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ROUNDUP: Vorzieheffekte füllen Auftragsbuch bei Kion - Jahresziele bestätigt
Do, 30.04.26 09:31· Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Gabelstaplerhersteller Kion hat im ersten Quartal eine überraschend hohe Nachfrage verzeichnet. Einige Kunden zogen die Bestellungen bestimmter Gabelstapler und Lagertechnikgeräten angesichts angekündigter Preiserhöhungen vor, wie Kion am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Auch der freie Barmittelzufluss überraschte positiv, während die übrigen Kennzahlen im Rahmen der Erwartungen lagen. Die Jahresziele bestätigten die Frankfurter. Es seien Maßnahmen ergriffen worden, um Kostensteigerungen wegen des Iran-Kriegs zu begrenzen, hieß es. Die Aktie zog an.
Das im MDax notierte Papier stieg kurz nach Handelsbeginn 6 Prozent. Damit schmolz das Minus seit Jahresbeginn auf rund ein Drittel. Vor allem seit Ausbruch des Konflikts in Nahost häuften sich die Kursverluste, da die damit einhergehenden steigenden Preise entlang der Lieferketten die Konjunktur und damit womöglich auch Kion belasten. Nun verfestigte sich die Bodenbildung.
Um die steigenden Kosten abzufedern, kündigte Kion für Anfang April Preiserhöhungen an. Bevor diese griffen, bestellten Kunden vermehrt. So stieg der Auftragseingang von Januar bis Ende März im Jahresvergleich um über 10 Prozent auf fast 3 Milliarden Euro. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich weniger erwartet. Der Auftragsbestand verbesserte sich gegenüber Ende 2025 auf über 5,1 Milliarden Euro.
Der Umsatz bewegte sich mit knapp 2,8 Milliarden Euro fast auf Niveau des Vorjahresquartals. Davon blieben vor Zinsen und Steuern sowie bereinigt um Sondereffekte (bereinigtes Ebit) 205 Millionen Euro übrig und damit 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unterm Strich entfiel auf die Kion-Aktionäre 90 Millionen Euro Gewinn, nach einem Verlust von rund 48 Millionen Euro im Vorjahr, als unter anderem Einmalkosten für ein Sparprogramm anfielen. Der freie Barmittelzufluss belief sich auf 47 Millionen Euro, während die Experten Mittelabflüsse erwartet hatten.
Für 2026 erwartet Kion weiterhin 11,4 bis 12,3 Milliarden Euro Umsatz, einen operativen Gewinn von 0,85 bis 1,04 Milliarden Euro und freie Barmittelzuflüsse von 430 bis 570 Millionen Euro. Dies deckte sich zuletzt mit den Erwartungen der Analysten. Citibank-Experte Martin Wilkie zufolge dürfte sich an diesen Schätzungen auch zunächst einmal nicht viel ändern.
Weiterhin gab Kion am Donnerstag eine strategische Investition von 35 Prozent in Zikoo Robots bekannt, einen chinesischen Anbieter von Robotik für Palettenlagerung./lew/mis/stk
Werte in diesem Artikel
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| KION GROUP AG | 43,92 | +2,09 % | Xetra |
| MDAX PERFORMANCE INDEX | 30.575,28 | +1,88 % | Xetra |
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