Von A wie Antrag bis Z wie Zinsen
Was ist ein Girokonto?

JuniorGiro Icon

Kon­to für Min­der­jährige
Einige Banken bieten auch für jün­gere Ver­brauch­er Kon­ten an. Das comdi­rect Junior­Giro ist ein Beispiel dafür. Dieses Kon­to ist für Kinder und Jugendliche von 7 bis 18 Jahren kosten­los ver­füg­bar. Der große Unter­schied: Das Kon­to funk­tion­iert auf Guthaben­ba­sis, d. h. es kann nicht über­zo­gen wer­den und somit nicht in ein Minus ger­at­en. Außer­dem kön­nen die Über­weisungslim­its angepasst wer­den. Min­der­jährige wer­den so vor Ver­schul­dung geschützt.

In Deutsch­land wur­den 2016 mehr als 100 Mil­lio­nen Girokon­ten genutzt. Das heißt: Jed­er Bun­des­bürg­er hat im Durch­schnitt 1,25 Girokon­ten, denn das Girokon­to gehört zum All­t­ag der Men­schen. Das eigene Kon­to ist die Voraus­set­zung dafür, dass wir täglich einkaufen, unsere Arbeit­ge­ber unsere Löhne über­weisen und wir Bargeld am Auto­mat­en abheben kön­nen.

Um her­auszufind­en, welch­es Girokon­to das richtige für Sie ist, haben wir alle wichti­gen Infor­ma­tio­nen und Tipps rund um das The­ma für Sie zusam­mengestellt. Aber erst ein­mal einen Schritt zurück: Was ist ein Girokon­to über­haupt?

Girokonto − Definition und Funktionen

Mit einem Girokon­to kön­nen Kon­toin­hab­er Geld über­weisen, Geld erhal­ten, bargeld­los bezahlen oder Bargeld am Gel­dau­to­mat­en abheben. Heutzu­tage ist der Zugang zum Online-Bank­ing meist Stan­dard für Girokon­ten und ein Großteil der Girokon­tobe­sitzer führt seine Kon­ten online. Es ist für jeden volljähri­gen Bürg­er mit eige­nen Einkün­ften geeignet.

Abhängig vom Kon­to­mod­ell und der kontoführen­den Bank ist ein Girokon­to kosten­los oder es wird ein Ent­gelt erhoben. Online-Girokon­ten sind meist die gün­stig­ste Vari­ante, da hier für die Banken der ger­ing­ste Ver­wal­tungsaufwand entste­ht. Diesen Vorteil geben sie meist in Form von Girokon­ten ohne Ent­gelt an ihre Kun­den weit­er.

Bevor Sie ein Girokon­to eröff­nen, soll­ten Sie die Kosten ver­gle­ichen.

Arten von Girokonten

Girokon­ten gibt es in ver­schiede­nen Aus­führun­gen oder Preis­mod­ellen, sie unter­schei­den sich aber nicht in ihren Grund­funk­tio­nen: der Teil­nahme am bargeld­losen Zahlungsverkehr und Bargeld­bezug.

  • Gehalt­skon­to: Das soge­nan­nte „Gehalt­skon­to“ ist ein Girokon­to, auf das der Lohn über­wiesen wird. Oft­mals machen Banken die kosten­lose Kontoführung von der Höhe der regelmäßi­gen Gelde­ingänge abhängig.
  • Pri­vat­girokon­to: Diese Girokon­to-Vari­ante muss nicht zwin­gend für Lohne­ingänge genutzt wer­den, ste­ht aber auch für den Zahlungsverkehr zur Ver­fü­gung.
  • Guthabenkon­to: Diese Konto­form funk­tion­iert nur auf Guthaben­ba­sis. Überziehun­gen oder eingeräumte Überziehun­gen (Dis­po­si­tion­skred­ite) sind nicht möglich.
  • Gemein­schaft­skon­to: Ein Gemein­schaft­skon­to ist ein Girokon­to, das von mehreren Per­so­n­en mit gle­ichen Recht­en und Pflicht­en genutzt wer­den kann. Das Gemein­schaft­skon­to ist als „Und-Kon­to” oder „Oder-Kon­to” möglich. Bei einem „Und-Kon­to” muss jed­er Kon­toin­hab­er bei Transak­tio­nen zus­tim­men. Bei einem „Oder-Kon­to” kann jed­er Kon­toin­hab­er im Rah­men sein­er Rechte und Pflicht­en selb­st­ständig über das Kon­to ver­fü­gen.
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Was ist ein P-Kon­to?
Ein soge­nan­ntes „P-Kon­to“ ist ein Girokon­to, das einen Pfän­dungss­chutz enthält. Schuld­ner kön­nen bei ein­er vor­liegen­den Pfän­dung bei Gericht oder dem Gläu­biger beantra­gen, dass ihnen beim Pfän­den ein bes­timmter Geld­be­trag zur Exis­ten­zsicherung verbleibt. Dieser Betrag ste­ht dem Schuld­ner dann auf seinem P-Kon­to zur Ver­fü­gung. Er darf nicht gepfän­det wer­den.

