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WDH: Mehrheit sieht beim Bürokratieabbau null Fortschritt
Sa, 11.04.26 07:31· Quelle: dpa-AFX
(In der Überschrift wurde der Vorspann POLITIK gestrichen.)
BERLIN (dpa-AFX) - Der von der Bundesregierung versprochene Bürokratieabbau ist für die meisten Bürger und Unternehmer bisher nicht spürbar - im Gegenteil. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben 66 Prozent der Bürgerinnen und Bürger derzeit den Eindruck, der bürokratische Aufwand sei seit dem Amtsantritt der schwarz-roten Regierung ungefähr gleich geblieben. 22 Prozent der Teilnehmer der Befragung, deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, sahen sogar eine Zunahme.
Lediglich vier Prozent der Deutschen vertreten demnach die Auffassung, der bürokratische Aufwand sei seit Mai 2025 gesunken. Acht Prozent trauten sich hierzu kein Urteil zu. Die Umfrage wurde zwischen dem 27. März und dem 30. März im Auftrag des European Center for Digital Competitiveness an der ESCP Business School in Berlin durchgeführt.
Koalition hat "umfassenden Rückbau" angekündigt
Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD steht: "Durch eine grundlegende Modernisierung, Verwaltungsreform, einen umfassenden Rückbau der Bürokratie, Ziel- und Wirkungsorientierung und durch eine verlässliche Justiz werden wir unseren Staat wieder leistungsfähig machen." Damit Investitionen wirken könnten, werde man "das gesamte Staatshandeln mit Effizienzsteigerungen und Digitalisierung begleiten".
Fast jeder dritte Manager klagt über mehr Papierkram als vorher
Noch spüren die meisten Unternehmen davon allerdings nichts, wie die Umfrage zeigt, für die zusätzlich 558 Firmeninhaber und Mitarbeiter aus Management und Geschäftsführung befragt wurden. 63 Prozent von ihnen gaben an, der bürokratische Aufwand sei aus ihrer Sicht seit dem Amtsantritt der aktuellen Regierung konstant geblieben. 31 Prozent wollen eine Zunahme des Aufwands festgestellt haben. Vier Prozent der Führungskräfte nahmen eine Reduzierung der Bürokratielast wahr. Zwei Prozent der Befragten antworteten mit "weiß nicht".
"Die Menschen wollen keine weiteren Ankündigungen, sie wollen, dass der Staat endlich einfach funktioniert", kommentiert der Gründer des Zentrums für digitale Wettbewerbsfähigkeit an der ESCP, Philip Meissner. Mitgründer Klaus Schweinsberg sagt rund elf Monate nach dem Regierungswechsel, die Umfrageergebnisse zeigten, dass die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei den Kernthemen für die Wettbewerbsfähigkeit - Digitalisierung und Bürokratieabbau - "klar durchgefallen" sei./abc/DP/zb
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