GSW Immobilien AG Inhaber-Aktien o.N.


Charlottenstraße 4
D-10969 Berlin
Führendes Wohnimmobilienunternehmen in Berlin
Die GSW Immobilien AG ist das nach eigenem Bekunden führende private Wohnimmobilienunternehmen in Berlin. Im Portfolio des ehemals kommunalen Wohnungsunternehmens befinden sich rund 59.000 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 3,6 Mill. qm sowie fast 1.000 Gewerbeeinheiten. Das Immobilienportfolio wurde zum Jahresende 2012 mit 3,30 (i.V. 2,93) Mrd. Euro bewertet. Mit dem Fokus auf Berlin hat sich GSW auf einen der größten Wohnimmobilienmärkte Deutschlands konzentriert. Ziel ist es, den Wert von Wohnimmobilien anhand eines wertorientierten Portfolio- und Property Managements zu steigern. Mittels international erprobter Finanzierungsinstrumente, innovativer Produktentwicklungen und effizienter Investitionsstrategien verwandelt die GSW oftmals statische Vermögenswerte in sichere und flexible Kapitalmarktprodukte. Ziel ist die Qualitätsführerschaft im Berliner Wohnimmobilienmarkt.
Teil der Strategie ist es dabei, gezielt in die Modernisierung von Objekten und die soziale Balance der Mieterstruktur zu investieren und so ein aktives Quartiermanagement zu betreiben. Die Kunden sollen über eine hohe Zufriedenheit dauerhaft gebunden werden. Dabei werden den Mietern, Eigentümern und privaten Investoren attraktive Angebote zur Eigentumsbildung angeboten. Zum Jahresende 2012 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete bei den GSW-Wohnimmobilien bei 5,22 (i.V. 5,08) Euro pro qm und Monat bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 60,5 (61,5) qm und einer deutlich gesenkten Leerstandsquote von 2,7 (3,4)%. Über 90% der Objekte sind saniert oder teilsaniert. Das Nettoreinvermögen (EPRA NAV) lag Ende 2012 bei 1,53 (1,22) Mrd. Euro. Damit stieg der NAV je Aktie (innerer Wert) auf 30,32 (29,72) Euro. Die bei Immobiliengesellschaften wichtige Kennziffer FFO (Funds From Operations) wuchs - ohne Vertriebsergebnis - auf 64,2 (56,6) Mill. Euro
Im Geschäftsjahr 2012 setzte die GSW ihren Expansionskurs fort und erwarb insgesamt 7.000 Wohneinheiten, deren Mieterträge das Unternehmensergebnis ab dem laufenden Geschäftsjahr positiv beeinflussen werden. Das Portfolio wuchs durch den Zukauf um mehr als 10%.
Anfang Oktober 2012 verkaufte die GSW ihre Beteiligung an der BWG (Betreuungsgesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau mbH) und gab damit das Segment der "Immobilienverwaltung für Dritte" auf. Laut jüngstem Geschäftsbericht diente der Verkauf der stärkeren Fokussierung auf das Kerngeschäft der GSW: die nachhaltige Bewirtschaftung des eigenen Immobilienbestands. Der Veräußerungsgewinn belief sich auf 7,5 Mill. Euro.
Konzerngewinn um mehr als ein Drittel erhöht
Mit im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel erhöhten Umsatzerlösen schloss die GSW das Geschäftsjahr 2012 ausgesprochen erfolgreich ab. Der Nettogewinn des Immobilienunternehmens konnte um über ein Drittel gesteigert werden und erreichte einen neuen Bestwert von über 140 Mill. Euro. Die gesamten Umsatzerlöse summierten sich auf 414,3 (i.V. 330,8) Mill. Euro, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von kräftigen 25,3% entspricht.
Dabei kamen die Erlöse aus Vermietung und Verpachtung auf 212,0 (194,2) Mill. Euro voran. Dem standen Umsatzkosten aus Vermietung und Verpachtung von nur 59,85 (63,03) Mill. Euro gegenüber. Die Erträge aus Zuschüssen der öffentlichen Hand sanken plangemäß auf 7,88 (9,92) Mill. Euro. Das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung wuchs um 13,4% auf 160,0 (141,1) Mill. Euro.