So können Sie ein Girokonto eröffnen

Ein Girokon­to kön­nen Sie online oder in ein­er Bank­fil­iale eröff­nen. Einige Banken, soge­nan­nte Direk­t­banken, bilden eine Aus­nahme, da sie ohne klas­sis­che Fil­ialen auskom­men. Hier find­et der Prozess auss­chließlich online statt.

Bei der Eröff­nung eines Girokon­tos gehen Sie so vor:

  • Ver­gle­ichen Sie die Kon­di­tio­nen ver­schieden­er Anbi­eter hin­sichtlich fol­gen­der Merk­male:
    • Kontoführungsent­gelte
    • Ser­vice
    • Kündi­gungs­frist
    • Zin­sen
    • Gel­dau­to­mat­en in Ihrer Nähe
    • Kosten­lose Auszahlung inner­halb der EU oder weltweit
  • Wählen Sie die gewün­schte Bank aus
  • Stellen Sie Ihren Antrag auf ein Girokon­to online oder suchen Sie eine Bank­fil­iale auf
  • Für den Online-Antrag erfol­gt eine Iden­ti­fika­tion per PostI­dent oder VideoIdent. Hier­für benöti­gen Sie Ihren Per­son­alausweis oder Reisep­a­ss.
    • Beim PostI­dent Ver­fahren wen­den Sie sich an eine Post­fil­iale in Ihrer Nähe. Dort legit­imieren Sie sich mit dem Ausweis­doku­ment. Die Fil­iale bestätigt Ihre Iden­tität in einem For­mu­lar und schickt die Bestä­ti­gung mit Ihrem Antrag an die Bank.
    • Beim VideoIdent Ver­fahren benöti­gen Sie lediglich einen Com­put­er, ein Tablet oder ein Smart­phone, jew­eils mit Kam­era. Mit einem Videotele­fonat und ein­er sicheren Verbindung kön­nen Sie dann direkt durch einen Bankmi­tar­beit­er Ihre Iden­tität fest­stellen lassen.
  • Nach dem Ein­gang Ihres Antrages wird dieser bear­beit­et. Zuvor führt die Bank eine Bonität­sprü­fung durch und holt Ihre SCH­U­FA-Auskun­ft ein. Nach erfol­gre­ich­er Prü­fung wird Ihr Kon­to eröffnet. In der Regel erhal­ten Sie nach eini­gen Werk­ta­gen Ihre Unter­la­gen und Karte(n). Eine Aus­nahme bilden Basis- und Guthabenkon­to. Hier ist keine SCH­U­FA-Auskun­ft nötig, da die Bonität für die Eröff­nung keine Rolle spielt.
Icon Girokarte

comdi­rect giro­card
Mit der comdi­rect giro­card kön­nen Kun­den kosten­los Geld an allen Gel­dau­to­mat­en der Com­merzbank, der Deutschen Bank, der HypoVere­ins­bank und der Post­bank abheben. Darüber hin­aus gibt es die Möglichkeit, Bargeld an teil­nehmenden Shell-Tankstellen sowie bei aus­gewählten Han­delspart­nern zu beziehen.

