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Organisation: 214 Schiffe an asiatischen Stränden abgewrackt
Mo, 02.02.26 07:16· Quelle: dpa-AFX
HAMBURG/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die meisten Hochseeschiffe werden einer internationalen Nichtregierungsorganisation zufolge weiter unter gefährlichen Bedingungen an asiatischen Stränden abgewrackt. Vergangenes Jahr seien weltweit 321 Schiffe an Abwrackwerften verkauft worden, berichtete die Shipbreaking Platform in Brüssel. 214 davon werden in Südasien verschrottet.
"Bangladesch und Indien sind nach wie vor die erste Wahl der Schifffahrtsindustrie für die Verschrottung", heißt es in der Mitteilung der Nichtregierungsorganisation. Dabei sei dokumentiert, dass dort an Stränden unter menschen- und umweltgefährdenden Bedingungen gearbeitet werde.
Elf Arbeiter sind laut Bericht getötet worden
Nach Angaben der Shipbreaking Platform haben in Südasien vergangenes Jahr elf Arbeiter von Abwrackwerften das Leben verloren. Mindestens 62 seien verletzt worden, weil Sicherheitsstandards nicht eingehalten worden seien.
Hunderte Tanker der Schattenflotte müssen abgewrackt werden
Die Shipbreaking Platform weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren wegen hoher Nachfrage an Transporten eher wenige Schiffe abgewrackt worden seien. Die Organisation geht davon aus, dass sich die Entwicklung in den nächsten Jahren umkehren wird. Ein Rückstau habe sich gebildet.
So müssten Hunderte Tanker von Schattenflotten in den nächsten Jahren verschrottet werden. Einer Schattenflotte gehören Schiffe an, die genutzt werden, um den westlichen Sanktionssystemen zu entgehen.
Kritik: Neue Konvention wird Erwartungen nicht gerecht
Im Juni 2025 ist die Hongkong-Konvention in Kraft getreten, die internationale Standards für das Schiffsrecycling festgelegt. In der Europäischen Union gelten bereits strengere Regeln.
Die Shipbreaking Platform kritisiert: Auch in bangladeschischen Abwrackwerften, die unter die Konvention fielen, sei es zu Unfällen gekommen. "Es ist offensichtlich, dass die Hongkong-Konvention keinen Standard festlegt, der sichere und umweltverträgliche Praktiken gewährleistet", sagte die Geschäftsführerin der Organisation, Ingvild Jenssen./lkm/DP/zb
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