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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Börsen brechen wegen Iran-Krieg ein
Di, 03.03.26 18:39· Quelle: dpa-AFX
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - An den europäischen Aktienmärkten hat sich am Dienstag die Talfahrt im Zuge des Iran-Kriegs beschleunigt. Dieser werde politisch als Eskalation wahrgenommen - an den Finanzmärkten sei er vor allem ein Energie-, Inflations- und Zinsereignis, schrieb Beat Thoma, Anlagechef des Vermögensverwalters Fisch Asset Management. Entscheidend sei die Straße von Hormus: Ein beträchtlicher Teil des globalen Ölflusses sowie relevante LNG-Mengen liefen durch dieses Nadelöhr. "Bleibt der Seeweg länger gestört, droht nicht nur ein Ölpreisschub, sondern auch ein Gas-/LNG-Schock", fuhr der Experte fort. Gerade letzteres sei in Europa oft der sensiblere Treiber für Inflationserwartungen und langfristige Renditen.
Der EuroStoxx 50
Außerhalb der Eurozone büßte der britische Leitindex FTSE 100
Israel hat bei neuen Angriffen auf Teheran wieder den iranischen Machtapparat ins Visier genommen. Äußerungen von US-Regierungsmitgliedern warfen derweil neue Fragen zur Begründung der Angriffe auf - insbesondere, ob sich die USA von Israel in den Krieg hineinziehen lassen haben, der schon jetzt Folgen für einen großen Teil des Nahen Ostens hat.
Damit dominiert Unsicherheit an den Börsen. "Diejenigen Anleger, die auf kurze Beine geopolitischer Börsen gesetzt haben, werden derzeit eines Besseren belehrt", schrieb Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Investoren sorgten sich wegen Lieferunterbrechungen und einer möglichen Ausweitung des Konflikts.
Die Entwicklung der einzelnen Sektoren spiegelte diese Bedenken wider. Die von intakten Lieferketten abhängige Einzelhandelsbranche
Unter den Einzeltiteln rutschten Zurich mit einem Minus von 6,7 Prozent an das SMI-Ende. Der Versicherungskonzern hatte mit einer Kapitalerhöhung Milliarden für die Finanzierung der geplanten Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley eingesammelt.
Als klares Schlusslicht im "Footsie" brachen die Papiere des Prüf- und Inspektionsunternehmens Intertek nach der Präsentation von Geschäftszahlen um mehr als 18 Prozent ein. Analysten verwiesen auf ein langsameres Wachstum in den letzten Monaten 2025 sowie auf Prognosen für Restrukturierungskosten und Nettofinanzierungskosten, die höher ausgefallen seien als erwartet./la/jha/
Werte in diesem Artikel
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| BANCO SANTANDER SA | 9,536 | -1,15 % | BME Continuous Market |
| BEAZLEY PLC REGISTERED SHARES LS .. | 1.288,00 | 0,00 % | London Stock Exchange |
| CAC 40 INDEX | 7.911,53 | -0,91 % | Euronext Indices |
| EURO STOXX 50 | 5.716,61 | -0,56 % | STOXX |
| FTSE 100 | -- | -- | -- |
| INTERTEK GROUP | 3.734,00 | -3,86 % | London Stock Exchange |
| STXE 600 BANKS INDEX (PRICE) (EUR) | 332,15 | -1,24 % | STOXX |
| STXE 600 RETAIL INDEX (PRICE) (EUR) | 461,44 | -0,19 % | STOXX |
| STXE 600 TELECOMMUNICATIONS INDE .. | 305,56 | +1,15 % | STOXX |
| SWISS MARKET INDEX | 12.839,27 | -0,02 % | SIX Swiss Exchange Indices |
| ZURICH INSURANCE GROUP AG | 538,20 | +0,71 % | SIX Swiss Exchange |
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