Hinweis: Girokonto nicht automatisch mit Dispositionskredit

Ein Dis­po­si­tion­skred­it (eingeräumte Überziehung) wird nicht immer automa­tisch bei einem Girokon­to zur Ver­fü­gung gestellt. Wer diese Option nutzen möchte, kann das meist bei der Eröff­nung des Girokon­tos auswählen. Eine nachträgliche Beantra­gung ist eben­falls möglich. Die Höhe der eingeräumten Überziehung (des Dis­po­si­tion­skred­ites) ist abhängig von der Bonität des Kun­den. Meist richtet sich die eingeräumte Überziehung nach der Höhe der monatlichen Gelde­ingänge.

Wenn Sie ein Girokon­to ohne Dis­po­si­tion­skred­it eröff­nen, kön­nen Sie mit dem Kon­to im Rah­men der gedulde­ten Überziehung trotz­dem „ins Minus“ gehen, allerd­ings meist zu einem deut­lich höheren Zinssatz. Dies hängt jedoch von Ihrer Bank ab, denn eine Bank muss eine Überziehung nicht dulden. Mehr Infos dazu find­en Sie im Kapi­tel „Das Girokon­to überziehen: wenn das Kon­to ‚im Minus‘ ist“.

Girokonto ohne Schufa: Ist das möglich?

Die SCH­U­FA-Prü­fung ist bei den meis­ten Banken ein wichtiger Bestandteil der Kon­to­eröff­nung. Auf Basis dieser Kon­trolle kön­nen Banken prüfen, wie hoch die Kred­itwürdigkeit und ins­beson­dere das Aus­fall­risiko des Antrag­stellers ist. Damit min­imiert sich das Risiko für Banken, dass z. B. ein genutzter Kred­it nicht zurück­gezahlt wer­den kann.

Es gibt bei eini­gen Anbi­etern auch die Möglichkeit, ein Guthabenkon­to einzuricht­en. Auf diese Weise erhal­ten Sie ein Girokon­to ohne SCH­U­FA-Auskun­ft. Möcht­en Sie jedoch ein Girokon­to mit Dis­po­si­tion­skred­it (eingeräumte Überziehung) nutzen, erfol­gt im Vor­feld immer eine Bonität­sprü­fung. Somit gibt es kein Girokon­to mit Dis­po­si­tion­skred­it ohne SCH­U­FA-Auskun­ft.

Das Basiskonto

In Deutsch­land sind Kred­itin­sti­tute geset­zlich dazu verpflichtet, jedem Bürg­er ein Girokon­to anzu­bi­eten. Damit möchte die Kred­itwirtschaft dem Anspruch nachkom­men, dass jede „natür­liche” Per­son in Deutsch­land ein Kon­to führen kann, unab­hängig von ihrer Nation­al­ität oder der Bonität. Eine natür­liche Per­son ist jed­er Men­sch, der Recht­en und Pflicht­en unter­stellt ist. Das Gegen­teil ist eine juris­tis­che Per­son, also zum Beispiel eine Organ­i­sa­tion, ein Vere­in oder ähn­lich­es.

Mit dem Basiskon­to wurde diese Verpflich­tung umge­set­zt. Dabei han­delt es sich um ein Guthabenkon­to, das für Über­weisun­gen oder Lastschriften genutzt wer­den kann. Jed­er Bürg­er in Deutsch­land kann auf diese Weise am bargeld­losen Zahlungsverkehr teil­nehmen. Zahlungsaufträge oder Abbuchun­gen kön­nen aber nur erfol­gen, solange das Kon­to aus­re­ichen­des Guthaben aufweist. Eine Überziehung oder eine eingeräumte Überziehung (Dis­po­si­tion­skred­it) sind nicht möglich.

Die girocard: Ihr Zugang zum bargeldlosen Zahlen

Die giro­card ist eine Bankkarte für Ihr Girokon­to. Sie ermöglicht es Ihnen, bargeld­los zu bezahlen. Außer­dem kön­nen Sie mit der giro­card Geld am Auto­mat­en abheben. Abhängig von der Bank kön­nen beim Bargeld­bezug am Gel­dau­to­mat­en Ent­gelte anfall­en. Im All­t­ag wird die giro­card auch als „EC-Karte“ beze­ich­net. Dabei han­delt es sich eigentlich um den Vorgänger der giro­card, die sich aus den „eurocheques“ entwick­elt hat. Heute ist nur noch die giro­card im Ein­satz.

