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Was die Rückkehr der Inflation für Anleger bedeutet

Das Statistische Bundesamt hat am 15.06.2021 zum 5. Mal in Folge einen steigenden Verbraucherpreisindex für Deutschland bekanntgegeben. Demnach lag die aktuelle Inflationsrate im Mai 2021 um 2,5 % über dem Vorjahresniveau und 0,5 % höher als im April. Im Gegensatz zur minimalen Deflation, in der wir uns in der 2. Jahreshälfte 2020 befanden, verzeichnet die deutsche Wirtschaft seit Beginn dieses Jahres also wieder Preissteigerungen. Das wirft bei einigen Anlegern Fragen zu den Auswirkungen von Inflation auf ihre Kapitalanlagen auf. Vor allem junge Anleger, für die Inflation lange nur ein abstrakter Begriff war, die aber seit der Pandemie verstärkt in Aktien investieren, sind jetzt mit den Preissteigerungen konfrontiert. Doch was hat Inflation zu bedeuten und wie können Anleger damit umgehen?

Preissteigerungen sind nicht nur in einem gewissen Maß erwünscht, sondern auch die logische Folge verschiedener Faktoren: So wurde die Mehrwertsteuer nach der zeitlich befristeten Senkung in der 2. Jahreshälfte 2020 zum Jahresbeginn 2021 wieder angehoben. Zudem hat die Corona-Pandemie Spuren bei zahlreichen Unternehmen und Branchen hinterlassen: Lockdowns, Umsatzausfälle, erschwerte Bedingungen sowie global gestörte Lieferketten führen teils zu höheren Kosten, sinkenden Gewinnen bzw. schrumpfenden Margen oder zu erhöhter Nachfrage – Umstände, die die Unternehmen durch höhere Preise an die Verbraucher weitergeben.

Inflation löst Sorgen bei Anlegern aus
Eine positive Inflationsrate wirkt sich nicht nur auf den Kreditmarkt oder die Verbraucherpreise aus, sondern auch auf langfristige Geldanlagen: So entwertet die Inflationsrate die Kaufkraft des Vermögens. Darüber hinaus verbinden viele Anleger inflationäre Preise mit der Sorge, dass die Notenbanken die Leitzinsen (wieder) anheben. In der Folge würde die Assetklasse Anleihen im Vergleich zu Aktieninvestments attraktiver, während Unternehmen gleichzeitig mehr Geld für Kredite und andere Ausgaben aufwenden müssten.

Diese Sorge lässt sich allerdings aktuell nicht mit Fakten belegen. Zum einen sind weder von der US-amerikanischen noch von der europäischen Zentralbank Bestrebungen bekannt, die Leitzinsen anzuheben. Zum anderen erhöht eine steigende Inflationsrate den Konsum und kurbelt dadurch die Wirtschaft an – was sich wiederum positiv auf Unternehmen und Aktienmärkte auswirkt.

Wie Anleger mit der Inflation umgehen sollten
Mit Blick auf die Inflation gibt es 2 wichtige Grundregeln für Anleger:

  1. Das Kapital sollte nicht auf einem Sparbuch oder Girokonto verbleiben, sondern (langfristig) investiert werden
  2. Die erwartete Rendite des Investments sollte im besten Fall die erwartete Inflationsrate übersteigen

So schaffen Anleger eine gute Grundlage dafür, dass ihr Kapital nicht an Wert verliert. Börsengehandelte Investments können diese Möglichkeit in unterschiedlichsten Risikoabstufungen bieten. Darüber hinaus kann ein vertrauensvoller Partner bei der Geldanlage unterstützen. Um seinen Kunden entsprechend ihrer Risikoneigung eine passende Anlagestrategie anbieten zu können, greift cominvest auf einen geprüften und bewährten Prozess zurück, in dem die digitale Vermögensverwaltung geeignete Wertpapiere für die Portfolios ihrer Kunden auswählt. Dafür setzt cominvest auf eine erprobte Investmenttechnologie, die systematisch und objektiv passende Wertpapiere aus einem breiten, weltweit gestreuten Anlageuniversum herausfiltert und die Kundenportfolios danach automatisch umschichtet, sollte die Marktlage es erfordern.

Fazit: Investieren statt sparen
Angst oder gar Panik ist bei Geldanlagen grundsätzlich ein schlechter Berater. Das gilt auch oder sogar insbesondere bei Inflation. Eine gewisse Inflationsrate ist in Europa nicht nur erwünscht, sondern auch für Wirtschaft und Kapitalmärkte förderlich. Wirklich „gefährdet“ ist Vermögen in einer Inflation nur dann, wenn es auf dem Sparbuch oder Girokonto liegt und nicht investiert ist. Denn dann vermehrt es sich nicht, sondern das Kapital verliert an Wert. Davon unberührt ist der sogenannte Notgroschen, den man stets schnell verfügbar haben sollte. Für darüber hinausgehende Geldanlagen kann es eine bessere Lösung sein, das Kapital langfristig zu investieren. Grundsätzlich gilt jedoch immer: Je größer die Chance auf Rendite im Vergleich zur Inflationsrate ist, desto risikobereiter müssen Anleger sein.

Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Wertpapieren in ausländischer Währung kann es zu Wertverlusten durch Wechselkursveränderungen kommen. Dieser Text dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung und keine Anlageempfehlung dar. Er soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung.