ETFs - Auf einen Blick

ETF-Kundenfavoriten (04.12. - 10.12.)

Rang Name Perf. 5 Jahr
1 ISHARES TECDA.. +196,20 %
2 HSBC S&P 500 .. +110,61 %
3 ISHARES DJ IN.. +104,92 %
4 COMSTAGE MDAX..Aktion --
5 UBS (IE) ETF .. --
6 ISHARES CORE .. --
7 ISHARES DOW J.. +126,65 %
8 COMSTAGE MSCI..Aktion +93,24 %
Rang Name Perf. 5 Jahr
1 COMSTAGE MSCI..Aktion +93,24 %
2 LYXOR ETF MSC..Aktion +84,98 %
3 COMSTAGE MSCI..Aktion +32,74 %
4 ISHARES CORE .. --
5 LYXOR UCITS E..Aktion +69,00 %
6 COMSTAGE DAX©..Aktion +63,93 %
7 LYXOR UCITS E..Aktion +169,92 %
8 COMSTAGE NASD..Aktion +183,62 %

Indizes

13.103,56
+0,27 %
ETFs auf den DAX: 6
3.560,53
+0,12 %
ETFs auf den EuroStoxx50: 13
7.096,01
-0,47 %
ETFs auf den MSCI World: 11
-0,362
+0,56 %
ETFs auf den Eonia: 2

Top-Performer

Name Perf. 5 Jahr
AMUNDI ETF LEVERAGED MS.. +349,68 %
DB X-TRACKERS S&P 500 2.. +307,86 %
AMUNDI ETF NASDAQ-100 U.. +183,74 %
COMSTAGE NASDAQ-100© UC..Aktion +183,62 %
ISHARES NASDAQ 100 UCIT.. +183,39 %
Name Perf. 5 Jahr
ISHARES TECDAX(DE)UCITS.. +196,20 %
LYXOR UCITS ETF MSCI WO..Aktion +169,92 %
VANECK VECTORS BIOTECH .. +150,48 %
VANECK VECTORS RARE EAR.. +141,23 %
LYXOR UCITS ETF STOXX E.. +124,21 %

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Region | Anlagetyp | Branche

Deutschland 74
Europa 139
USA 120
International 127
Emerging Markets 53
Asien 24
Aktien 1083
Renten 341
Geldmarkt 10
Alternative Investments 30
Sonstige ETFs 14
Energie Aktien 21
Finanzwerte Aktien 26
Industrie Aktien 25
Konsumgüter Aktien 25
Rohstoff Aktien 27
Technologie & Telekom Aktien 26

Meistgehandelt an deutschen Börsen

Name Handelsvolumen in Euro
ISHARES EURO STOXX 50(D.. 27,01 Mio.
ISHARES CORE DAX UCITS .. 22,94 Mio.
DB X-TRACKERS EURO STOX.. 19,10 Mio.
ISHARES EURO STOXX 50 U.. 10,81 Mio.
ISHARES MDAX(DE)UCITS E.. 9,41 Mio.
Name Handelsvolumen in Euro
ISHARES GLOBAL CORP BON.. 5,46 Mio.
DB X-TRACKERS II IBOXX .. 4,60 Mio.
ISHARES EURO GOVERNMENT.. 4,40 Mio.
COMSTAGE COMMERZBANK BU.. 4,35 Mio.
ISHARES EURO GOVERNMENT.. 4,26 Mio.
Name Handelsvolumen in Euro
DB X-TRACKERS II FED FU.. 3,73 Mio.
COMSTAGE COMMERZBANK EO.. 3,36 Mio.
PIMCO EURO SHORT MATURI.. 1,19 Mio.
ISHARES EB.REXX MONEY M.. 30.261,52
COMSTAGE COMMERZBANK FE.. 18.166,00
Name Handelsvolumen in Euro
ISHARES EURO STOXX BANK.. 25,06 Mio.
ISHARES STOXX EUROPE 60.. 4,21 Mio.
ISHARES STOXX EUROPE 60.. 4,19 Mio.
ISHARES STOXX EUROPE 60.. 4,15 Mio.
ISHARES STOXX EUROPE 60.. 2,61 Mio.

