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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Börsen leiden unter Angst vor Energiekrieg
Do, 19.03.26 18:30· Quelle: dpa-AFX
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Börsen sind am Donnerstag wegen der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten stark unter Druck geraten. Angriffe des Irans auf die Flüssiggasanlagen in Katar und die Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump verstärkten die Sorgen, dass ein Energiekrieg entsteht. Wieder angezogene Öl- und Gaspreise hielten die Inflations- und Konjunkturängste der Anleger hoch.
Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx
Die Europäische Zentralbank (EZB), die die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert beließ, betonte angesichts des Iran-Krieges die Gefahr eines Preisschubs in der Eurozone. "Die hohe Unsicherheit hierüber rechtfertigt die vorerst noch abwartende Haltung der EZB", schrieb der Analyst Christian Lips von der NordLB. Die negativen Erfahrungen aus dem Jahr 2022 sprächen für hohe Wachsamkeit und ein eher frühes, dafür aber maßvolles Gegensteuern.
Experten zufolge warf auch der Große Verfall an den Terminbörsen seine Schatten voraus, der am Freitag stattfindet. "Die Stimmung auf dem Börsenparkett verschlechtert sich im Gleichklang mit der abnehmenden Bereitschaft der institutionellen Anleger, weiter hohe Aktienquoten in ihren Portfolios halten zu wollen", merkte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets, dazu an.
Die Entwicklung der Einzelsektoren spiegelte die jüngste Entwicklung wider. Einziger Sektor im Plus waren Ölwerte. Entsprechend waren die beiden größten unter den wenigen Gewinnern im EuroStoxx Totalenergies und Eni mit Anstiegen um bis zu 4,2 Prozent.
Massive Verluste erlitten dagegen energieintensive und konjunkturabhängige Werte, allen voran jene aus dem Rohstoff-
Auch Autowerte
Unter den kleineren Werten gelang es DocMorris nicht, die zeitweisen Gewinne über die Ziellinie zu bringen. Aus dem Handel gingen die Papiere der Online-Apotheke 2,6 Prozent tiefer. Das Unternehmen hatte für 2025 erneut tiefrote Zahlen berichtet. Gleichzeitig wurden die Erwartungen beim operativen Ergebnis erfüllt. Zudem bekräftigte das Unternehmen seine Ziele für 2026.
Ein großer Verlierer waren im Chemiesektor noch die Titel von Akzo Nobel, die nach einer Abstufung der Investmentbank Barclays um 7,5 Prozent abrutschten. Länger hohe Ölpreise setzten den Farbenhersteller im Vergleich zu anderen Chemieunternehmen unter besonders hohen Margendruck, argumentierte die Epxertin Katie Richards. Steigende Kosten könne Akzo Nobel nur langsam weiterreichen./tih/jha/
Werte in diesem Artikel
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| AKZO NOBEL N.V. | 50,98 | +3,62 % | Euronext Amsterdam |
| ARCELORMITTAL S.A. | 46,25 | +5,50 % | Euronext Amsterdam |
| CAC 40 INDEX | 7.981,17 | +2,10 % | Euronext Indices |
| DOCMORRIS AG | 4,832 | +0,46 % | SIX Swiss Exchange |
| ENI SPA | 24,005 | -3,40 % | Euronext Milan |
| EURO STOXX 50 | 5.724,63 | +2,78 % | STOXX |
| FTSE 100 | -- | -- | -- |
| RIO TINTO PLC REGISTERED SHARES .. | 7.131,125 | +2,69 % | London Stock Exchange |
| STXE 600 AUTOMOBILES & PARTS IND .. | 461,54 | +2,31 % | STOXX |
| STXE 600 BASIC RESOURCES INDEX ( .. | 767,38 | +3,56 % | STOXX |
| STXE600 REAL ESTATE INDEX (PRICE .. | 123,69 | +2,91 % | STOXX |
| SWISS MARKET INDEX | 13.010,10 | +1,83 % | SIX Swiss Exchange Indices |
| TOTALENERGIES SE | 78,89 | -2,50 % | Euronext Paris |
| VONOVIA SE | 22,46 | +4,17 % | Xetra |
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