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Aktien Frankfurt: Dax sackt auf Tief seit Ende April - Konjunkturangst wächst
Do, 19.03.26 14:55· Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um die Wirtschaft weltweit haben die Anleger am Donnerstag verstärkt aus den Aktienmärkten getrieben. Hierzulande geriet der Dax
Der kräftige Anstieg der Ölpreise schürt immer stärker die Furcht vor einem deutlichen Anziehen der Inflation. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet nach dem jüngsten Schub knapp 115 Dollar. Die Europäische Zentralbank, die den Leitzins zwar wie erwartet unverändert beibehielt, warnte vor deutlich unsichereren Aussichten durch den Krieg im Nahen Osten. "Er hat Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum zur Folge."
Mit dem israelischen Angriff auf das bedeutende iranische Gasfeld "South Pars" habe der Iran-Krieg "eine neue Eskalationsstufe erreicht", sagte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Jeder Angriff auf kritische Energieinfrastruktur nimmt dem Markt die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zu alten Produktionsniveaus, sollte der Krieg einmal enden."
Der MDax
Hierzulande neigt sich die Berichtssaison der Unternehmen dem Ende zu und die letzten Nachzügler legten ihre Geschäftszahlen vor. Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia verdiente zwar im vergangenen Jahr wegen höherer Mieteinnahmen mehr, doch im schwachen Umfeld sackte die Aktie um 10,3 Prozent ab. JPMorgan-Analyst Neil Green verwies auf die Inflationsrisiken und daher steigende Anleiherenditen, die der Branche Probleme bereiten.
Positiv stachen dagegen nach laut Goldman Sachs "beruhigenden Quartalszahlen" die Aktien von United Internet und deren Töchter Ionos und 1&1 hervor. Ionos sprangen im MDax um 12,4 Prozent nach oben, United Internet gewannen 3,0 Prozent und 1&1 stiegen an der SDax-Spitze um 3,3 Prozent.
Lanxess sackten dagegen um 11,5 Prozent ab und waren Schlusslicht im MDax. Die Ziele des Chemiekonzerns für 2026 lägen unter den Erwartungen, schrieb Barclays-Analyst Anil Shenoy. Der freie Barmittelzufluss sei schwach ausgefallen und die Nettoverschuldung etwas höher als von ihm erwartet.
Am Ende des Nebenwerte-Index SDax
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
Werte in diesem Artikel
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| 1&1 AG | 23,80 | +0,85 % | Xetra |
| DAX PERFORMANCE INDEX | 23.290,71 | +2,69 % | Xetra |
| IONOS GROUP SE | 25,25 | +1,61 % | Xetra |
| KONTRON AG | 19,385 | +2,73 % | Xetra |
| LANXESS AG | 18,33 | -1,72 % | Xetra |
| MDAX PERFORMANCE INDEX | 29.068,64 | +3,26 % | Xetra |
| SDAX PERFORMANCE-INDEX | 16.716,91 | +1,36 % | Xetra |
| UNITED INTERNET AG | 27,94 | +1,53 % | Xetra |
| VONOVIA SE | 22,52 | +4,45 % | Xetra |
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