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Die Muster von Krisen 

Krisen an den Börsen folgen meistens bestimmten Mustern. Diese Muster können uns dabei helfen, kluge Handelsentscheidungen zu treffen und unser eigenes Mindset zu trainieren.

Denn genau wie der nächste Regen kommt die nächste Krise bestimmt. Niemand kann wissen wann oder warum, aber Krisen hat es immer schon gegeben. Aus verschiedensten Gründen. Lernen wir die Muster von Krisen kennen, können sie uns dabei helfen, unaufgeregt und besonnen damit umzugehen. Wir können uns für die Zukunft rüsten, um beim nächsten Mal früher und vor allem besser zu reagieren. Gefühle wie Angst und Panik gehören dann der Vergangenheit an und eine Krise an den Märkten kann uns nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen. Wie sehen sie also aus, die Muster, die eine Krise ausmachen?

Nicht immer nur abwärts 

Krisen bedeuten nicht immer nur starke Kursverluste. Es gab Krisen, bei denen Kurse zunächst ordentlich angestiegen sind. Denken wir nur an die Dotcom-Blase, bei der es zunächst nach einer unvergleichbaren Rallye an den Märkten der Tech-Aktien aussah. Durch eine starke Spekulation entstand eine Marktblase. Auch wenn es zunächst nicht danach aussah, war dies der Beginn der Krise. Der große Hype, auch durch die Medien getrieben, begünstigte diesen Umstand noch. So stark die Kurse nach oben gingen, so stark fielen sie auch wieder in sich zusammen. Krisen, egal ob nun aufwärts oder abwärts, zeigen sich oft durch starke Kursreaktionen. Diese Reaktion kann andauern, manchmal kann es über Wochen in eine Richtung gehen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt kehrt sich diese starke Bewegung jedoch wieder deutlich um. Ein weiteres Beispiel ist der Bitcoin-Hype 2017. Der Kurs stieg von unter 1.000 US-Dollar auf über 20.000 US-Dollar und ging dann innerhalb von 2 Monaten wieder auf unter 5.000 US-Dollar zurück. Für Krisen typisch, schwankte der Kurs in einer unglaublich großen Range, bis er sich danach wieder über einen längeren Zeitraum beruhigte.

Es geht in die eine, dann in die andere Richtung 

Krisen zeigen also eine Tendenz zu übertriebenen Bewegungen. Bei Wirtschaftskrisen oder beispielsweise der Bankenkrise 2007 knickten die Kurse zum Start der Krise deutlich ein. Wie bei der Pleite der Bank Lehman Brothers gibt es oftmals auch einen Auslöser, der ein wackeliges Kartenhaus zusammenbrechen lässt. Oftmals folgen dann weitere Verkäufe, da zum Beispiel institutionelle Anleger wie Versicherungen oder Fonds gar nicht alle ihre Positionen auf einmal verkaufen können. Hinzu kommen Privatanleger, die schnell ihre Bestände verkaufen, weil sie zum Beispiel Panik haben oder Gewinne sichern wollen. Das Ergebnis ist ein schneller Kurssturz, der durchaus auch mehrere Tage andauern kann.

Nach dem großen Sturm der fallenden Kurse kommen die Käufer häufig zurück und nutzen die Gunst der Stunde, um zu günstigen Kursen einzukaufen. Entscheidend für unsere Investments ist dabei das Timing. Wir müssen also genau darauf schauen, wann eine Krise ihren Wendepunkt erreicht. Dabei ist es gar nicht so wichtig, den exakten Tag zu erwischen, an dem die Kurse endgültig wieder drehen. Das ist ohnehin nahezu unmöglich. Ein nachhaltiges Indiz können zum Beispiel steigende Kurse auf Wochenbasis sein. Denn in einer Krise kann es mehrere Tage zu einer Gegenbewegung an den Märkten kommen, obwohl die Krise eigentlich noch gar nicht ausgestanden ist. Steigen die Kurse jedoch auf Wochen- oder Monatsbasis wieder regelmäßiger, könnte das Schlimmste bereits vorüber sein.

Wie wir diese Muster nutzen können 

Da uns die generellen Muster von Krisen nun bekannt sind, stellt sich natürlich die Frage, wie wir darauf reagieren und mit ihnen umgehen sollten. Zunächst ist es wichtig, dass wir uns selbst immer einen sachlichen Überblick über die Umstände verschaffen. Überreaktionen in jede Richtung sind meist schädlich für unsere Investments. Haben wir plötzlich Angst und verkaufen in Panik, dann bereuen wir es später. Oder sind wir unglaublich euphorisch, kaufen wir womöglich zu viel zu hohen Preisen oder zu früh in einer noch andauernden Abwärtsbewegung.

Erkennen wir selbst die Muster einer Krise, dann können wir uns kurz zurücklehnen. Keine Panik lautet die Devise. Mit gebührendem Abstand können wir uns sachlich mit allen verfügbaren Informationen auseinandersetzen. Man kann beispielsweise auf die Bewertung der Situation von professionellen Händlern und Analysten warten, statt auf die Titelblätter von Boulevardzeitungen zu hören. Eine weitere Möglichkeit kann sein, bei den Unternehmen einfach selbst nachzuschauen. Wie lauten die Zahlen und die Prognosen? Was erwartet die Unternehmensführung für die Zukunft? Mit sachlichen Informationen lassen sich Krisen wesentlich besser verstehen als mit emotionalen Überschriften.

  • Krisen folgen Mustern wie beispielsweise starken Anstiegen oder Zusammenbrüchen von Kursen. In zeitlichem Abstand folgen darauf dann sogenannte Korrekturbewegungen.
  • Indizien für Wendepunkte in einer Krise sind Kurse, die über einen längeren Zeitpunkt wieder in die entgegengesetzte Richtung laufen. Grundlage dafür sollte mindestens eine Wochen- oder Monatsbasis sein.
  • Wir kennen nur die Vergangenheit, nicht aber die Zukunft. Dennoch: Alle bisherigen Krisen mit fallenden Kursen an den Märkten wurden früher oder später korrigiert und aufgeholt.

 

 

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