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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax im Würgegriff steigender Ölpreise
Do, 19.03.26 18:11· Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um das Wirtschaftswachstum weltweit haben die Anleger am Donnerstag verstärkt aus den Aktienmärkten getrieben. Hierzulande geriet der Dax
Der kräftige Anstieg des Ölpreises der Nordsee-Sorte Brent auf zeitweise wieder etwas mehr als 119 US-Dollar schürt zunehmend Ängste vor einer stark anziehenden Inflation. Die Europäische Zentralbank (EZB), die den Leitzins an diesem Tag zwar wie erwartet unverändert beibehielt, warnte vor deutlich unsichereren Aussichten durch den Krieg im Nahen Osten. "Er hat Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum zur Folge."
Mit dem israelischen Angriff auf das bedeutende iranische Gasfeld "South Pars" habe der Iran-Krieg "eine neue Eskalationsstufe erreicht", sagte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Jeder Angriff auf kritische Energieinfrastruktur nimmt dem Markt die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zu alten Produktionsniveaus, sollte der Krieg einmal enden."
Dabei ist die deutsche Wirtschaft besonders anfällig. "Wegen der hohen Exportabhängigkeit vieler Sektoren würde eine globale Konjunkturabkühlung Deutschland besonders stark treffen", konstatierte Aktienexperte Andreas Lipkow von CMC Markets.
Der MDax
Hierzulande neigt sich die Berichtssaison dem Ende zu. Die letzten Nachzügler legten ihre Geschäftszahlen vor. Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia verdiente zwar im vergangenen Jahr wegen höherer Mieteinnahmen mehr, doch im schwachen Umfeld sackte die Aktie um 12,1 Prozent ab. JPMorgan-Analyst Neil Green verwies vor allem auf die Inflationsrisiken und daher steigende Anleiherenditen, die der Branche allgemein Probleme bereiten.
Positiv stachen im stark eingetrübten Umfeld nach laut Goldman Sachs "beruhigenden Quartalszahlen" die Aktien von United Internet und deren Töchter Ionos und 1&1 hervor. Ionos sprangen im MDax - vor allem dank der wachsenden Zahl an Neukunden - um 11,0 Prozent nach oben. United Internet gewannen 2,8 Prozent und 1&1 stiegen um 2,7 Prozent.
Lanxess sackten dagegen um 11,5 Prozent ab und waren Schlusslicht im MDax. Die Ziele des Chemiekonzerns für 2026 sein hinter den Erwartungen zurückgeblieben, schrieb Barclays-Analyst Anil Shenoy. Der freie Barmittelzufluss sei schwach ausgefallen und die Nettoverschuldung etwas höher als von ihm erwartet.
K+Sverloren 6,3 Prozent und gaben damit einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder ab. Wie die staatseigene belarussische Nachrichtenagentur BelTA schrieb, haben die USA die Aufhebung der Sanktionen gegen belarussisches Kali angekündigt.
Am Ende des Nebenwerte-Index SDax
Die Kontron-Aktie erholte sich derweil deutlich von ihren zeitweiligen Verlusten von rund 24 Prozent. Mit minus 7,4 Prozent beendete sie den Tag. Eine Stellungnahme des Managements beruhigte die Börsianer etwas, die angesichts der Kursverluste ins Rätseln gekommen waren. Nach Auffassung des österreichischen Technologiekonzerns gibt es für die Kursverwerfungen mit Blick auf die operative Geschäftsentwicklung "keine Grundlage"./ck/jha/
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
Werte in diesem Artikel
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| 1&1 AG | 23,80 | +0,85 % | Xetra |
| DAX PERFORMANCE INDEX | 23.319,25 | +2,82 % | Xetra |
| EURO STOXX 50 | 5.727,87 | +2,84 % | STOXX |
| IONOS GROUP SE | 25,25 | +1,61 % | Xetra |
| K+S AG | 16,21 | -0,55 % | Xetra |
| KONTRON AG | 19,41 | +2,86 % | Xetra |
| LANXESS AG | 18,40 | -1,34 % | Xetra |
| MDAX PERFORMANCE INDEX | 29.121,71 | +3,45 % | Xetra |
| SALZGITTER AG | 40,06 | +9,75 % | Xetra |
| SDAX PERFORMANCE-INDEX | 16.741,30 | +1,51 % | Xetra |
| UNITED INTERNET AG | 27,92 | +1,45 % | Xetra |
| VONOVIA SE | 22,48 | +4,27 % | Xetra |
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