit erhält der Anleger sein gesamtes Kapital zurück. Die Höhe des Kupons und damit auch die erzielbare Rendite orientieren sich im Wesentlichen an den 3 bekannten Faktoren:

  • Laufzeit
  • allgemeines Zinsniveau
  • Bonität des Emittenten

Je kritischer die Bonität eines Unternehmens von den Rating-Agenturen eingeschätzt wird, desto mehr Zinsen muss es zahlen, um eine Anleihe am Anleihenmarkt zu platzieren. Erstklassig bewertete Unternehmen weisen dagegen niedrigere Renditen aus. Die Entwicklung der Bonität über die Laufzeit hat Auswirkungen auf die Kursentwicklung der Anleihe: Verbessert sich das Rating während der Laufzeit, profitiert der Anleger in der Regel von einem Kursanstieg;, umgekehrt sinkt der Kurs, wenn sich Bonität des Emittenten während der Laufzeit verschlechtert. Ein Sonderfall der Unternehmensanleihe ist die so genannte Wandelanleihe. Dem Inhaber einer Wandelanleihe wird vom emittierenden Unternehmen das Recht eingeräumt, die mit einem festen Zins ausgestattete Anleihe zu einem bestimmten Verhältnis in Aktien des Unternehmens umzutauschen. Der Anleger kann dann selbst entscheiden, ob er von diesem Wandlungsrecht Gebrauch macht oder die Anleihe am Ende der Laufzeit zum Nennbetrag einlöst.

Auch Staaten nutzen den Kapitalmarkt, um ihre Haushalte zu finanzieren, und leihen sich über sogenannte Staatsanleihen Geld. Wer solche Anleihen am Anleihenmarkt kauft, wird ebenso Gläubiger wie bei allen anderen Varianten, während der Staat als Schuldner für Verzinsung und Rückzahlung sorgen muss. Deutsche oder österreichische Staatsanleihen gehören zu den Anlageklassen mit den geringsten Risiken weltweit. Dementsprechend niedrig sind in den aktuellen Niedrigzinszeiten aber auch die Renditen. Bei Bundeswertpapieren mit relativ geringer Restlaufzeit mussten die Anleger im Verlauf des Jahres 2016 sogar noch Geld bezahlen. Etwas höhere Renditen lassen sich auf dem Anleihenmarkt mit Staatsanleihen aus dem Euro-Raum erzielen, die von Staaten mit geringerer Bonität ausgegeben werden. Entsprechend höher sind allerdings auch die Risiken, wie das griechische Beispiel gezeigt hat. Höhere Gewinne sind möglich, wenn neben der Bonität auch Währungsrisiken in Kauf genommen werden. US-Bonds bieten aktuell höhere Zinsen. Zusätzlich könnten Anleger bei einer weiteren Stärkung des US-Dollars auch Währungsgewinne erzielen. Umgekehrt sind selbstverständlich auch Währungsverluste möglich. Dieses gilt noch stärker bei Bonds aus Emerging Markets. Sie bieten zwar noch einmal höhere, mitunter 2-stellige Zinsen. Die Währungen der Schwellenländer waren aber zuletzt volatil und tendenziell gegenüber dem Euro fallend. Das Verlustrisiko für Anleger steigt folglich.

Die Übersicht "Meistgehandelte Anleihen" zeigt, welche Anleihen am Wertpapiermarkt aktuell am häufigsten den Besitzer wechseln. Sie zeigt zu jeder gelisteten Anleihe den aktuellen Kurswert, Währung, Rendite, Restlaufzeit und Bonität des Schuldners. Der Kurs einer Anleihe hängt von der Verzinsung („Kupon") und von der Kreditwürdigkeit des Emittenten ab. Schuldner, deren Rating nicht optimal ist, zahlen für Anleihen höhere Zinsen.

Für den Anleger bedeutet das mehr Rendite, aber auch ein größeres Ausfallrisiko. Für Anleihen in Fremdwährungen gibt es oft recht hohe Zinsen, allerdings können Wechselkursschwankungen am Anleihenmarkt den Anlageerfolg zusätzlich beeinflussen.