Tipp: Acht­en Sie beim Beantra­gen Ihres Girokon­tos darauf, an welchen Gel­dau­to­mat­en Sie kosten­frei Bargeld abheben kön­nen. Durch den kosten­losen Bargeld­bezug kön­nen Sie jährlich deut­lich Kosten eins­paren.

Der Unterschied: Kreditkarte vs. girocard

Die giro­card ist direkt mit Ihrem Girokon­to verknüpft. Beträge, die Sie damit bezahlen, wer­den zeit­nah von Ihrem Kon­to abge­bucht. Somit han­delt es sich bei diesen Zahlungsvorgän­gen nicht um einen Kred­it, son­dern um ein Lastschriftver­fahren: Sie ges­tat­ten Händlern bei der Nutzung der giro­card, den Rech­nungs­be­trag von Ihrem Kon­to einzuziehen.

Eine Kred­itkarte gewährt Ihnen im Unter­schied zur giro­card einen kurzfristi­gen Kred­it. Das bedeutet, dass bei ein­er Zahlung mit der Kred­itkarte zunächst nur Ihr Kred­itkartenkon­to belastet wird. Ihr Girokon­to bleibt davon erst ein­mal unberührt. Sie kön­nen somit the­o­retisch noch bezahlen, auch wenn das Guthaben Ihres Girokon­tos erschöpft ist. Erst mit der Kred­itkartenabrech­nung, die meist 1 x pro Monat erfol­gt, wird der Gesamt­be­trag Ihrer Kred­itkarten­rech­nung von Ihrem Girokon­to abge­bucht. Kred­itkarten wer­den in fast allen Län­dern akzep­tiert und kön­nen auch für Hotel- oder Miet­wa­gen­buchun­gen genutzt wer­den.

Eine Aus­nahme bilden soge­nan­nte „Deb­itkarten“. Damit kön­nen Kun­den per Kred­itkarte bezahlen. Der fäl­lige Betrag wird aber wie bei ein­er giro­card direkt vom mit der Kred­itkarte verknüpften Girokon­to abge­bucht. Deb­itkarten haben kein Kred­itkartenkon­to.

Zu den bekan­nten Kred­itkar­te­nan­bi­etern gehören Visa-Karte, Mas­ter­card oder Amer­i­can Express.

Hin­weis: Ges­tat­tet die Bank eine Überziehung nicht und fordert eine Rück­zahlung, sollte der Kunde dieser Forderung möglichst schnell nachge­hen. Anson­sten liegt ein Ver­trags­bruch vor, der zur Kündi­gung des Girokon­tos führen kann. In diesem Fall kann das neg­a­tive Auswirkun­gen auf Ihre Bonität haben. Deshalb soll­ten Sie bei allen Zahlun­gen immer darauf acht­en, dass Ihr Girokon­to über eine aus­re­ichende Deck­ung ver­fügt. Zudem sparen Sie sich auf diese Weise die Ent­gelte für eine Rück­buchung.

Das Girokonto überziehen: wenn das Konto „im Minus“ ist

Um Kun­den die weit­ere Teil­nahme am Zahlungsverkehr zu ermöglichen, obwohl auf dem Kon­to kein Geld mehr vorhan­den ist, kön­nen Banken für das Girokon­to einen soge­nan­nten „Dis­po­si­tion­skred­it“ ein­räu­men, umgangssprach­lich Dis­po und zukün­ftig eingeräumte Überziehung genan­nt. Dabei han­delt es sich um einen Kred­it ohne fest­gelegte Laufzeit. Er ermöglicht den Bankkun­den, in einem fest­gelegten Rah­men das Kon­to auch bei neg­a­tivem Kon­to­stand zu nutzen. Wird der Dis­po­si­tion­skred­it genutzt, erheben Banken dafür vari­able (Soll-) Zin­sen.

Den Rah­men des Dis­po­si­tion­skred­ites kön­nen Sie in der Regel eben­falls mit Ihrer Bank indi­vidu­ell und abhängig von der Bonität vere­in­baren. Grund­sät­zlich kön­nen Banken die Höhe des Dis­po­si­tion­skred­ites unter Berück­sich­ti­gung der schutzwürdi­gen Inter­essen jed­erzeit anpassen oder den Kred­it kündi­gen.

