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Börse Frankfurt am Mittag: Uneinheitlich, Beiersdorf gesucht
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren im Donnerstaghandel zur Mittagszeit nach zahlreichen Quartalsbilanzen uneinheitlich. Die Anleger zeigen sich kurz vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der EZB nervös. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verbessert sich aktuell um 0,76 Prozent auf 6.805,65 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,21 Prozent auf 10.868,40 Stellen nachgibt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,12 Prozent auf 4.897,02 Zähler nach unten. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) notiert mit 0,35 Prozent im Minus bei 780,49 Punkten. Der Bund-Future gewinnt 0,17 Prozent auf 143,75 Punkte, während sich der Euro um 0,22 Prozent auf 1,2267 US-Dollar verteuert.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,21 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,20 Prozent zu, während der S&P-Future ebenfalls um 0,20 Prozent vorrückt. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Industrieaufträge gemeldet.
Auch heute strömte wieder eine Flut an Quartalsbilanzen auf die Investoren ein. adidas (ISIN DE000A1EWWW0/ WKN A1EWWW) zeigte sich weiterhin in guter Form und konnte im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis verbessern. Preissteigerungen, ein besserer Produktmix und eine günstigere regionale Umsatzverteilung sowie ein größerer Anteil von Einzelhandelsumsätzen, die höhere Margen erzielen, konnten aber den wesentlichen Anstieg der Beschaffungskosten nur zum Teil kompensieren. Für das laufende Fiskaljahr erwartet man nach wie vor, dass sich der Konzernumsatz im Jahr 2012 währungsbereinigt um annähernd 10 Prozent erhöhen wird. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter rechnet man für das laufende Fiskaljahr mit einem Anstieg um 15 bis 17 Prozent. Zuvor hatte adidas hier einen Zuwachs um 12 bis 17 Prozent auf 750 bis 785 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Die Aktie läuft mit einem Abschlag von 0,2 Prozent hinterher. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen daneben im aktuellen Handel die Papiere von Beiersdorf (ISIN DE0005200000/ WKN 520000), die sich um 5 Prozent verteuern. Der Konsumgüterkonzern musste im ersten Halbjahr 2012 aufgrund von Sondereffekten einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Geschäftsentwicklung liegt aber innerhalb der Erwartungen des Unternehmens. Der Umsatz wurde gesteigert. Des Weiteren wurde der Umsatz-Ausblick bestätigt und die Ergebniserwartung für 2012 angehoben.
Deutsche Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) verbessern sich daneben um 4,1 Prozent. Der Brief- und Logistikkonzern konnte seinen Wachstumskurs auch im zweiten Quartal weiter fortsetzen. Der Umsatz wurde um mehr als 7 Prozent gesteigert. Vor allem die DHL-Bereiche haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Beim Konzernüberschuss wurde wegen einer Umsatzsteuernachzahlung aber ein Rückgang ausgewiesen. Für die zweite Jahreshälfte rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft und - getrieben durch die DHL-Bereiche - mit weiteren Umsatz- und Ergebnisverbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. Vor diesem Hintergrund und angesichts der positiven Entwicklung im zweiten Quartal hat der Konzern seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben angepasst und erwartet nun ein EBIT in Höhe von 2,6 bis 2,7 Mrd. Euro. Zuletzt hatte der Konzern hier einen operativen Gewinn von 2,5 bis 2,6 Mrd. Euro in Aussicht gestellt.
Die Anteilsscheine der Deutschen Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) steigen um 3,1 Prozent. Die Fluggesellschaft konnte ihren Verlust im ersten Halbjahr reduzieren. Der Umsatz wurde gleichzeitig erhöht. Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr unverändert mit einer Umsatzsteigerung und einem operativen Gewinn im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) fahren schließlich um 1,1 Prozent vor. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, haben der Automobilhersteller und der Sportwagenhersteller Porsche Automobil Holding (ISIN DE000PAH0038/ WKN PAH003) die Schaffung eines integrierten Automobilkonzerns wie geplant zum 1. August abgeschlossen. Im DAX trennen sich die Investoren zur Stunde bevorzugt von den Papieren von Infineon, die mit einem Wertverlust von 1,3 Prozent am Indexende notieren.
