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Aufholjagd vermeiden: mentale Stärke bei Verlusten zeigen 

Wenn im eigenen Depot ein Verlust realisiert wird, dann packt uns die Angst und gleichzeitig der Ehrgeiz.

Sätze wie: „Den Verlust muss ich schnell wieder aufholen“ oder: „Nur ein guter Gewinn und ich bin wieder im Plus“ geistern uns durch den Kopf und scheinen uns zu verfolgen. Diese Gedanken führen nicht selten in eine Verlustspirale, weil wir die wirklich wichtigen Regeln beim Handeln plötzlich außer Acht lassen. Wir agieren unüberlegt oder sind blockiert. Wir können diese Spirale verlassen und aktiv dafür sorgen, dass wir gar nicht erst in diese Lage kommen. Mit einem klaren Kopf und ein paar gedanklichen Tricks können wir uns ein robustes Handelsbewusstsein schaffen, auf das wir auch in Krisenzeiten vertrauen können.

Aktiv mit den eigenen Gefühlen und Gedanken arbeiten 

Es gibt eine psychologische Methode, die nicht nur beim Handeln an der Börse sinnvoll ist, sondern auch im Sport angewandt wird. Über Niederlagen muss man sprechen und lernen aktiv mit ihnen umzugehen. Dazu gehört, dass Niederlagen als Teil des Sports angesehen werden. Kein Sportler und keine Sportlerin kann immer alles gewinnen. Auf die Börse übertragen heißt es, dass Verluste zu jedem Depot, jedem Handelsansatz, jedem Investor und jedem Trader dazugehören. Diese Tatsache ist ein unumstößlicher Fakt, den wir anerkennen müssen. Kein Händler der Welt, nicht einmal Warren Buffett, ist vor Minuszeichen im Depot gefeit. Obwohl er einer der reichsten Menschen der Welt ist, gibt es auch in seinem Depot immer mal wieder Verluste und Minuszeichen, die richtig wehtun.1

Fehler sind das Fundament für Fortschritt 

Als weiteren Schritt müssen wir Niederlagen analysieren, um aus ihnen zu lernen, und unser Verhalten danach entsprechend anpassen. Der zweite Teil dabei ist ganz besonders wichtig. Es gibt einige gute Verlierer, die aber Verlierer bleiben, weil sie ihre Niederlagen nicht ausreichend analysieren und ihr Verhalten in wiederkehrenden Situationen nicht anpassen. „Was habe ich falsch gemacht?“, „Wann war der Point of no Return?“, „Was hätte ich im Rückblick konkret tun müssen, um den Verlust zu vermeiden?“: Dies sind nur einige der Fragen, die bei einer Verlustanalyse helfen.

Wir neigen aus einem Reflex eher dazu, Niederlagen und die negative Erinnerung zu unterdrücken. Wir leugnen eigenes Fehlverhalten, wollen nicht wahrhaben, was passiert ist, und kümmern uns lieber darum, das negative Erlebnis schnell wieder mit einem positiven auszugleichen. Dies sind typische Merkmale von fehlender Verlustanalyse. Das Gute an der Börse ist: So gut wie jeder Verlust hat einen Grund. Waren es vielleicht schlechte Quartalszahlen des Unternehmens, die ich verpasst habe? Gab es einen bedeutenden Analystenkommentar oder politische Neuigkeiten, die den Kurs besonders beeinflusst haben? Oder war meine Position einfach zu riskant gewählt? Die Analyse hilft bei der späteren Verlustvermeidung. Natürlich können wir auch an der Börse nicht alle Szenarien bedenken und auch mit der besten Analyse den Verlust manchmal nicht vermeiden. Können wir unsere eigenen Fehler jedoch beseitigen und uns kontinuierlich verbessern, dann werden wir schon bald bessere Ergebnisse erzielen können. Verluste, die nun mal zum Handeln dazugehören, werfen uns mental nicht mehr so weit zurück.

Sich selbst am besten kennen 

Wir würden wohl ohne Zweifel unterschreiben, dass wir uns selbst am besten kennen. Was unser Verhalten an der Börse angeht, setzt diese Kenntnis jedoch eine schonungslose Selbstanalyse voraus. Und viele scheitern genau daran. „Welche Fehler mache ich immer wieder?“, „Wo scheine ich unbelehrbar zu sein?“, „Welche Emotionen reißen mich immer wieder hinunter?“: Analysieren wir uns selbst und perfektionieren wir diese Reflexion, dann können wir selbst unser bester Lehrer sein. Erkennen – lernen – optimieren. So lautet der wichtige Kreislauf, an dem wir unser Handeln immer wieder aufs Neue ausrichten sollten.

Natürlich ist das gerade in Krisenzeiten besonders schwer. Eine Krise kommt nicht alle Tage, sondern ist ein außergewöhnliches Ereignis. Wir können sie nicht richtig greifen, sie kommt aus dem Nichts und ihr Verlauf ist unvorhersehbar. Jetzt ist entscheidend, wie wir mit so einer Krise umgehen. Verstecken wir uns? Adaptieren wir? Es ist gar nicht so schwer: Betrachten wir die Sache am besten nüchtern und sachlich, handeln wir bewusst und verantwortungsvoll. Wenn wir uns dabei kontinuierlich selbst beobachten und verbessern, dann sind wir gut gerüstet für die aktuelle und auch für jede folgende Krise.

  • Verluste als Realität an der Börse anerkennen. Kein Akteur an den Märkten ist unfehlbar.
  • Verluste analysieren und daraus lernen. Konkret aufschreiben, welches (Fehl-)Verhalten zum Verlust geführt hat.
  • Selbstanalyse betreiben und uns selbst beim Handeln an der Börse genau beobachten.

 

 

1 Quelle: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/warren-buffett-verliert-1-6-milliarden-an-einem-tag-16056287.html


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