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ROUNDUP: Puma stellt Aktionäre auf weiteres Verlustjahr ein
Do, 26.02.26 12:26· Quelle: dpa-AFX
HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der kriselnde Sportartikelhersteller Puma ist im vergangenen Jahr tief in die Verlustzone gerutscht. Hohe Lagerbestände im Zusammenhang mit einer schwächeren Nachfrage, hohe Kosten für das laufende Restrukturierungsprogramm sowie Abschreibungen lasteten auf der Jahresbilanz. Puma strich im Zuge dessen die Dividende für die Aktionäre. Für 2026 geht Puma von weiteren Umsatzrückgängen aus. Dabei wird das Unternehmen weiter rote Zahlen schreiben, auch wenn sich die Verluste deutlich reduzieren dürften.
"2025 war für uns ein Reset-Jahr. Unser Ziel ist es, Puma als eine Top-3 Sportmarke weltweit zu etablieren, wieder über dem Branchendurchschnitt zu wachsen und mittelfristig gesunde Gewinne zu erzielen", kommentierte Konzernchef Arthur Hoeld die Entwicklung. Mit den Fortschritten im Zuge der Neuausrichtung zeigte sich der Manager "zufrieden". "Wir haben unseren Vertrieb zu großen Teilen bereinigt, indem wir Rabatte in unseren eigenen Kanälen reduziert und unsere Präsenz in Großhandelskanälen verringert haben, die unserer Marke schaden."
Die im MDax notierte Aktie legte Donnerstagmittag dennoch um rund drei Prozent zu. Zu Handelsbeginn waren die Gewinne noch deutlich höher gewesen. Anleger zeigten sich erleichtert. So seien die Zahlen zum Schlussquartal weniger schlecht ausgefallen als befürchtet, kommentierte Analyst Thomas Maul von der DZ Bank. "Wie erwartet gibt es keine Dividende für 2025." Auch beim Ausblick blieben negative Überraschungen aus. Dieser liege auf Höhe des Konsenses, so der Experte. "Diese Prognose mag zwar konservativ erscheinen, liegt aber etwas über den Markterwartungen", schrieb dagegen RBC-Analyst Piral Dadhania. Für das vierte Quartal hob er ein etwas besser als gedachtes Bekleidungsgeschäft hervor.
2025 stand im fortgeführten Geschäft unter dem Strich ein Fehlbetrag von 643,6 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 280,7 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Die Kosten für das Sanierungsprogramm wurden dabei überwiegend im vierten Quartal verbucht. Der Umsatz von Puma brach im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro ein. Währungsbereinigt lag das Minus bei 8,1 Prozent.
Für das neue Geschäftsjahr geht Puma von einem weiteren Rückgang des Umsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Dabei dürfte sich die zweite Jahreshälfte besser entwickeln als die ersten sechs Monate, hieß es in einer Telefonkonferenz. 2027 soll das Unternehmen wieder zu Wachstum zurückkehren.
Aktionäre müssen sich dabei auch 2026 auf weitere Verluste einstellen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht Puma bei minus 50 bis minus 150 Millionen Euro, da weitere Kosten für die Neuausrichtung auflaufen werden, wenn diese auch deutlich geringer ausfallen dürften als im Jahr zuvor. 2025 summierte sich der operative Fehlbetrag auf rund 357 Millionen Euro.
Hoeld hatte im dritten Quartal einen Konzernumbau angestoßen, der die Konzentration auf Kernsportarten, weniger Produkte und den Ausbau des Direktgeschäfts mit den Konsumenten vorsieht. Dazu sollen Lagerbestände abgebaut, unrentable Läden geschlossen und insgesamt 1.400 Stellen gestrichen werden.
Den Einstieg des chinesischen Sportartikelherstellers Anta begrüßte Hoeld erneut; der Manager erwartet sich durch den neuen Großaktionär Unterstützung bei der strategischen Ausrichtung. Was das eigene Geschäft in China angeht, könnte der neue Investor jedoch zunächst kurzfristig negative Auswirkungen haben, nimmt Hoeld an. So gebe es bei einigen Großhandelskunden etwas Nervosität, wie das künftige Vertriebsmodell bei Puma aussehen könnte. Anta setzt in China allein auf den Direktvertrieb, Puma hat bislang ein gemischtes Modell. Mittel- und langfristig geht der Konzernchef jedoch von besseren Aussichten durch den Anta-Einstieg aus.
Die Chinesen mit Marken wie Atomic, Fila, Jack Wolfskin, Salomon und Wilson hatten Ende Januar angekündigt, 29,06 Prozent an Puma von der französischen Milliardärsfamilie Pinault für insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro zu übernehmen./nas/err/stk
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