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Was tun, wenn die Quartalszahlen vor der Tür stehen? 

Unabhängig davon, ob wir uns in Krisenzeiten bewegen oder nicht: Unternehmen an der Börse zeigen ihre Bücher nach jedem abgelaufenen Quartal.

Dann erhalten Analysten, Investoren, Trader und Medien Einblicke in die Geschäftszahlen. Viele Unternehmen geben dazu auch einen Ausblick auf die kommenden Quartale und legen Prognosen vor, wie sich das Geschäft weiterentwickeln könnte. In Krisenzeiten sind die Unternehmen verständlicherweise in diesem Punkt zurückhaltender. Analysten schrauben ihre Erwartungen nach unten und uns als Investoren bieten solche Umstände häufig eine gute Gelegenheit, die Spreu vom Weizen zu trennen und auf Schnäppchenjagd zu gehen. Wir klären heute, worauf wir bei Quartalszahlen und ihrer Präsentation achten sollten.

Auf diese Kennzahlen kommt es an 

Die klassischen Kennzahlen eines Quartalsberichts sind EPS (Earnings per Share, zu Deutsch: Gewinn pro Aktie), der Umsatz und natürlich der Gewinn bzw. Verlust. Diese Zahlen sind am wichtigsten. Natürlich gibt es je nach Unternehmen noch weitere Kennzahlen wie Absatz an Neuwagen oder neue Nutzer auf der Plattform. Je nach Unternehmen sind diese wichtig oder weniger wichtig. Ein gutes Beispiel, an dem dieser Umstand deutlich wird, ist die Aktie von Apple. Seitdem es das iPhone gibt, achten die Börsianer bei den Quartalszahlen von Apple vor allem auf die Verkaufszahlen der iPhones. Sie gelten als Herzstück des Unternehmens, selbst wenn Apple viele andere Produkte wie Laptops, Computer, Software oder Cloud-Services anbietet. Laufen die Verkäufe von iPhones gut, dann ist das ein Indiz für Investoren, dass es bei Apple gut läuft. Für unsere Investments ist es also entscheidend, dass wir wissen, auf welche Kennzahlen wir uns neben dem Gewinn bei den bevorstehenden Quartalsberichten fokussieren müssen. Je nach Unternehmen und Branche können sie unterschiedlich sein.

Die Wichtigkeit des Ausblicks 

An der Börse wird die Zukunft gehandelt. So lautet eine alte Weisheit der Märkte und neben den eben genannten Kennzahlen ist der Ausblick eine der wichtigsten Informationen eines Quartalsberichts. Allerdings ist er auch am schwierigsten zu beurteilen. Denn die Zukunft kennt keiner. Die Unternehmen müssen abwägen, ob sie die Erwartungen niedrig halten und damit Skepsis bei den Anlegern provozieren oder ob sie euphorisch sind und damit möglicherweise Enttäuschungen hervorrufen. Zu Beginn der Corona-Krise haben viele Unternehmen ihre vorher gestellten Jahresprognosen gekappt und mitgeteilt, dass sie durch die Krise nicht ihr erwartetes Ergebnis erreichen werden. Auch das war ein Grund für fallende Kurse auf breiter Front. Während der Krise stellte sich dann jedoch heraus, dass viele Unternehmen robuste Geschäftsmodelle haben, die auch in der Krise funktionieren. Sie präsentierten doch gute Zahlen und die Kurse stiegen entsprechend rasant wieder an. In den USA sogar bis auf neue Allzeithochs. Die Ambivalenz von Ausblicken und Prognosen wird dadurch sehr deutlich und aus diesem Grund müssen wir sie mit größter Vorsicht lesen.

Quartalsberichte mit Vorsicht genießen 

Es gibt einige Händler, die sich speziell auf die viermal im Jahr stattfindende sogenannte „Berichtssaison“ vorbereiten. Beispielsweise ist in der Corona-Krise zu erwarten, dass Online-Händler wie Amazon, Zalando und andere gute Zahlen liefern. Natürlich gibt es auch dafür keine Garantie. Durch Missmanagement oder andere Faktoren könnten die Zahlen auch schlecht sein. Wegen der Lockdowns in vielen Ländern blieb den Menschen allerdings kaum eine andere Möglichkeit, als online einzukaufen. Einhergehend damit steigen jedoch auch die Erwartungen an diese Unternehmen bis zu einem Maß, dass sie möglicherweise zu hoch werden und die Zahlen dann enttäuschen könnten. So kann es passieren, dass gute Zahlen eines Unternehmens trotzdem zu einem Verkauf der Aktie führen, weil sie eben nicht den Erwartungen entsprechen.

Aus diesem Grund macht es Sinn, die Analystenprognosen für die verschiedenen Unternehmen vor der Präsentation der Quartalszahlen anzuschauen. Erscheinen die Erwartungen sehr hoch – zum Beispiel im Vergleich zum Vorjahresquartal –, dann ist Vorsicht geboten. Sind die Erwartungen hingegen sehr gering, das Geschäftsmodell oder Produkt jedoch vielversprechend, könnte es sich um eine gute Kaufgelegenheit vor dem Bericht handeln. Wie immer ist es wichtig, informiert zu sein und sich anhand einer fundierten Recherche eine eigene Meinung zu bilden. So können wir die individuell besten Entscheidungen treffen und sind eigenständig und sicher an den Märkten unterwegs.

  • Wir sollten als Investoren das Datum des Quartalsberichts der Unternehmen in unserem Depot kennen.
  • Quartalsberichte können einen starken Einfluss auf den Aktienkurs haben – in beide Richtungen.
  • Mit Quartalsberichten werden nicht nur vergangene Zahlen präsentiert, sondern auch ein Ausblick auf kommende Quartale gegeben.
  • Aktuelle und vergangene Quartalsberichte finden sich auf der Website des Unternehmens (meist unter „Investor Relations“).

 

 

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