Dank einer lebhaften Nachfrage auf dem Berliner Immobilienmarkt konnte das Ergebnis aus der Veräußerung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien mit 9,60 (3,29) Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht werden. 2012 konnte GSW 920 (935) Wohn- und Gewerbeeinheiten veräußern, in erster Linie an Kapitalanleger und Selbstnutzer. Das Ergebnis aus der Bewertung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien kam mit 76,35 (56,17) Mill. Euro ebenfalls einen großen Schritt voran.
Trotz der kräftigen Geschäftsausweitung blieben die Umsatzkosten insgesamt mit 69,28 (72,57) Mill. Euro unter dem Vorjahreswert. Auch die Verwaltungskosten konnten mit 37,25 (48,47) Mill. Euro um minus 23,1% kräftig gedrosselt werden. Im Vorjahr hatten besonders der Börsengang und die Refinanzierung eines Darlehns den Verwaltungsaufwand in die Höhe getrieben. Folglich verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 138,8 (122,0) Mill. Euro. Zudem fielen die Abschreibungen mit 0,69 (0,94) Mill. Euro niedriger aus als im Vorjahr. In der Folge wuchs das operative Ergebnis (EBIT) schließlich um 21% auf 214,4 (177,2) Mill. Euro. Nach einem auf minus 75,48 (minus 69,44) Mill. Euro leicht verschlechterten Zinsergebnis kletterte das Vorsteuerergebnis auf 140,1 (107,8) Mill. Euro. Dank einer Steuergutschrift von 3,19 (Aufwand 2,69) Mill. Euro und abzüglich marginaler Fremdanteile sprang das Konzernjahresergebnis auf 143,3 (105,1) Mill. Euro und setzte damit eine neue Bestmarke. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr belief sich auf stolze 36,3%. Je Aktie beziffert der Konzern das unverwässerte Ergebnis auf 3,02 (2,67) Euro und das verwässerte Ergebnis je Aktie auf 2,77 (2,67) Euro. Wie im Vorjahr sollen die Aktionäre eine Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Aktie erhalten.
Laut jüngstem Geschäftsbericht wurde das in 2012 erreichte Wachstum durch zwei wesentliche Maßnahmen ermöglicht. Ende April 2012 führte die GSW eine Kapitalerhöhung durch und platzierte erfolgreich rund 9,5 Mill. neue Aktien. Der Nettoemissionserlös belief sich auf rund 191 Mill. Euro. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wuchs dadurch auf 50,53 (41,05) Mill. Euro. Zum anderen konnte die GSW 2012 durch die Emission einer Wandelanleihe Mitte November 2012 ihre Fremdkapitalkosten weiter optimieren und ist nun laut Vorstand im Zusammenhang mit der Finanzierung neuer Investments flexibler als je zuvor. Die Wandelanleihe läuft über sieben Jahre und verbrieft einen Coupon von jährlich 2%. Aus den beiden Kapitalmaßnahmen flossen der Gesellschaft netto mehr als 370 Mill. Euro zu.
Lebhafte Nachfrage am Berliner Immobilienmarkt stimuliert das Geschäft
"Wachstum durch weitere Zukäufe", so lautet auch weiterhin die Devise der traditionsreichen Berliner Immobiliengesellschaft. Dafür bietet die positive wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Hauptstadt und ihres Wohnungsmarktes eine gute Grundlage. Sinkende Arbeitslosenzahlen, steigende Realeinkommen und ein deutliches Bevölkerungswachstum beeinflussen den Wohnungsmarkt positiv. Sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen wurden im vergangenen Jahr stark nachgefragt. Dabei sind über alle Preissegmente hinweg die Miet- und Kaufpreise in 2012 gestiegen, was sich weiterhin positiv auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken wird.
Für das Geschäftsjahr 2013 rechnet das GSW Management mit einer weiteren Verbesserung des Ergebnisses. Hält der Trend auf dem Berliner Immobilienmarkt zu knappem Wohnraum bei steigenden Preisen und sinkenden Leerstandsquoten weiter an, werden Erlöse und Ergebnis der GSW davon in den kommenden Jahren profitieren.
