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Bundeswirtschaftsministerin: Stromnetzausbau kommt voran
Mi, 29.04.26 21:28· Quelle: dpa-AFX
EMDEN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat bei dem Baustellenbesuch eines Konverters für Offshore-Windstrom in Ostfriesland die Bedeutung des Stromnetzausbaus für die Energiewende hervorgehoben. "Nur mit leistungsfähigen Stromnetzen bringen wir den Windstrom aus dem Norden zuverlässig dorthin, wo er gebraucht wird - zu den Menschen und in die Industrie", sagte die CDU-Politikerin laut einer Mitteilung. Den Konverter, der zurzeit vom Netzbetreiber Amprion südlich von Emden gebaut wird, nannte die Ministerin ein "Schlüsselprojekt für den Netzausbau in Deutschland".
In Emden kommen große Mengen Windstrom von der Nordsee an. Der Konverter von Amprion dient als Drehkreuz, um den Strom von dort aus über eine mehr als 300 Kilometer lange Erdkabelleitung von Ende 2027 an Richtung Nordrhein-Westfalen zu transportieren. In der Anlage wird Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt. Die Kapazität von zwei Gigawatt reicht laut dem Netzbetreiber aus, um zwei Millionen Menschen mit Windenergie zu versorgen.
Reiche: Netzausbau kommt voran
Nach Amprion-Angaben liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Demnächst sollen in der Konverterstation 13 Trafos mit jeweils einem Gewicht von rund 300 Tonnen angeschlossen werden. Seit 2024 baut der Netzbetreiber an der Anlage.
"Der Baufortschritt zeigt: Beim Netzausbau kommen wir voran - und das ist entscheidend für ein stabiles und leistungsfähiges Energiesystem", sagte die Bundeswirtschaftsministerin weiter mit Blick auf das Amprion-Projekt.
Amprion-Chef Christoph Müller kündigte an, in den kommenden drei Jahren jährlich ein großes Leitungsprojekt in Betrieb nehmen zu wollen. "So versorgen wir die Verbrauchszentren im Westen und Süden Deutschlands verlässlich mit Windenergie und senken die Kosten für Netzengpässe um rund 700 Millionen Euro pro Jahr. Das entlastet Stromkundinnen und -kunden spürbar."
Amprion ist einer der vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland neben Tennet, 50Hertz und TransnetBW. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben bis 2030 rund 42 Milliarden Euro in den Ausbau seines Übertragungsnetzes./len/DP/he
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