Mit Indexfonds einfach Vermögen aufbauen

ETFs – auf einen Blick

Mit Ex­chan­ge Tra­ded Funds (ETFs) kön­nen An­le­ger kos­ten­güns­tig und trans­pa­rent in kom­plet­te In­di­zes und so­mit in ei­ne gro­ße An­zahl Ak­ti­en oder Ren­ten­pa­pie­re in­ves­tie­ren.

Kos­ten spie­len bei der Geld­an­la­ge ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Kein Wun­der, dass in­sti­tu­tio­nel­le und pri­va­te In­ves­to­ren zu­neh­mend preis­güns­ti­ge An­la­ge­lö­sun­gen su­chen. Da­von pro­fi­tie­ren die An­bie­ter von pas­si­ven In­vest­ment-Stra­te­gi­en – Ex­chan­ge Tra­ded Funds (ETFs) ha­ben sich seit dem Jahr 2000 in Deutsch­land eta­bliert.

Was sind ETFs?

Ex­chan­ge Tra­ded Funds (ETFs) sind pas­siv ge­ma­nag­te, bör­sen­ge­han­del­te In­dex­fonds. Sie bil­den die Wert­ent­wick­lung ei­nes Ba­sis­in­dex na­he­zu eins zu eins ab. So kön­nen An­la­ge­stra­te­gi­en ein­fa­cher und ef­fi­zi­en­ter um­ge­setzt wer­den als mit an­de­ren Fi­nanz­in­stru­men­ten. Mit dem Kauf ei­nes ein­zi­gen ETFs kön­nen An­le­ger in ei­nen ge­sam­ten Markt in­ves­tie­ren. Denn je­der ETF bil­det mög­lichst ge­nau ei­nen be­stimm­ten In­dex ab, et­wa den DAX, den MSCI World In­dex oder auch Go­vern­ment Bond In­di­zes (In­di­zes auf Staats­an­lei­hen) oder Cor­po­ra­te Bond In­di­zes (In­di­zes auf Un­ter­neh­mens­an­lei­hen). Im Ge­gen­satz zu Zer­ti­fi­ka­ten gel­ten ETFs ju­ris­tisch als Son­der­ver­mö­gen. Das be­deu­tet: Das Ka­pi­tal der An­le­ger ist im Fal­le der In­sol­venz des Emit­ten­ten in der Re­gel zu 100 % ge­schützt, bei Swap-ETFs zu min­des­tens 90 %. Zahl­rei­che ETF-In­dex­fonds tra­gen den Zu­satz „UCITS“ (Un­der­ta­kings for Collec­tive In­vest­ment in trans­fe­ra­ble Se­cu­ri­ties). Ein sol­cher ETF oder In­vest­ment­fonds kann grund­sätz­lich eu­ro­pa­weit ver­trie­ben wer­den.

Die ursprüngliche Konstruktion von ETFs ist die vollständige Nachbildung eines Index, die sogenannte physische Replikation. Dabei kaufen die ETF-Verwalter die Aktien des zugrunde liegenden Index im jeweiligen Verhältnis. Die Aktien in einem ETF auf den Euro STOXX 50 sind also im Idealfall permanent exakt so gewichtet wie im Index selbst. Tägliche Anpassungen sind notwendig und werden auch zeitnah vollzogen. Bei Indizes mit relativ wenigen Mitgliedern wie dem Euro STOXX 50, dem STOXX 50 oder dem DAX 30 ist diese Methode möglich; bei dem S&P 500 oder dem MSCI World ist sie jedoch mit größerem Aufwand und Transaktionskosten verbunden. Für diese Indizes wählen die ETF-Anbieter das sogenannte Sampling-Verfahren: Dabei werden nicht alle, sondern nur noch diejenigen Einzelwerte physisch gekauft und verkauft, die die Wertentwicklung des Index am stärksten beeinflussen. Dadurch lassen sich die Verwaltungskosten in Grenzen halten, allerdings kann die Performance von derartigen physisch replizierenden Sampling-ETFs etwas stärker von dem zugrunde liegenden Index abweichen als komplett replizierende Indizes.

Was ist ein Swap-ETF?

