Negativer Realzins: Jeder Hesse verliert 552 Euro pro Jahr

Quickborn, 26.09.2017

  • Auch Bayern und Baden-Württemberger büßen jährlich rund 500 Euro ein
  • Bundesländer im Norden verzeichnen tendenziell geringere Verluste
  • Deutsche verlieren 1,9 Prozent ihres Einkommens durch Inflation

 

Quickborn, 26. September 2017. Nirgendwo in Deutschland verlieren die Menschen durch negative Realzinsen so viel Geld wie in Hessen: 552 Euro pro Kopf und Jahr beträgt der durchschnittliche Vermögensverlust dort durch Geldeinlagen, deren Verzinsung unterhalb der Inflationsrate liegt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Baden-Württemberg mit 542 sowie Bayern mit 486 Euro Pro-Kopf- Verlust. Dies sind Ergebnisse der Regionalauswertung des aktuellen comdirect Realzins-Radars, der in Zusammenarbeit mit Barkow Consulting entwickelt wurde.

 

Auch im Verhältnis zum Einkommen liegen die Hessen an der Spitze. Jeder Bundesbürger verliert durch den negativen Realzins im Schnitt 1,9 Prozent seines Einkommens. Bei den Hessen sind es 2,5 Prozent. Dass gerade sie mit ihrer Nähe zum Finanzstandort Frankfurt so hohe Verluste verzeichnen, überrascht. Allerdings gibt es nachvollziehbare Gründe für dieses Phänomen. Denn einerseits liegt das Bundesland bei der jährlichen Sparleistung pro Kopf mit 2.600 Euro in der Spitzengruppe. Und andererseits haben die hessischen Sparer mit einer der höchsten Inflationsraten in Deutschland zu kämpfen.

 

Insgesamt zeigt der Realzins-Radar beim Pro-Kopf-Verlust und beim Vermögensverlust im Verhältnis zum Einkommen ein Nord-Süd-Gefälle: So verlieren Sparer in Sachsen-Anhalt jährlich nur 1,1 Prozent ihres Einkommens oder 211 Euro pro Kopf. Das ist nicht einmal halb so viel wie in Hessen, Baden-Württemberg oder Bayern. Ähnlich sieht es in Thüringen (262 Euro Pro-Kopf-Verlust), Niedersachsen (277 Euro) oder Bremen (280 Euro) aus. Einzig Hamburg fällt mit einem Pro-Kopf-Verlust von 458 Euro aus dem Rahmen.

 

„Auch wenn die Unterschiede zwischen den Bundesländern zum Teil deutlich sind, gibt es eine Gemeinsamkeit“, erklärt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von comdirect. „Die große Mehrheit der Sparer in Deutschland erleidet dauerhaft reale Vermögensverluste. Ein langfristiger Vermögensaufbau, zum Beispiel für die Altersvorsorge, ist damit kaum möglich.“

 

Gerade für langfristig orientierte Sparer führe daher beim langfristigen Vermögensaufbau an Wertpapieren kein Weg vorbei. Trotzdem scheuen viele Anleger davor noch zurück. „Dabei ist die Geldanlage in Wertpapiere kein Hexenwerk und auch schon mit vergleichsweise geringen Beträgen möglich“, sagt Walter. So sei mit cominvest, dem digitalen Anlageservice von comdirect, die Geldanlage in Wertpapiere bereits ab einer Einmaleinlage von 3.000 Euro möglich. cominvest übernimmt auf Wunsch auch die laufende Überwachung und gegebenenfalls Anpassung des Portfolios. Walter: „So geht Geldanlage heute: einfach und digital.“

 

Zum comdirect Realzins-Radar:
Daten für das Volumen und die Zinssätze von Geldanlagen (Tagesgeld, Termin- & Spareinlagen) entstammen dem Credit Benchmark Model® von Barkow Consulting. Die Zinssätze entsprechen dem Durchschnitt des Bestandes. Als Basis werden Rohdaten der Deutschen Bundesbank sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) verwendet. Die Realverzinsung errechnet sich aus dem Nominalzins der einzelnen Geldanlagen abzüglich der Inflationsrate. Von der Berücksichtigung einer etwaigen Besteuerung der Zinserträge wird abgesehen. Zur Ermittlung des absoluten Realzinsverlustes bzw. -gewinnes wird der jeweilige Realzinssatz von Tagesgeld, Spareinlagen und Festgeldern auf die entsprechenden Bestände angewendet.

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