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H&R AG Inhaber-Aktien o.N.

22.07.14  17:36:23 Uhr

7,15 EUR

-0,83%  [-0,06]

KGVe:
69,7213

DIVe:
0,00%

Typ: Aktie   WKN: 775700

 
H&R AG
Kontakt
H&R AG
Neuenkirchener Straße 8
DE-48499 Salzbergen
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Konzentriert auf Spezialchemie und Kunststoffe


Die H&R AG (zuvor H&R Wasag AG) kontrolliert eine international agierende Unternehmensgruppe, die in den zwei Sparten "Chemisch-Pharmazeutische Rohstoffe" und "Kunststoffe" tätig ist. Im Kerngeschäft mit Rohstoffen werden rohölbasierte Einsatzstoffe wie Paraffine, Weißöle oder Weichmacher für die Chemie- und Pharmaindustrie hergestellt und weltweit vertrieben. Das Rohstoff-Geschäft trägt 95% des Geschäftsvolumens und ist in die beiden Segmente "Chemisch-Pharmazeutische Rohstoffe National" und "Chemisch-Pharmazeutische Rohstoffe International" gegliedert, um so der wachsenden Bedeutung des Auslandsgeschäfts Rechnung zu tragen. Im Segment "Kunststoffe" fertigt der Konzern Präzisionskunststoffteile und die dazugehörigen Werkzeuge. Die Standorte der Gruppe befinden sich in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Tschechien, Südafrika, Thailand, Malaysia und China sowie in Australien. In einigen Ländern ist H&R darüber hinaus mit eigenen Vertriebsgesellschaften präsent.


Im Segment "Chemisch-Pharmazeutischen Rohstoffe National" sind die beiden Chemieproduktionsstandorte in Deutschland (Hamburg-Neuhof und Salzbergen) enthalten, an denen Schmierstoffraffinerien betrieben werden und die sowohl hinsichtlich der Produktionsprozesse wie auch der Organisations- und Vertriebsstruktur eng miteinander verbunden sind. Zu den 800 verschiedenen Produkten des Segments zählen Paraffine, Weißöle, Weichmacher, Grundöle, Schmierstoffe und andere rohölbasierte Spezialitäten. 2013 verringerten sich die Umsätze in diesem Segment um 1,2% auf 941,0 (i.V. 952,2) Mill. Euro. Das Segment "Chemisch-Pharmazeutische Rohstoffe National" hatte 2013 einen Umsatzanteil an den Konzernerlösen von 75,7%. Aufgrund rückläufiger Absatzmengen und gesunkener Margen fiel das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 37,8% auf 20,62 (33,02) Mill. Euro.


Das Segment "Chemisch-Pharmazeutische Rohstoffe International" umfasst die ausländischen Gesellschaften, die chemisch-pharmazeutische Rohstoffe veredeln und diese neuen Produkte sowie auch zusätzlich Handelswaren vertreiben. Die Kernprodukte sind Paraffine, Weichmacher, Wachsemulsionen sowie sonstige rohölbasierte Spezialitäten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verminderten sich die Erlöse im Segment um 8,8% auf 231,7 (254,1) Mill. Euro. Damit hat das Segment einen Anteil an den Konzernerlösen von 19,1%. Mit 16,48 (19,26) Mill. Euro sank das EBITDA unter den Vorjahreswert.


Das Segment "Kunststoffe" entwickelt und produziert qualitativ anspruchsvolle Spritzgusswerkzeuge und Präzisionskunststoffteile. Neben der Automobilindustrie steht dabei insbesondere die Medizintechnik im Fokus der Wachstumsperspektiven. 2011 konnte das Segment von der Neuausrichtung profitieren, die mit geringeren Fixkosten und zusätzlichen Erlösen durch innovative Produkte im Bereich Medizintechnik einherging. 2013 konnte das Segment von einer anziehenden Nachfrage profitieren. Der Umsatz wuchs 2013 so um 12,7% auf 62,68 (55,62) Mill. Euro und macht damit 5,2% der Konzernerlöse aus. Nach einem deutlichen Verlust von minus 0,85 Mill. Euro im vergangenen Jahr war das Ergebnis 2013 mit plus 0,66 Mill. Euro wieder positiv.


Im Segment "Sonstige/Konsolidierung" sind neben den konzerninternen Aktivitäten auch das Geschäft mit Quarzsand angesiedelt. Hier mussten Erlöse in Höhe von minus 20,98 (minus 33,04) Mill. Euro abgezogen werden. Das EBITDA lag bei den sonstigen Aktivitäten bei minus 5,42 (minus 3,20) Mill. Euro.


Hohe Wertberichtigungen belasten Ergebnis


Im Geschäftsjahr 2013 lagen die Konzernumsätze mit 1,21 (i.V. 1,23) Mrd. Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau. Dabei wurden die Erlöseinbußen aus den chemisch-pharmazeutischen Segmenten durch den Zuwachs im Kunststoff-Segment zum Teil aufgefangen. Mit einem Umsatzanteil von 66 (68)% war die Automobilindustrie der größte Abnehmer der H&R-Produkte. Es folgt die Industrie mit 17 (19)% und die Medizintechnik mit 17 (13)%. Deutschland machte mit einem Anteil von 69 (67)% das Gros der Konzernumsätze aus. Im Rest Europas erzielte der Konzern 14 (14)% und im Rest der Welt 17 (19)% der Erlöse.