Als Al­ter­na­ti­ve zur phy­si­schen Nach­bil­dung hat sich die syn­the­ti­sche Re­pli­ka­ti­on eta­bliert (Swap-ETF). Hier han­delt es sich um ein Tausch­ge­schäft. Der ETF-Emit­tent schließt ei­nen Ver­trag mit ei­ner Bank. Die Bank (oft die Mut­ter des ETF-Emit­ten­ten) ga­ran­tiert dem ETF die Ren­di­te des In­dex. Sie be­kommt im Ge­gen­zug ein Swap-Ent­gelt und zu­sätz­lich die Ren­di­te der Wert­pa­pie­re im so­ge­nann­ten „Si­cher­hei­ten-Port­fo­lio“. Die Gel­der der An­le­ger wer­den bei ei­nem Swap-ETF in ei­nen Korb mit Wert­pa­pie­ren in­ves­tiert. Die­ser Korb kann ganz an­de­re Ak­ti­en als der dem ETF zu­grun­de lie­gen­de In­dex ent­hal­ten.

Mit Swap-ETFs kön­nen Ak­ti­en- oder Roh­stoff­märk­te oft ein­fa­cher und kos­ten­güns­ti­ger ab­ge­bil­det wer­den als mit den phy­sisch re­pli­zie­ren­den ETFs. Denn der ETF muss nur in ein­fach zu­gäng­li­che Wert­pa­pie­re für das Si­cher­hei­ten-Port­fo­lio in­ves­tie­ren. Al­ler­dings ist das An­la­ge­ka­pi­tal nur zu min­des­tens 90 % ge­si­chert. Per Ge­setz ist das Ri­si­ko aus ei­nem Swap auf ma­xi­mal 10 % des Fonds­ver­mö­gens be­grenzt. Die­ses Ri­si­ko wird bei den meis­ten ETF-An­bie­tern durch zu­sätz­li­che Si­cher­hei­ten wei­ter re­du­ziert, z. B. hin­ter­leg­te An­lei­hen oder Edel­me­tal­le.

ETFs werden tagesaktuell an der Börse gehandelt. Sie vollziehen die Entwicklung ihrer Basisindizes nach. Ein großer Vorteil von ETF-Indexfonds sind im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds ihre geringen Kosten. Ausgabeaufschläge fallen nicht an, sondern nur die üblichen geringen Orderkosten im Börsenhandel. Auch die laufende Verwaltungsvergütung ist bei ETFs wesentlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds. Da die ETFs Indizes nur nachbilden, gibt es Produkte auf den DAX schon für eine Gesamtkostenquote unter 0,1 %. Indizes aus ferneren Regionen oder „Smart Beta ETFs“, die sehr spezielle Strategien anwenden, kosten etwas mehr. Die gesamte Kostenbelastung ist aber auch hier geringer als bei gemanagten Fonds.

Zusätzliche Möglichkeiten zum Sparen haben Anleger bei comdirect, wenn sie in einen der aktuell 90 Top-Preis ETFs investieren. Diese ETFs von ComStage und Lyxor können in der Einmalanlage über XETRA bei einem Ordervolumen zwischen 1.000 und 50.000 Euro je ETF für 3,90 Euro gekauft oder im Sparplan gänzlich ohne Orderentgelt bespart werden.

compass online: Streitgespräch
Markt oder Manager?

ETFs bilden passiv und damit kostengünstig breite Märkte ab. Bei klassischen Fonds sucht ein Manager die Aktien aktiv aus. Welche Strategie ist Anleger bessert? Ein Streitgespräch.

Geht nicht, gibt es nicht in der deutschen ETF-Szene. Mehr als 1.000 ETFs sind inzwischen in Deutschland handelbar. Zu den größten Anbietern zählen db-x-trackers, iShares, ComStage und Lyxor. Bei Privatanlegern am beliebtesten sind ETF-Indexfonds, die sich auf die weltweit bekanntesten Aktienindizes beziehen. Beim absoluten Volumen und bei der Handelshäufigkeit liegen ETFs auf den DAX, ETFs auf Indizes aus der Euro-Zone und den USA sowie ETFs auf den MSCI World vorne.

Alle gängigen Regional- und Ländermärkte sind inzwischen über ETFs investierbar. Dazu gehören neben den US-Indizes diverse Japan-Indizes (z. B. auf den Nikkei-Index oder auf den TOPIX), aber auch Indizes aus dem pazifischen Raum. Ein breites ETF-Angebot gibt es schließlich für die Emerging Markets – ob Korea, Taiwan, Vietnam, Brasilien oder Mexiko. Exchange Traded Funds ersparen institutionellen wie auch privaten Anlegern in diesen Ländern und Regionen aufwendiges Research und komplizierte Modalitäten beim Kauf und Verkauf von Einzelwerten.

