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Aktien Frankfurt: Zollsorgen werfen Dax unter 25.000 Punkte zurück
Mo, 19.01.26 12:22· Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Zollsorgen im Streit um Grönland haben den Dax
Der deutsche Leitindex Dax sank daraufhin bis zum Mittag um bis zu 1,5 Prozent auf fast 24.911 Punkte. Zuletzt notierte das Kursbarometer bei 24.923 Punkten, nachdem in der Vorwoche noch eine Bestmarke von 25.507 Punkten erreicht worden war. Das Kursplus im noch jungen Jahr schmolz inzwischen auf 1,7 Prozent ab.
Der MDax
Die US-Zölle sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische Nato-Länder, darunter auch Deutschland. EU-Ratspräsident António Costa wird nun einen EU-Sondergipfel einberufen, womöglich am Donnerstag.
"Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Es drohe aber eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen. Anders als in früheren Fällen, werde die Europäische Union diesmal wohl nicht klein beigeben, vermutet Altmann. Der Höhenflug am Aktienmarkt sei jedenfalls zunächst vorbei, auch wenn der Rückschlag zunächst überschaubar bleibe.
Das Risiko weiterer Importzölle der USA auf Einfuhren europäischer Nato-Staaten belastet vor allem die Kurse von Automobilherstellern. Der europäische Branchenindex
Ebenfalls am Dax-Ende tummelten sich Adidas mit einem Abschlag von gut 4 Prozent. Thierry Cota, Experte der Bank of America, prognostiziert, dass der Umsatz von Adidas im Schlussquartal 2025 die Markterwartung verfehlt hat. Mit dieser Einschätzung belastete er die zollbedingt ohnehin schwache Anlegerstimmung weiter.
Deutliche Kursgewinne gab es mit fast 8 Prozent gegen den schwachen Markttrend hingegen bei Bayer nach guten Nachrichten aus den USA. Worauf die Anleger spätestens seit Anfang Dezember 2025 gehofft haben, ist eingetreten: Der Oberste Gerichtshof der USA hat am späten Freitagabend den Glyphosat-Fall "Durnell" zur Prüfung angenommen. Damit steigen die Aussichten auf ein Grundsatzurteil im jahrelangen, belastenden Rechtsstreit um den Unkrautvernichter.
Anfang Dezember hatte der sogenannte Solicitor General - eine Art Generalanwalt der US-Regierung - den Antrag des Konzerns auf Prüfung des "Durnell"-Falls durch den US Supreme Court unterstützt. Damals waren die Aktien erstmals seit Anfang 2024 wieder über 35 Euro geklettert. Seither bauten sie ihre Erholungsrally aus, die Bodenbildung nach jahrelangem Kursrutsch wird immer stabiler.
Auch den Rüstungswerten wie Rheinmetall, Renk und Hensoldt hilft die geopolitische Unsicherheit. Rheinmetall näherten sich mit plus 3 Prozent wieder ihrem Rekord vom Oktober.
Im Nebenwertebereich erwies sich die Erholung von Gerresheimer um 3,6 Prozent nach einer Empfehlung der Investmentbank Oddo BHF als Strohfeuer. Sie lagen zuletzt nur noch knapp im Plus, auch wenn Experte Oliver Metzger die schlimmste Zeit beim Spezialverpackungs-Hersteller als überstanden wähnt./ag/mis
Werte in diesem Artikel
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| ADIDAS AG | 151,55 | -5,19 % | Xetra |
| BAYER AG | 44,40 | +6,95 % | Xetra |
| BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG | 85,68 | -3,43 % | Xetra |
| DAX PERFORMANCE INDEX | 24.959,06 | -1,34 % | Xetra |
| EURO STOXX 50 | 5.925,82 | -1,72 % | STOXX |
| GERRESHEIMER AG | 25,72 | +1,42 % | Xetra |
| HENSOLDT AG INHABER-AKTIEN O.N. | 92,25 | -0,65 % | Xetra |
| MDAX PERFORMANCE INDEX | 31.385,57 | -1,61 % | Xetra |
| RENK GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N. | 61,99 | -0,47 % | Xetra |
| RHEINMETALL AG | 1.920,00 | +0,95 % | Xetra |
| STXE 600 AUTOMOBILES & PARTS IND .. | 496,21 | -2,21 % | STOXX |
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