Mit 0,98 (1,02) Mrd. Euro verringerte sich der Materialaufwand und auch der Personalaufwand sank geringfügig auf 71,39 (72,97) Mill. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) brach um 34% auf 32,60 (49,40) Mill. Euro ein. Die EBITDA-Marge gab auf 2,7 (4,0)% nach. Dabei mussten mit 24,66 (23,87) Mill. Euro leicht höhere Abschreibungen vorgenommen werden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mit minus 16,80 (plus 25,39) Mill. Euro in den negativen Bereich. Vor Steuern schrieb das Ergebnis mit minus 16,85 (plus 1,51) Mill. Euro rote Zahlen. Trotz einer Steuergutschrift von 2,81 (Last 1,20) Mill. Euro und marginalen Anteilen Dritter rutschte unter dem Strich das Ergebnis schließlich mit minus 14,03 (plus 0,38) Mill. Euro in die Verlustzone. Als Grund für diese Entwicklung gab das Unternehmen insbesondere eine Wertberichtigung in Höhe von 12,1 Mill. Euro in der Raffinerie Hamburg an. Die Aktionäre müssen erneut aufgrund des geschrumpften Ergebnisses auf eine Dividende verzichten.


Bei einem Kennzahlenvergleich ist zu berücksichtigen, dass H&R für das Geschäftsjahr 2003 erstmals nach IFRS bilanziert hat; die Vorjahresvergleichsperiode wurde an die neue Rechnungslegung angepasst. Die Zahlen bis 2001 wurden nach HGB ermittelt.


Umsatz von Rohstoffkosten abhängig


Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet das Unternehmen einen Konzernumsatz von rund 1,1 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 40 Mill. Euro. Dabei soll der Anteil im Segment "Chemisch-Pharmazeutischen Rohstoffe National" 72% der Aktivitäten ausmachen. Auf das internationale Geschäft sollen in etwa 23% entfallen und im Segment "Kunststoffe" rund 5%. Allerdings wird der Umsatz maßgeblich durch die Rohstoffkosten der chemisch-pharmazeutischen Geschäftsberichte beeinflusst, die über Produktpreise an Kunden weitergeben werden, so das Management.


Durch Fusion im Jahre 2001 zu neuer Größe


Die H&R Wasag AG ist durch Verschmelzung der Schmierstoffraffinerie Salzbergen GmbH (SRS) auf die Wasag-Chemie AG entstanden. Die Übertragung des Vermögens der SRS erfolgte durch Ausgabe von 6,756 Mill. neuen Wasag-Aktien, womit eine Kapitalerhöhung um 17,271 Mill. auf 48,358 Mill. Euro verbunden war. Einen entsprechenden Beschluss hatten die Wasag-Aktionäre im August 2001 gefasst. Mit der erreichten Unternehmensgröße sei eine kritische Masse entstanden, so heißt es, um auch umfangreichere Investitionsprojekte durchführen zu können.


Die 1990er Jahre waren für die zuvor börsennotierte Wasag-Chemie AG sehr schwierig. Nach dem Wegfall der Aktivitäten im Bereich Wehrtechnik erwarb die Gesellschaft in den Jahren bis 1992 Beteiligungen im Bereich Kunststoffverarbeitung. Darunter befand sich auch die Wafa-Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, die schnell in eine Schieflage geriet und trotz erheblicher Anstrengungen nicht auf den Weg der Besserung gebracht werden konnte. Im Juni 1997 war der Konkurs der Wafa unvermeidlich. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Wafa die Wasag-Chemie AG mit rund 44 Mill. Euro belastet. Nur durch massive Unterstützung der Aktionäre konnte der Konkurs der Muttergesellschaft abgewendet werden. Ende 1996 war das Unternehmen mit 2,45 Mill. Euro bilanziell überschuldet. Nach einer dritten Kapitalerhöhung in 1997 hatte sich die Lage etwas entspannt. Damit war zugleich die Grundlage für das ab 1999 folgende profitable Wachstum gelegt.


Nachdem die H&R WASAG AG sich bereits 2007 von den Sprengstoffaktivitäten der ehemaligen Westfälisch Anhaltinische Sprengstoff Aktien Gesellschaft (kurz WASAG) getrennt hatte, gab die Gesellschaft auf Beschluss der Hauptversammlung zum 1. August 2011 diesen Namenszusatz auf und firmiert seit her unter H&R AG.


Die Aktie der Gesellschaft notierte seit 2004 im SDax der Frankfurter Wertpapierbörse und fiel aber im März 2014 aus diesem Auswahlindex heraus.


Aktionärsstruktur

Hansen 50,81%
Streubesitz 36,81%
Scholten 6,10%
Thum 3,29%
Stüben 2,99%

Leitende Positionen

Vorstand (Management)
Niels H. Hansen Vorstands-
vorsitzender
Detlev Wösten
Aufsichtsrat (Directors)
Dr. Joachim Girg Aufsichtsrats-
vorsitzender
Roland Chmiel
Reinhold Grothus
Nils Hansen
Harald Januszewski
Anja Krusel
Rainer Metzner
Dr. Rolf Schwedhelm
Dr. Hartmut Schütter

Beteiligungen

(an anderen Unternehmen)
Unternehmen Bet.

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