Geben Kun­den mit Ihrer giro­card über ihr Kon­toguthaben bzw. über den Dis­po­si­tion­skred­it hin­aus Geld aus, han­delt es sich um eine geduldete Überziehung des Girokon­tos. Überziehun­gen kann die Bank dulden, muss sie aber nicht. Es han­delt sich dabei nicht um eine fest­gelegte Summe wie bei einem Dis­pokred­it. Wie weit das Kon­to ins Minus gehen darf, hängt von der Bonität und der Höhe der regelmäßi­gen Gelde­ingänge des Kun­den ab. Überziehen Sie Ihr Girokon­to, liegt es immer im Ermessen der Bank, ob das geduldet wird oder nicht. Einen Anspruch darauf haben Kon­toin­hab­er nicht. Für eine geduldete Überziehung entste­hen Zin­sen, die im Gegen­satz zu den Dis­pokred­itzin­sen meist deut­lich höher sind. Überziehen Sie Ihr Girokon­to , wer­den zum Beispiel abge­buchte Beträge zurück­ge­bucht oder die Bank fordert den Kun­den auf, die Überziehung in ein­er bes­timmten Frist auszu­gle­ichen. Für Rück­buchun­gen entste­hen Kosten.

Gesetzeshammer Icon

Geset­zliche Unter­stützung bei Kon­towech­sel
Seit dem 18.09.2016 sind Banken geset­zlich dazu verpflichtet, Ver­brauch­er beim Kon­towech­sel zu unter­stützen. Im Rah­men der Unter­stützung informiert die neue Bank zum Beispiel Zahlungspart­ner über die neue Kon­toverbindung.

Girokonto wechseln: Welche Gründe gibt es und wie funktioniert der Wechsel?

Der Wun­sch, das Girokon­to zu wech­seln, kann ver­schiedene Gründe haben:

  • Die bish­erige Bank ver­langt für die Kontoführung Ent­gelte
  • Das Online-Bank­ing-Ange­bot ist nicht aus­re­ichend
  • Zu wenig Gel­dau­to­mat­en für kosten­lose Bargeld­ab­he­bung in der Nähe
  • Die Ent­gelte für das Girokon­to sind zu hoch
  • Der Ser­vice der aktuellen Bank reicht nicht aus

Möcht­en Sie Ihr Girokon­to wech­seln, soll­ten Sie dabei auf einige Aspek­te acht­en, damit der Über­gang zur neuen Bank rei­bungs­los abläuft.

Girokonto wechseln: Was muss ich beachten?

  • Suchen Sie sich bere­its vor der Kündi­gung eine neue Bank, bei der Sie Ihr Girokon­to eröff­nen wollen
  • Eröff­nen Sie zuerst das neue Girokon­to
  • Geben Sie bei den wichti­gen Stellen wie Arbeit­ge­ber, dem Finan­zamt oder Ihren Energiev­er­sorg­ern die neue Bankverbindung an
  • Ändern Sie beste­hende Dauer­aufträge und Einzugser­mäch­ti­gun­gen und richt­en Sie diese für die neue Bankverbindung ein
  • Über­prüfen Sie für einen Zeitraum von 2 Monat­en, ob alle regelmäßi­gen Abbuchun­gen kor­rekt erfol­gt sind
  • Hat alles rei­bungs­los funk­tion­iert, kön­nen Sie Ihr altes Girokon­to kündi­gen. Der Wech­sel ist dann kom­plett.

Checkliste Girokontowechsel

  • Welche regelmäßi­gen Eingänge, Dauer­aufträge und Lastschrifteinzüge gibt es auf dem alten Kon­to?
  • Sind die Bankverbindun­gen geän­dert?
    • Arbeit­ge­ber
    • andere Banken (für Zin­szahlun­gen, Div­i­den­den etc.)
    • Ver­sicherun­gen
    • Finan­zamt
    • Energiev­er­sorg­er
    • Mobil­funkan­bi­eter
    • Telekom­mu­nika­tion­san­bi­eter
    • Kinder­garten
    • GEZ
    • Kred­itkar­te­nan­bi­eter
  • Sind Dauer­aufträge auf dem neuen Kon­to ein­gerichtet?

Tipp: Lassen Sie das alte Kon­to am besten 2 Monate weit­er­laufen, um Mah­nun­gen oder Lastschriftrück­gaben zu ver­mei­den.

