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Berlin/SPD-Spitzenkandidat: Kein Bündnis mit Linke ohne Absage an Antisemitismus
Mo, 21.09.26 12:40· Quelle: dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Berlins SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach erwartet für den Fall einer Zusammenarbeit mit der Linken ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus. Das gelte nicht nur für die Parteispitze, sondern für alle Mitglieder der neuen Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, sagte Krach in Berlin.
Die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, müsse sich eindeutig distanzieren, und es müsse auch Konsequenzen geben, vorher könne es keine Kooperation geben. "Ich erwarte nicht nur Worte, sondern gerade bei solchen Vorfällen wie gestern Taten", sagte Krach mit Blick auf den Besuch eines führenden Clan-Mitglieds auf einer Linken-Wahlparty.
Der Regierungsauftrag liege bei den Linken, die nach der Wahl am Sonntag eine Koalition mit Grünen und SPD auf den Weg bringen könnte. Er gehe davon aus, dass irgendwann ein Gesprächsangebot komme, sagte Krach.
Der SPD-Spitzenkandidat hatte sich zum Thema Antisemitismus bei der Linken vor der Wahl ähnlich geäußert. Zuletzt hatte der Auftritt eines Rappers bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Neukölln für Schlagzeilen gesorgt, er hatte nach Medienberichten ein Lied gegen den Krieg Israels in Gaza, unter anderem "Death to the IDF" (Tod der israelischen Armee), gesungen. Eralp hatte daraufhin gesagt, sie erwarte, "dass aufgeklärt wird, wie es zu so einer Grenzüberschreitung kommen konnte, und dass es Konsequenzen gibt".
Bas: Zusammenarbeit "sehr genau überlegen"
Auch SPD-Bundesvorsitzende Bärbel Bas forderte klare Konsequenzen. "Frau Eralp muss sich eindeutig davon distanzieren und auch ihre Konsequenzen - was sie ja auch angekündigt hat - innerhalb ihrer Partei treffen", sagte Bas bei der Pressekonferenz mit Krach.
"Ich finde, das ist eine ganz schwierige Situation, mit einer Partei zusammenzuarbeiten, die in Teilen oder auch in großen Teilen antisemitisch unterwegs ist", führte Bas aus. Da müsse man sich eine Zusammenarbeit "sehr genau überlegen". Bas äußerte ebenfalls Bedenken mit Blick auf den Besuch eines führenden Clan-Mitglieds auf einer Wahlparty der Linken am Sonntagabend. "Wenn ich sehe, wer da gestern Abend auf der Wahlparty war."/uk/DP/mis
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