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Aktien Frankfurt: Stabilisierungsversuch - Stellantis zieht Autosektor abwärts
Fr, 06.02.26 12:06· Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Zunehmende Zweifel an hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz verunsichern am Freitag erneut die Anleger am deutschen Aktienmarkt. Negative Nachrichten vom Autobauer Stellantis setzten zudem den europäischen Autosektor stark unter Druck und zogen hiesige Autowerte mit nach unten.
Dem Dax
Der MDax
Mit hohen vorbörslichen Abschlägen im US-Handel für Amazon zeigt sich, wie hartnäckig sich die KI-Sorgen der Anleger halten. Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar unter anderem in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Damit liegt Amazon noch über dem gigantischen Investitionsvolumen der Google-Mutter Alphabet.
Amazon werde zunächst darunter leiden, dass die Anleger hohe Investitionen ohne konkreten Umsatzerfolg sehr kritisch sehen, kommentierten Analysten von Goldman Sachs. "Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht", schrieb Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Anlegerstimmung erscheine gerade wie das Negativ des Booms von 2021.
In Frankfurt gab es vor dem Wochenende im IT- und Softwaresektor erneut hohe Verluste. Die Papiere des IT-Dienstleisters Bechtle brachen nach Quartalszahlen um gut 7 Prozent ein. Der Ausblick belastete. Cancom und Nemetschek konnten sich dem Sog nicht entziehen. Auch SAP im Dax büßten weiter ein, wenn auch gegen Mittag nur noch moderat.
Hiobsbotschaften von Stellantis setzten dem Autosektor zu. Der Fiat- und Chrysler-Mutterkonzern schreibt wegen der US-Elektroauto-Kehrtwende rote Zahlen und streicht die Dividende. Das Zurücksetzen der Strategie gehe einher mit einer Abschreibung von fast 22 Milliarden Euro, hieß es. Stellantis sackten in Paris um fast ein Viertel ab. Im sehr schwachen europäischen Autosektor verloren die im Dax notierten Aktien von Volkswagen, BMW und Mercedes teilweise mehr als 2 Prozent.
Die Papiere von Bayer waren gefragt bei einem Plus von 1,5 Prozent. Detaillierte Studienergebnisse zum Medikamentenkandidaten Asundexian machen Anlegern Hoffnung auf gute Geschäfte mit dem Blutgerinnungshemmer. Ein Aktienhändler sprach von einem sehr positiven Ergebnis.
Eine Hochstufung für Renk gab den Papieren des Rüstungsherstellers Auftrieb. Exane BNP votiert nun mit "Outperform". Das Plus für Renk betrug zuletzt 7,7 Prozent./ajx/stw
Werte in diesem Artikel
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| ALPHABET INC A | 322,86 | -2,53 % | Nasdaq |
| ALPHABET INC. CLASS C | 323,10 | -2,48 % | Nasdaq |
| AMAZON.COM INC. | 210,32 | -5,55 % | Nasdaq |
| BAYER AG | 45,80 | +2,20 % | Xetra |
| BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG | 88,44 | -0,56 % | Xetra |
| BECHTLE AG | 38,00 | -9,52 % | Xetra |
| CANCOM SE | 25,05 | -4,02 % | Xetra |
| DAX PERFORMANCE INDEX | 24.721,46 | +0,94 % | Xetra |
| EURO STOXX 50 | 5.998,40 | +1,23 % | STOXX |
| MDAX PERFORMANCE INDEX | 31.662,83 | +0,73 % | Xetra |
| MERCEDES-BENZ GROUP AG | 58,78 | -0,36 % | Xetra |
| NEMETSCHEK SE | 70,95 | -1,32 % | Xetra |
| RENK GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N. | 54,39 | +5,37 % | Xetra |
| SAP SE | 171,22 | +0,43 % | Xetra |
| STELLANTIS N.V. | 6,111 | -25,17 % | Euronext Milan |
| VOLKSWAGEN AG VZ | 100,75 | -1,32 % | Xetra |
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