85 Jahre Erfahrung im Immobiliengeschäft
Ihre Wurzeln führt die GSW auf das Jahr 1924 zurück. Lange gehörte die Gesellschaft dem Land Berlin, wurde dann aber 2004 von einem Konsortium aus Whitehall Funds und deren Tochtergesellschaft Cerberus Capital Management LP vom Land Berlin erworben. Hervorgegangen ist die Gesellschaft im März 2010 durch die Umwandlung der GES Immobilien GmbH in eine Aktiengesellschaft, mit der Perspektive sich als Aktiengesellschaft an der Börse listen zu lassen.
Im April 2010 beschloss das Unternehmen so den Gang an die Börse. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft lag vor dem Börsengang bei 35 Mill. Euro bzw. ebenso vielen Inhaber-Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 Euro je Aktie. Die Hauptversammlung am 4. Mai 2010 sollte eine Kapitalerhöhung um weitere 9.333.333 Stücke auf den Weg bringen. Diese 9.333.333 Stücke sollten dann zusammen mit 15.300.000 Stücken der Altaktionäre und 3.694.999 Stücken, die im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) zur Verfügung standen, einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland und Luxemburg sowie im Rahmen einer Privatplatzierung in weiteren Ländern zur Zeichnung angeboten werden. Die Angebotsfrist begann am 26. April. Die Preisspanne für die angebotenen Aktien war auf 15,00 bis 18,50 Euro festgesetzt worden. Für den 7. Mai war die Notierungsaufnahme im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse vorgesehen. Das Unternehmen erwartete einen Bruttoemissionserlös von 140 Mill. Euro. Der Emissionserlös sollte zur Stärkung der Eigenkapitalbasis, der teilweisen Rückzahlung eines Kredits in Höhe von rund 72 Mill. Euro sowie zur Begleichung zinstragender Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 44,7 Mill. Euro genutzt werden. Der Streubesitz hätte nach der Platzierung aller angebotenen Aktien bei rund 62,7% gelegen. Aufgrund der großen Volatilität und Unsicherheit an den globalen Aktienmärkten, entschieden der Vorstand sowie die abgebenden Aktionäre am 5. Mai 2010, den Börsengang auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Den zweiten Anlauf nahm das Unternehmen Anfang April 2011. Dabei brachte die Hauptversammlung vom 13. April eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage um 6.052.630 Stücke auf den Weg, die der breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung angeboten wurden. Hinzu kamen 16.402.630 Aktien aus dem Bestand der Aktaktionäre. Im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) konnten weitere 3.210.394 Stücke gezeichnet werden. Die insgesamt 25.665.654 Stücke wurden zwischen dem 1. und dem 13. April 2011 mit einer Preisspanne von 19,00 bis 23,00 Euro zur Zeichnung angeboten. Der Emissionspreis wurde auf 19,00 Euro festgesetzt. Die Erstnotiz der Aktie im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 15. April 2011. Dabei wurde der erste Preis mit 19,55 Euro ermittelt. Für einen Teil der Aktien bestand eine sechsmonatige Lock-Up-Frist. Der bei der Gesellschaft verbleibende Bruttoerlös von 115 Mill. Euro sollte zur Stärkung des Eigenkapitals dienen und zusätzlich in die Kapitalrücklagen fließen.
Am 19. September 2011 konnte das Unternehmen in den MDax aufsteigen.
Aktionärsstruktur
| Streubesitz | 65,17% |
| Sun Life Fina.. | 10,04% |
| Government of.. | 6,19% |
| BlackRock, Inc. | 5,04% |
| Credit Suisse.. | 4,53% |
| APG Algemene .. | 3,00% |
| CBRE Clarion .. | 2,98% |
| AXA S.A. | 1,80% |
| Morgan Stanley | 1,09% |
| Bankhaus Lamp.. | 0,10% |
| Bank of Ameri.. | 0,06% |
Leitende Positionen
| Vorstand (Management) | |
|---|---|
| Dr. Bernd Kottmann | Vorstand.. |
| Jörg Schwagenscheidt | |
| Andreas Segal | |
| Aufsichtsrat (Directors) | |
|---|---|
| Dr. Eckart John von Freyend | Aufsicht.. |
| Dr. Reinhard Baumgarten | |
| Veronique Frede | |
| Dr. Jochen Scharpe | |
| Kfm. Claus Wisser | |
| Gisela von der Aue | |
Beteiligungen
| Unternehmen | Bet. |
|---|