Gut lief es im ersten Halbjahr 2012 für FUCHS PETROLUB (ISIN DE0005790430/ WKN 579043). Der Konzern konnte dank der starken Absatzentwicklung in allen Regionen mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. Für das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen mit einer Fortsetzung des Umsatzwachstums. Zudem will man das EBIT im Vergleich zum Vorjahr steigern. Die Aktie verteuert sich um 1,8 Prozent. Unterdessen verschlechtern sich ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) um 2,1 Prozent. Der Medienkonzern hat das abgelaufene Quartal mit einem Umsatz- und Gewinnwachstum abgeschlossen. Zudem bestätigte der Konzern seine Ziele für das laufende Jahr.
Ferner notieren Continental (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) mit 3,2 Prozent im Plus. Der Automobilzulieferer konnte Umsatz und Ergebnis in den ersten sechs Monaten 2012 klar verbessern. "Auf Basis des erfolgreichen ersten Halbjahres sind wir zuversichtlich, unsere gesteckten Jahresziele sicher zu erreichen", sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart. "Aufgrund der guten Entwicklung im ersten Halbjahr rechnen wir nunmehr mit einem Anstieg des Konzernumsatzes um mehr als 7 Prozent auf über 32,5 Mrd. Euro. Außerdem gehen wir davon aus, dass die Marge beim bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) sogar über dem sehr guten Vorjahresniveau liegen wird. Grund für diese Neueinschätzung ist die leicht rückläufige Belastung aus den zuvor stark gestiegenen Rohstoffkosten", erklärte Degenhart. Für BayWa (ISIN DE0005194062/ WKN 519406) geht es um 0,1 Prozent nach oben, nachdem der Handels- und Dienstleistungskonzern im abgelaufenen Halbjahr einen Ergebnisrückgang verzeichnete. Der Umsatz wurde indes gesteigert.
Bilfinger Berger (ISIN DE0005909006/ WKN 590900) verbessern sich um 0,2 Prozent. Der Baukonzern hat einen Rahmenvertrag mit dem niederländischen Gasversorger NAM erweitert. So wird der Engineering-Spezialist Tebodin, der seit Februar 2012 zum Bilfinger Berger Konzern gehört, gemeinsam mit den Partnern Cofely und Hak Leidingbouw das komplette Engineering sowie Beschaffung und Montagearbeiten für alle Onshore-Anlagen des größten niederländischen Gasversorgers NAM übernehmen. Tebodin trägt dabei die Verantwortung für Planung und Ingenieurtechnik, während die Partner für die Bau- und Montagearbeiten zuständig sind. Der gegenüber bisherigen Vereinbarungen erweiterte Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das Konsortium wird über die Vertragsdauer Leistungen im Gesamtwert von einigen hundert Millionen Euro erbringen.
Drägerwerk (ISIN DE0005550636/ WKN 555063) geben nach Geschäftszahlen für das erste Halbjahr als schwächster Wert im TecDAX um 5,2 Prozent nach. Der Medizin- und Sicherheitstechnologiekonzern konnte den Umsatz moderat steigern. Der Nachsteuergewinn war aber leicht rückläufig. Im Anschluss wurde die Jahresprognose bestätigt. MorphoSys (ISIN DE0006632003/ WKN 663200) ist im ersten Halbjahr indes in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz des Biotechnologiekonzerns war ebenfalls deutlich rückläufig. Allerdings bestätigte der Konzern seine Finanzziele für das Gesamtjahr. Der Titel verschlechtert sich um 2,4 Prozent. PSI (ISIN DE000A0Z1JH9/ WKN A0Z1JH) hat indes von der chinesischen Shenhua Shendong Coal Group Co. Ltd. (Shendong) den Auftrag erhalten, für deren Minen in der Inneren Mongolei das SCADA-System PSImining zu liefern (Supervisory Control and Data Acquisition). Hierbei handelt es sich um den größten Einzelauftrag, den PSI bislang in China erhalten hat. Die Aktie verteuert sich um 2,4 Prozent.
Im SDAX geben Ströer Out-of-Home Media (ISIN DE0007493991/ WKN 749399) um 0,3 Prozent nach, nachdem der Werbespezialist seine langfristige Konzernfinanzierung erfolgreich neu aufgestellt hat.
DAX: 6.805,65 (+0,76 Prozent) MDAX: 10.868,40 (-0,21 Prozent) SDAX: 4.897,02 (-0,12 Prozent) TecDAX: 780,49 (-0,35 Prozent) (02.08.2012/ac/n/m)
Quelle: AKTIENCHECK.DE
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