Das Girokonto auflösen: kostenlos und jederzeit möglich

Sie haben jed­erzeit die Möglichkeit, Ihr Kon­to zum Monat­sende zu kündi­gen. Eine geset­zlich vorgeschriebene Kündi­gungs­frist gibt es hier­für nicht. Allerd­ings leg­en Banken in ihren AGB meis­tens Fris­ten fest, die Sie im Ver­trag nach­le­sen kön­nen. Die Kündi­gungs­frist für Ihr Kon­to darf jedoch nie mehr als 1 Monat betra­gen.

Das müssen Sie beacht­en, wenn Sie Ihr Girokon­to auflösen:

  • Rechtlich ist ein Kündi­gungss­chreiben mit Unter­schrift für Kon­tokündi­gun­gen zwar nicht vorgeschrieben, oft wird dies aber in den Ver­trags­be­din­gun­gen der Bank ver­langt. Prüfen Sie Ihren Ver­trag auf die Form der Kündi­gung.
  • Ist Ihr Ver­trag nach dem 30. Sep­tem­ber 2016 neu abgeschlossen wor­den, reicht es, wenn Sie die Kündi­gung in Textform ohne Unter­schrift ein­re­ichen. Das kann zum Beispiel eine ein­fache Email oder eine SMS sein, sofern die Bank einen entsprechen­den Kom­mu­nika­tion­skanal zur Ver­fü­gung stellt. Die Bank kann nachträglich eine Bestä­ti­gung durch Orig­i­nalun­ter­schrift ver­lan­gen.
  • Nach dem Erhalt der Kündi­gung wird Ihr Kon­to zum gewün­scht­en Ter­min aufgelöst
  • Ist Guthaben auf Ihrem Girokon­to, wird es entwed­er auf das neue Kon­to über­wiesen oder Sie bekom­men es in der Bank aus­gezahlt
  • Ist Ihr Girokon­to im neg­a­tiv­en Soll­sal­do, müssen Sie es aus­gle­ichen, bevor Sie Ihr Girokon­to auflösen kön­nen

Wichtig: Auch Ihre Bank kann Ihnen das Kon­to kündi­gen. Hier­bei gilt eine geset­zliche Kündi­gungs­frist von min­destens 2 Monat­en.

FAQ Girokonto

Was ist ein Girokonto?

Ein Girokon­to ist ein Bankkon­to, mit dem Sie Ihren Zahlungsverkehr regeln kön­nen und über das Sie Bargeld erhal­ten.

Wie kann ich ein Girokonto eröffnen?

Die Eröff­nung kann online oder in ein­er Bank­fil­iale erfol­gen.

Welche Voraussetzungen gelten für die Eröffnung eines Girokontos?

In der Regel gel­ten Volljährigkeit, fes­ter Wohn­sitz in Deutsch­land, möglichst regelmäßige Einkün­fte und eine aus­re­ichende Bonität als Voraus­set­zun­gen für die Eröff­nung eines Girokon­tos. Es gibt aber auch Aus­nah­men, in denen Min­der­jährige ein Girokon­to bekom­men kön­nen. Zusät­zlich gibt es das soge­nan­nte Basiskon­to, durch das jed­er Ver­brauch­er in Deutsch­land per Gesetz das Recht auf eine eigene Kon­toverbindung hat. Hier­bei sind die Bonität und ein regelmäßiges Einkom­men nicht auss­chlaggebend.

Wann kann ich das Girokonto kündigen?

Das geht jed­erzeit, wobei die Kündi­gungs­frist max­i­mal 1 Monat beträgt.

Was ist eine girocard?

Mit dieser Bankkarte kön­nen Kon­toin­hab­er in Deutsch­land und im europäis­chen Aus­land am bargeld­losen Zahlungsverkehr teil­nehmen d.h. in Geschäften bezahlen oder Bargeld am Gel­dau­to­mat­en abheben.

Was ist ein Dispositionskredit?

Das ist eine von der Bank eingeräumte Kred­itlin­ie ohne feste Laufzeit. Zin­sen entste­hen erst und nur dann, wenn der Dis­po­si­tion­skred­it genutzt wird. Mit einem Dis­po­si­tion­skred­it kön­nen Ver­brauch­er ihr Girokon­to weit­er nutzen, auch wenn der Kon­to­stand neg­a­tiv ist.