Auch Branchenindizes stehen Investoren zur gezielten Anlage zur Verfügung. Besonders populär sind die ETFs auf die Branchen des STOXX 600, der die jeweils größten Unternehmen Europas zusammenfasst. Zunehmend beliebt sind ETFs auf internationale und vor allem deutsche MidCap- oder SmallCap-Indizes – dazu gehören der TecDAX, der SDAX und vor allem der MDAX-ETF, der die Performance der 50 größten Aktien nach dem DAX widerspiegelt.

Rentenpapiere und Renten-ETFs finden manche Privatanleger eher langweilig. Profis dagegen setzen schon seit Langem auf Renten-ETFs. Auch für Privatanleger bieten sie diverse Vorteile. Zum Ersten gilt: Je niedriger die Zinsen an den Märkten, umso wichtiger ist eine geringe Kostenbelastung. Renten-ETFs sind genauso wie Aktien-ETFs preisgünstiger als die entsprechenden aktiven Investmentfonds. Zum Zweiten können Anleger per ETF auch Anteile an exotischen Rentenpapieren wie Emerging-Markets-Staatsanleihen oder High Yield Corporate Bonds erwerben. Diese Auswahl wäre sonst schwer zu treffen und mit starken Risiken behaftet. Zum Dritten ist es mit einem ETF-Sparplan für Anleger möglich, sich schon mit kleinen Summen an Rentenpapieren zu beteiligen, die im Regelfall 1.000 Euro oder ein Vielfaches davon kosten.

Auch in einem chancenorientierten Depot gehört ein gewisser Anteil an Rentenpapieren zu einer effektiven Mischung. ETF-Anleger haben die Wahl zwischen sehr bonitätsstarken ETFs auf Staatsanleihen aus Deutschland oder Kerneuropa. Inflation-Linked ETFs können sich lohnen, wenn die Inflation wieder zunimmt. Höhere Chancen bei größeren Risiken bieten ETFs auf Emerging-Markets-Anleihen oder höherverzinsliche Unternehmensanleihen (High-Yield-ETF). Zahlreiche Renten-ETFs basieren auf den iBoxx-Indizes. iBoxx bietet Indizes für festverzinsliche Staatsanleihen (Sovereigns), sub-staatliche Anleihen (Sub-Sovereigns), besicherte Anleihen (Collateralized) und Unternehmensanleihen (Corporates).

Auch Rohstoffe werden in ETFs und in ETF-ähnlicher Form gehandelt. Sie heißen dann allerdings ETC (Exchange Traded Commodities). Der Preis von ETCs orientiert sich an der Preisentwicklung des jeweiligen Rohstoffes bzw. des jeweiligen Edelmetalles (Gold oder Silber) bzw. einem Rohstoff-Basket. Zu den beliebtesten ETCs bei Privatanlegern gehören Produkte, die sich auf Gold beziehen (z. B. EUWAX-Gold). ETCs unterscheiden sich von ETFs nicht nur im Namen. Bei comdirect finden Anleger sie nicht bei den ETFs, sondern unter den „Zertifikaten“. Denn ETCs sind rechtlich wie Zertifikate gestellt und damit kein Sondervermögen. Da die meisten Rohstoffe und Gold in US-Dollar gehandelt werden, sollten ETC-Käufer auch auf Währungsentwicklungen achten. Man kann allerdings genauso ohne Währungsrisiken in Rohstoff- oder Gold-ETCs investieren. Die entsprechenden ETCs haben den Zusatz „Euro-hedged“.

Nahezu alle gängigen Indizes der Börsenwelt sind inzwischen von einem oder mehreren ETFs abgedeckt. Vermehrt bieten Indexanbieter deshalb Produkte an, die nicht mehr rein passiv einen gegebenen Index abbilden, sondern mit einem Management nach zuvor definierten Regeln Indizes „smarter“ abbilden. Im Vergleich zu den Basisindizes sollen sie weniger schwankungsanfällig oder performancestärker sein. Solche ETFs werden „Alternative Beta“ oder auch „Smart Beta“ genannt.

