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Wie digital wird’s denn noch? 

Remote-Arbeit. Online-Shopping. Social Distancing. Alle diese Begriffe bewerben sich dank der Corona-Krise für das Unwort des Jahres. Während viele Unternehmen um ihre Existenz bangen oder schon aufgeben mussten, bekommt die Digitalisierungsbranche einen regelrechten Boost.

Sobald irgendwie möglich, wird nun auf Remote-Zusammenarbeit gesetzt. Das bringt diejenigen auf den Plan, die davon profitieren. Wir schauen auf einige Unternehmen, die durch die neue Situation im Moment auf der Sonnenseite stehen. In Krisenzeiten müssen wir besonders selektiv investieren und die erfolgreichen Nadeln im Digitalisierungshaufen finden. Vor allem fragen wir uns: Ist bei den heißen Kandidaten noch Luft nach oben?

Boost dank Remote: TeamViewer, Slack und Amazon 

Es gibt sie: Aktien, die trotz der Krise ordentlich profitiert haben (Stand heute). Die TeamViewer-Aktie oder die Slack-Aktie beispielsweise. Bei beiden Aktien handelt es sich um Softwareunternehmen, die ihr Geld damit verdienen, dass sich Menschen online austauschen und zusammenarbeiten. Durch den Umstand, dass viele Unternehmen ihre Arbeitsprozesse auf Online-Zusammenarbeit umstellen mussten – es war ja teilweise nicht mal mehr erlaubt, ins Büro zu fahren –, haben einige Investoren auf ebendiese Unternehmen gesetzt. Das war eine gute Idee, denn die Corona-Krise treibt die Digitalisierung in vielen Unternehmen energisch voran. Natürlich greift man dabei auf professionelle Lösungen etablierter Unternehmen zurück und gründet nicht unbedingt die nächste WhatsApp-Chatgruppe. Kollaborationssoftware verkauft sich in diesen Zeiten prächtig. TeamViewer war erst Ende 2019 an die Börse gegangen, Slack nur wenig früher. Zwei Erfolgstorys, die zeigen, dass in Krisenzeiten auch unkonventionelle Aktien gefragt sein können, wenn die konventionellen Unternehmen neue Lösungen brauchen.

Ein bisschen länger schon dabei, aber nicht minder erfolgreich in der Krise ist Amazon, der größte Versandhändler der Welt. Denn wo bekommen wir neue Klamotten, Technik und Haushaltswaren her, wenn die Läden geschlossen haben? Natürlich online. So simpel diese Überlegung klingt, viele Börsianer waren zu Beginn der Pandemie skeptisch. Denn die Amazon-Aktie war in den letzten Jahren schon sehr stark unterwegs. Außerdem sinkt in Krisenzeiten der private Konsum, eine Kennzahl, von der Amazons Erfolg abhängig ist. Zudem hat Amazon Mitarbeiter, die vor Ort in den Verteilerzentren arbeiten, und da gab es bekanntermaßen drastische Einschränkungen. Die Aktie verlor in den ersten Wochen der Krise tatsächlich an Wert, konnte dann jedoch durchstarten. Schnell erreichte Amazon neue Rekordhochs, die Umsätze waren einfach traumhaft. Manchmal liegen die einfachen Lösungen an der Börse genau vor unserer Nase.

Die Krise ist selektiv, deshalb sollten auch wir es sein 

Wir können von diesen Beispielen lernen. Durch den Lockdown in vielen Ländern knickte der Gesamtmarkt im Februar und März zunächst ein. Panik und Angst machten sich breit, das ist ganz normal für eine solche Krise. Bei so gut wie jeder Aktie kann man im Chartbild den „Corona-Knick“ sehen, denn in der ersten Reaktion wurden alle Aktien verkauft. Krisen sind jedoch meist selektiv. Das bedeutet, wir können zu einem bestimmten Zeitpunkt sehen, dass manche Aktien schnell wieder gekauft werden, andere in der roten Zone verbleiben, weil diese Unternehmen nachhaltigen Schaden davongetragen haben. Die Aktien von Unternehmen, die im Digitalisierungsbereich Produkte anbieten, erholten sich sehr schnell von ihrem „Corona-Knick“ und konnten sogar ihre vorigen Hochs übertreffen. Im Nachhinein klingt das logisch, während eines Kurseinbruchs sind solche Zusammenhänge nicht immer so eindeutig zu erkennen. Ein Blick in die Nachrichten hilft da manchmal. Zum Beispiel haben die Unternehmen Twitter und Square verkündet, dass ihre Mitarbeiter auch nach der Krise für immer von zu Hause aus arbeiten können.

... und das heißt, es könnte noch weitergehen 

Jetzt sind viele Unternehmen plötzlich auf Remote-Arbeit ausgerichtet. Einige Arbeitnehmer werden auch in der Zukunft noch von zu Hause aus arbeiten können. Die Stellenausschreibungen beinhalten heute in fast allen Fällen einen Passus zur Homeoffice-Regelung. Die jüngeren Generationen erwarten diese Möglichkeiten einfach in ihrem Arbeitsleben. Remote ist normal. Die Digitalisierungsbranche hat womöglich die Zündung bekommen, auf der nun weiter aufgebaut werden kann. Vor allem Produkte in den Bereichen Cloud- und Kollaborationslösungen könnten in Zukunft den ganzen Sektor pushen. Eine Trendumkehr ist durch die weiterlaufende Vernetzung der Welt kaum vorstellbar. Außerdem gibt es positive Effekte für die Unternehmen. Sie sparen durch Remote-Arbeit Geld für Büromiete und Material, es kann international rekrutiert werden und für uns Arbeitnehmer ist es auch gut. Wir können Familie und Beruf besser kombinieren. Für alle diese Vorhaben braucht es Softwarelösungen, die uns alle miteinander vernetzen.

  • Krisen schaffen für einen bestimmten, aber schwer vorhersagbaren Zeitraum Faktoren mit negativen Vorzeichen für bestimmte Branchen.
  • Für andere Branchen gibt es jedoch positive Entwicklungen: Bei Corona sind das vor allem Anbieter von digitalen Dienstleistungen jeder Art, Softwareentwickler, Versanddienste, Pharmazie und Forschung.

 

 

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