Währungsanleihen können gerade für renditebewusste Anleger ein aussichtsreiches Investment am Anleihenmarkt sein. Es besteht jedoch ein besonderes Wechselkursrisiko. Der Nominalbetrag einer Fremdwährungsanleihe bezieht sich auf eine bestimmte ausländische Währung, zum Beispiel auf US-Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund, Mexikanischen Peso oder Norwegische Krone. Am Ende der Laufzeit erfolgt die Auszahlung zum Nennbetrag in dieser Währung. Steigt der Kurs der jeweiligen Fremdwährung während der Anleihenlaufzeit, macht der Anleger — in Euro gerechnet — zusätzlichen Gewinn. Umgekehrt verliert er an Rendite und kann Verluste machen, wenn der Kurs der Anleihenwährung zwischen dem Kauf- und Verkaufszeitpunkt fällt. Fremdwährungsanleihen haben im Vergleich zu Anleihen, die in Euro notieren, also ein zusätzliches Wechselkursrisiko.

Bundeswertpapiere werden vom deutschen Staat ausgegeben – dank seiner Wirtschaftskraft, seiner Steuereinnahmen und Vermögenswerte einer der sichersten Schuldner weltweit. Erhältlich sind Bundesanleihen, Obligationen und Schatzanweisungen mit Laufzeiten von wenigen Monaten bis zu 30 Jahren. Bundeswertpapiere werden von der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland emittiert und täglich an den Börsen gehandelt. Die Auszahlung des Nennwertes am Ende der Laufzeit ist recht sicher. Grundsätzlich gilt jedoch: Falls ein Staat zahlungsunfähig wird, gefährdet das auch die Zinszahlungen und die Rückzahlung Ihres angelegten Kapitals.

Besondere inflationsindexierte Bundespapiere orientieren sich bei Rückzahlung und Zinsen an der Preissteigerungsrate und schützen das angelegte Kapital sogar vor Kaufkraftverlusten. Alle Bundeswertpapiere sind mündelsicher, wegen ihrer nahezu 100 %igen Sicherheit werden sie oft als Vergleichsmaßstab für Anleihen anderer europäischer Emittenten herangezogen. Bundeswertpapiere könnten sich deshalb hervorragend als Beimischung für ein breit gestreutes Depot eignen.

comdirect-Kunden profitieren jederzeit von den günstigen Konditionen einer renommierten Direktbank. Zusätzlich startet comdirect laufend Aktionen und Vorteilsangebote rund um Investment, Depot und Kontoführung – zum Beispiel über reduzierte Orderkosten, attraktive Prämien und Preisaktionen für ausgewählte Wertpapiere. comdirect bietet unter anderem eine Zufriedenheitsgarantie für das neu eröffnete Girokonto oder eine Prämie für den Depotübertrag an. Auch Gutscheine für namhafte Online-Versandhäuser werden in regelmäßigen Abständen als Prämien ausgegeben. Informative Webinare (Online-Seminare), professionelle Trading-Werkzeuge, Börsenspiele, kostenlose Charts und aktuelle Kurse sowie erstklassige persönliche Betreuung 24 Stunden und 7 Tage die Woche ergänzen das leistungsstarke Angebot von comdirect.

Eins ist sicher: Wer am Kapitalmarkt aktiv sein möchte und Anleihen kaufen will, sollte immer auf dem neuesten Stand sein. comdirect bietet eine umfassende Auskunft rund um Anleihen. Über Charts werden die wichtigsten Informationen präsentiert, an denen Sie sich orientieren können. Auf der Überblicksseite finden Anleger die renditestärksten Staats-, Fremdwährungs- und Unternehmensanleihen. Auch die aktuellen Konditionen für Bundeswertpapiere und Auskünfte über die meist gehandelten Anleihen sind dargestellt. Die gezielte Suche nach Anleihen mit speziellen Spezifikationen in Sachen Schuldner, Laufzeit, Bonität, Devise und Währung oder Rendite ermöglicht der Anleihen-Selector. Hier haben Anleger die Auswahl unter nahezu 40.000 handelbaren Rentenpapieren.

Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers.

Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.
© 1997-2019 comdirect bank AG
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen
Implemented and powered by FactSet
Mit markierte Kurse werden in Realtime angezeigt. Mit markierte Kurse werden nur für Kunden in Realtime angezeigt.
Alle anderen Kursdaten der deutschen / internationalen Börsen sind 15 bzw. 20 Min. verzögert.