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Gier vermeiden, Gewinner bleiben 

Angst und Gier sind wohl die beiden bekanntesten Gefühle bei Börsenentscheidungen. Die goldene Mitte scheint der beste Weg zu sein: nicht zu gierig, nicht zu ängstlich.

Wie finden wir diese Mitte? Beide Gefühlslagen sind in extremer Form für Investments meist wenig hilfreich und sollten vermieden werden. Gier setzt vor allem dann ein, wenn wir richtige Entscheidungen getroffen haben und unsere Positionen ins Plus laufen. Oder wenn wir nach einer Gewinnserie glauben unbesiegbar zu sein. Dagegen können uns der klare Kopf und ein eigener Plan helfen. Durch Vermeidung von Gier können wir den Grundstein für langfristigen Erfolg legen.

Mehr zu wollen, führt oft dazu, nichts zu bekommen 

Wir fühlen uns richtig gut. Die gekaufte Position läuft ordentlich ins Plus. Was soll uns jetzt noch passieren? Wir lassen die Position weiterlaufen und weiterlaufen und … dann passiert es doch: nur ein kleiner Rücksetzer? Wenn wir jetzt aussteigen, verpassen wir dann den nächsten großen Sprung? Also lieber warten? Drinbleiben? Einen Stop Loss setzen? Wir warten und warten und landen plötzlich bei 0 oder sogar im Minus. Dieses Szenario tritt ein, wenn uns die Gier blind für den Ausstieg gemacht hat. Dieses Verhalten können wir mit einem Action-Plan bekämpfen. Für jede Position, die wir kaufen, für jede Aktie oder jede Option können wir uns eine Zielmarke setzen. Diese Zielmarke kann ein bestimmter Aktienkurs, ein maximaler Gewinn oder Verlust, ein Prozentsatz unseres Einsatzes oder eine Stop-Loss-Marke sein. Wir geben uns nur dieses eine Versprechen: Wir halten uns an unseren Plan. Auch wenn es wie ein Kalenderspruch klingt: Wer zu viel will, bekommt oft gar nichts.

Verbindlichkeiten vermeiden und mit klarem Kopf investieren 

Schnell rechnen wir unsere aktuellen Gewinne hoch und sehen uns schon in Spanien in unserer Finca sitzen. Die Unvorhersehbarkeit der Börse bestraft Gier und Angst zwar nicht immer sofort, aber doch sehr zuverlässig. Außer unserem Plan auch wichtig: Wir sollten nur mit Geld handeln, dass wir nicht unbedingt demnächst für Rechnungen, die Miete oder einen Urlaub brauchen. Denn wenn wir uns in Abhängigkeiten begeben, ebnen wir den Weg für Gefühle wie Angst und Gier. „Nur noch 100 Euro mehr, dann kann ich meine Rechnung mit meinem Gewinn bezahlen.“ Das sind Gedanken, die wir beim Handeln unbedingt vermeiden sollten. Sehen wir unsere Investments doch lieber als langfristige Anlagen, als zukunftsorientierte Werte in unserem Leben an, die mit der Zeit wachsen wie eine Pflanze. Niemand, der im Gartencenter ein paar Blumensamen kauft, erwartet morgen die große Ernte. Aus diesem Grund vermeiden wir Gier am besten, wenn wir realistisch bleiben. Wenn wir mit der Börse ganz leicht Millionen verdienen könnten, dann würden es sicher viel mehr Leute schaffen, oder? Realismus bedeutet die kleinen Gewinne zu feiern, demütig zu bleiben und zufrieden zu sein, wenn es einen Grund dafür gibt. Zum Beispiel wenn wir einen Plan aufgestellt haben, der funktioniert hat und ausgeführt wurde.

Demut bei Erfolg macht erfolgreich 

Sollten wir es tatsächlich geschafft haben, eine ordentliche Gewinnstrecke hingelegt zu haben, rechtzeitig ausgestiegen zu sein und uns mit unserem frisch verdienten Geld ein breites Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, dann ist der Kampf gegen die Gier noch nicht vorbei. Denn nach der Gier folgt der Übermut. Wir glauben plötzlich, dass wir die Spürnase schlechthin haben und alle unsere nächsten Entscheidungen ähnlich positiv verlaufen. Auch mit diesen Gefühlen täuschen wir uns selbst. Denn jede neue Entscheidung am Markt ist ein Abwiegen von Chancen und Risiken, von Gewinn und Verlust, von Ein- oder Ausstieg. Wenn wir vernebelt von einer Siegesserie Unverwundbarkeit spüren, sind wir ebenfalls auf dem Weg der Gier unterwegs und sollten diesen schnell verlassen. Auch hier hilft unser Plan, den einzuhalten wir uns versprochen haben. Nach Gewinnphasen können wir die Märkte entspannter beobachten, noch genauer hinschauen, welche Entscheidungen wir treffen, und uns freuen, wenn wir auch mal nicht dabei sind. Das ist wahrer Erfolg.

Diese Phasen braucht es, genau wie ein Leistungssportler auch nicht jeden Tag einen Marathon läuft. Es gibt Ruhephasen, mentale Trainingsphasen und irgendwann kommt der Tag für den nächsten Wettkampf. Wenn wir bis dahin vorbereitet sein wollen, tun wir gut daran, selbst im Angesicht des Erfolgs nicht zu viel zu wollen.

 

 

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