Hans-Dieter Schulz, Mitherausgeber der 'Hoppenstedt-Charts' und L. Mathes analysieren für compass die Weltbörsen

Analyse von H.-D. Schulz Archiviert: DAX: Zurück in dünner Luft

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Hans-Dieter Schulz

Der Mither­aus­ge­ber der Hop­pen­st­edt-Charts und L. Math­es analysieren für das Mag­a­zin die Welt­börsen.

Trotz zunehmender Molltöne im Zusam­men­spiel der glob­alen Kon­junk­turindika­toren legte der Deutsche Aktienin­dex (DAX) seit Mitte August spür­bar zu. Die vor­ange­gan­genen Kursver­luste kon­nte er nahezu aus­gle­ichen. Für Anleger ist das erfreulich, aber Aktien bleiben neben allen Chan­cen auch Risikopa­piere. Kippt die Stim­mung wieder oder klet­tert der DAX weit­er an der Mauer aus Angst empor?

Nach wie vor bewe­gen sich die Märk­te im Span­nungs­feld der großen The­men USA/China und dem Anlagenot­stand, der sich aus dem Geld­schöp­fung­sprozess der Zen­tral­banken ergibt. Neu ins Gedächt­nis gerufen hat sich jüngst dazu noch die Krisen­re­gion Nahost, wo diverse ungelöste Kon­flik­te immer wieder auf­flam­men und der Welt nun ein­mal mehr schla­gar­tig höhere Ölpreise beschert haben. Die Indizes waren zuvor wack­er angestiegen und zeigten sich auch angesichts des Angriffs auf saud­is­che Raf­fine­r­ien zunächst gelassen. Der im Chart zu sehende jüng­ste Anstieg des DAX spiegelt am ehesten das Ver­trauen der Anleger in die Entschlossen­heit von Fed und EZB wider, auch dieses Mal erneut die dro­hende Rezes­sion mit frischem Geld im Zaum hal­ten zu kön­nen.

Der DAX bewegt sich dadurch wieder im Bere­ich um 12.400 Punk­ten. Der scharfe Ein­bruch vom August wurde genau­so schnell zurück­gekauft und ist schon fast wieder aus­geglichen. Die deutschen Stan­dard­w­erte bewe­gen sich damit erneut in Reich­weite des Jahreshochs, das Anfang Juli bei 12.630 Zäh­lern erk­lom­men wurde.

Das technische Potenzial ist ausgeschöpft

Mit Blick auf das Fünf-Jahres-Schaubild bliebe sog­ar noch etwas mehr Luft nach oben, weil im Bere­ich von 12.800 Punk­ten auch noch eine grau eingeze­ich­nete Wider­stand­szone aus dem Jahr 2017 ver­läuft. Doch wenn auf ein­mal Anleger wieder an die Gewinnsicherung denken und Kasse machen wollen, dann kann der DAX auch schnell wieder 500 Punk­te ver­lieren. Für Aktien spricht unverän­dert die Div­i­den­den­ren­dite. Doch das Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis ist hoch und wird weit­er steigen, je tiefer die Unternehmen ihre Gewin­ner­wartun­gen rev­i­dieren müssen. Trumps pro­tek­tion­is­tis­che Maß­nah­men wer­den bei den Gewin­nen der mehrheitlich expor­to­ri­en­tierten deutschen Stan­dard­w­erte sich­er Bremsspuren hin­ter­lassen. Anleger soll­ten die aktuelle Aufwärts­be­we­gung daher sicher­heit­shal­ber nutzen, um das Depot jet­zt etwas zu bere­ini­gen und die Liq­uid­ität­squote zu erhöhen.

Referenzzeitraum: 16.09.2014 bis 16.09.2019
Ref­erenzzeitraum: 16.09.2014 bis 16.09.2019
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