Die älteste Variante der Smart-Beta-ETFs sind Dividenden-ETFs. Die ersten einfachen Konstruktionen wählten aus einem gegebenen Anlageuniversum (z. B. DAX 30 oder Euro STOXX 600) die Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen aus. Auch bei regelmäßiger Aktualisierung hat diese Methode Nachteile: Wenn Aktien bei konstanten Dividenden im Kurs nachgeben, haben sie steigende Dividendenrenditen und werden dementsprechend im ETF hoch gewichtet. Das passierte etwa vor der Finanzkrise bei den Bankaktien. Die Folge: Dividenden-ETFs blieben hinter aktiv gemanagten Dividendenfonds zurück, die ihre Aktien freier auswählen durften und die performanceschwachen Branchen mieden. Neuere Ansätze bei Dividenden-ETFs beschränken sich deshalb nicht alleine auf die reine Dividendenhöhe. Sie berücksichtigen auch Zusatzkriterien wie die Dividendenkontinuität und die Ausschüttungsquote.

Eine andere Version der Index-Optimierung sind die sogenannten RAFI (Research Affiliates Fundamental Indexing) -Indizes. RAFI-Indizes gewichten die Aktien ihres zu konstruierenden Index nicht wie etwa bei DAX oder Euro STOXX nach der Marktkapitalisierung bzw. nach dem Gesamtgewicht der frei handelbaren Aktien (Free Float), sondern nach verschiedenen fundamentalen Kriterien. Dazu gehören Kennzahlen zu Umsatz, Buchwert oder der Dividendenrendite. Die so zusammengestellten Indizes sollen qualitativ hochwertiger sein als klassische Indizes und in guten Zeiten am Aktienmarkt besser abschneiden, vor allem aber wegen der Qualität der enthaltenen Aktien Abschwünge besser abfedern.

Oft sind Aktien nach einer langen positiven Entwicklung in den einzelnen Indizes hoch gewichtet. Gerade nach einem solchen Aufschwung sind sie aber auch anfällig für eine kräftige Korrektur. Im Falle eines Kurssturzes würden sie den gesamten Index mit in die Tiefe ziehen. Bei gleichgewichteten Indizes gibt es diese Gefahr nicht. Jeder Wert ist mit dem gleichen prozentualen Anteil vertreten. In festgelegten Abständen werden die Indizes wieder gleichgewichtet. Bei dieser Konstruktion profitieren Anleger zwar von einem lang anhaltenden Aufschwung einzelner Werte weniger stark, reduzieren aber die Gefahr starker Rückschläge.

Die Volatilität großer Indizes wollen ETFs dämpfen, die auf dem Minimum-Varianz-Prinzip basieren. Bei einfacher Konstruktion wählen sie aus den zugrunde liegenden Indizes (z. B. S&P 500, STOXX 600, Euro STOXX 600) alle Aktien aus, die über einen Beobachtungszeitraum (z. B. drei oder fünf Jahre) am wenigsten schwankten. Diese Methode führt jedoch zu starken Übergewichtungen von volatilitätsarmen Sektoren. Die verfeinerten Versionen der Minimum-Varianz-ETFs legen für die jeweiligen Sektoren maximale Gewichtungen fest und beachten zuweilen auch die historischen Korrelationen zwischen einzelnen Branchen, um die gesamte Schwankung des ETFs zu reduzieren.

Ohne renditeträchtige Anlagen wie Aktien ist es in Niedrigzinszeiten schwierig, ein Vermögen zu mehren oder aufzubauen. Aber die Risiken von Einzelwerten und die Sorge vor einem falschen Timing halten viele Anleger von Aktien ab. ETF-Indexfonds nehmen Anlegern das Auswahlrisiko ab, das Timing-Risiko können sie mit einem Sparplan oder mehreren Sparplänen vermeiden. Auf der comdirect ETF-Seite finden Investoren weitreichende Informationen zu den aktuellen Kundenfavoriten und zu den ETF-Top-Performern (unterteilt nach Aktien, Branchen, Renten und Geldmarkt).

