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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Kursrutsch wegen Nahost-Lage geht weiter
Fr, 20.03.26 18:26· Quelle: dpa-AFX
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte sind am Freitag weiter abgerutscht wegen der eskalierten Lage im Nahen Osten. Neue Angriffe des Irans auf Öl- und Gasinfrastrukturen der Golfstaaten erhöhten weiter die Angst der Anleger, dass sich die Lage am globalen Energiemarkt noch zuspitzt. Verstärkt wurde die Anspannung von einem Bericht im "Wall Street Journal", wonach das US-Verteidigungsministerium drei Kriegsschiffe und Tausende weiterer Marines entsenden soll.
Der EuroStoxx 50
"Da der Konflikt bisher innerhalb des von der US-Regierung angegebenen Zeitrahmens von 4 bis 6 Wochen bleibt, befinden wir uns möglicherweise noch in der Eskalationsphase", warnte der Barclays-Stratege Emmanuel Cau vor der Gefahr weiterer Verluste. Eine Deeskalation sei zwar nicht absehbar, wegen der wachsenden wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Kosten des Krieges aber der wohl logischste nächste Schritt.
Cau ordnete weiter ein, dass Aktien mittlerweile eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit eines längeren Energiepreisschocks eingepreist hätten. 2022 sei der EuroStoxx nach dem russischen Überfall auf die Ukraine um 21 Prozent gefallen, bis der Ölpreis der Sorte Brent damals über 120 Dollar seinen Höhepunkt erreicht habe - jener Marke, die zuletzt auch fast wieder erreicht wurde. Bislang hat der EuroStoxx seit Ende Februar mit etwa zehn Prozent weniger stark nachgegeben.
In der Branchentabelle gab es am Freitag letztlich keine Gewinner, selbst der zuletzt vom hohen Ölpreis gestützte Stoxx Europe 600 Oil & Gas
Relativ gering waren die Verluste im Baustoffsektor
In London waren Unilever mit einem Anstieg um ein halbes Prozent eine positive Ausnahme. Der Konsumgüterkonzern kommt bei seinen Bemühungen um die Trennung vom Lebensmittelgeschäft voran. Informiert wurde über Gespräche mit dem US-Gewürzhersteller McCormick & Co mit noch ungewissem Ergebnis.
Novartis gelang es jedoch nicht, sich dem Marktumfeld nachhaltig zu entziehen. Die Titel gaben um 1,1 Prozent nach infolge der Ankündigung, dass eine Tochter des US-Biotechunternehmens Synnovation Therapeutics übernommen wird. Analysten wiesen darauf hin, dass damit das Portfolio im Bereich der frühen Brustkrebs-Behandlungen gestärkt werde.
In London fielen die Aktien von JD Wetherspoon negativ auf mit einem Kurseinbruch um mehr als zehn Prozent. Die britische Pub-Kette hatte einen deutlichen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr gemeldet./tih/stk
Werte in diesem Artikel
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| CAC 40 INDEX | 7.665,62 | -1,82 % | Euronext Indices |
| EURO STOXX 50 | 5.501,28 | -2,00 % | STOXX |
| FTSE 100 | -- | -- | -- |
| MCCORMICK & COMPANY INC | 53,23 | -1,52 % | NYSE |
| NOVARTIS AG | 115,60 | -1,10 % | SIX Swiss Exchange |
| STXE 600 CONSTR. & MATERIALS IND .. | 781,24 | -0,58 % | STOXX |
| STXE 600 OIL & GAS INDEX (PRICE) .. | 526,19 | -2,06 % | STOXX |
| STXE 600 UTILITIES INDEX (PRICE) .. | 535,02 | -2,70 % | STOXX |
| SWISS MARKET INDEX | 12.320,99 | -1,11 % | SIX Swiss Exchange Indices |
| WETHERSPOON (J D) REGISTERED SHA .. | 555,50 | -10,55 % | London Stock Exchange |
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