Viele Anleger nutzen ETFs dank der Übersichtlichkeit und der günstigen Preisstruktur als langfristige Basis des Vermögensaufbaues. Schon mit wenigen ETFs kann ein diversifiziertes Depot aufgebaut werden. Hilfreich ist dabei oft der comdirect AnlageAssistent. Dieses Tool unterbreitet Anlegern einen kostenlosen Anlagevorschlag, der entweder mittels aktiv gemanagten Investmentfonds oder mit ETF-Indexfonds umgesetzt werden kann. In einer ganz einfachen Lösung können Anleger sogar mit einem einzigen vermögensverwaltenden ETF-Indexfonds auskommen. Vermögensverwaltende ETFs verteilen die Kundengelder auf verschiedene Aktien-, Renten- und Rohstoffindizes und bieten so zu geringen Kosten ähnliche Leistungen wie ein professionelles Vermögensmanagement.

Kann ich ETFs auch in einem Sparplan anlegen?

Ei­ne gu­te Streu­ung ist die hal­be Mie­te. Gleich­wohl geht ein In­ves­tor bei ei­ner ein­ma­li­gen De­po­t­auf­tei­lung ein Ti­ming-Ri­si­ko ein. In­ves­tiert er et­wa kurz vor ei­nem Kurs­sturz wie et­wa in der Fi­nanz­kri­se, kann es ei­ni­ge Jah­re dau­ern, bis die Ver­lus­te auf­ge­holt sind. Noch ge­rin­ge­re Ri­si­ken als bei Ein­mal­an­la­gen gibt es für An­le­ger, die ihr De­pot per Spar­plan lang­sam auf­bau­en. ETF-Spar­plä­ne sind bei com­di­rect be­reits ab ei­ner Spar­ra­te von 25 Eu­ro mög­lich. Die­se Spar­ra­ten kön­nen mo­nat­lich, zwei­mo­nat­lich oder auch al­le 3 Mo­na­te ver­ein­bart wer­den. Per Spar­plan wird für die ge­wähl­te kon­stan­te Sum­me der ETF bzw. Bruch­tei­le des ETFs ge­kauft. Bei star­ken Märk­ten und ent­spre­chend ho­hen ETF-Kur­sen gibt es we­ni­ger An­tei­le, bei schwa­chen Märk­ten und nied­ri­gen ETF-Kur­sen für die Spar­ra­te ent­spre­chend mehr An­tei­le. An­le­ger pro­fi­tie­ren über län­ge­re Zeit­räu­me von die­sem Cost-Aver­a­ge-Ef­fekt, auch Durch­schnitts­kos­ten­ef­fekt ge­nannt. Ein­mal­an­la­gen und Spar­plan kön­nen durch­aus auch kom­bi­niert wer­den.

ETFs un­ter­lie­gen Kurs­schwan­kun­gen. Da­mit sind Kurs­ver­lus­te bis hin zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals mög­lich. Die frü­he­re Wert­ent­wick­lung ist kein ver­läss­li­cher In­di­ka­tor für die zu­künf­ti­ge Wert­ent­wick­lung. Al­lein ver­bind­li­che Grund­la­ge des Kaufs ei­nes ETFs sind die der­zeit gül­ti­gen Ver­kaufs­un­ter­la­gen („We­sent­li­che An­le­ger­infor­ma­tio­nen“, Ver­kaufs­pro­spekt so­wie Jah­res- und Halb­jah­res­be­rich­te, so­weit ver­öf­fent­licht). Die­se Un­ter­la­gen, die in eng­li­scher und/oder deut­scher Spra­che vor­lie­gen, er­hal­ten Sie auf der Wert­pa­pier-De­tail­sei­te un­ter www.​comdirect.​de oder di­rekt beim Emit­ten­ten. Die Be­schrei­bung der Wert­pa­pie­re stellt kei­ne Kauf- oder Ver­kaufs­emp­feh­lung dar. Stand: 10.10.2016; Quel­le: comdirect.​de.

Datenquelle für die Kennzahlen "Besondere Strategie", "Abbildungsart", "Indexwährung":
Börse Stuttgart
Datenquelle "Fondsprospekte":
FWW
FWW
[

]
Datenquelle "S&P Rating":
S&P Global
© Standard & Poor's Financial Services LLC. Alle Rechte vorbehalten.
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Datenquelle "Morningstar Rating":
© 2010 Morningstar Inc. [

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