Kostenloses Girokonto für Studenten – Das Studentenkonto

Kostenloses Girokonto für Studenten Das Studentenkonto

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Manche sagen, es ist die schönste Zeit im Leben: monatelang Urlaub nehmen, die Welt bereisen, flexibel sein, den Universitätsalltag und die Freiheit genießen. Das Studentenleben hat sehr viele Vorzüge, doch von einer Sache ist oft viel zu wenig vorhanden: Geld.

Bei dem Studentenkonto handelt es sich um ein reguläres Girokonto, das den besonderen Anforderungen des Studentenlebens gerecht wird. Doch welche Vorteile hat ein Studentenkonto und wie muss nun ein solches Konto aussehen, damit es für einen Studenten/ eine Studentin interessant ist?

Dazu müssen wir uns zunächst die spezielle Lebenssituation eines durchschnittlichen Studierenden genauer ansehen:

  • Er/Sie hat meistens wenig Geld zur Verfügung, da er/sie über kein regelmäßiges Einkommen verfügt
  • Studierende reist gerne und viel, auch ins Ausland
  • Flexibilität spielt eine wichtige Rolle um sich alle Möglichkeiten offen zu halten
  • Er/Sie will mobil sein: das Wichtigste muss auf dem Smartphone zugänglich sein

Aus diesen Lebensbedingungen ergeben sich eine Reihe von Anforderungen, die ein Studentenkonto erfüllen sollte.

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Um für Studenten attraktiv zu sein, sollte ein Studentenkonto folgende Kriterien erfüllen.

Anforderungen an das Studentenkonto

Studenten haben häufig kein regelmäßiges Einkommen. Die einen werden von den Eltern unterstützt, andere erhalten dagegen BAföG, wieder andere jobben nebenbei. Und oft ist es eine Mischung aus den genannten Einkommensquellen.

Woher ein Student sein Einkommen bezieht und wie hoch dieses ist, kann sich natürlich im Laufe des Studiums immer wieder ändern. Daher ist es wichtig, dass ein Studentenkonto auch eröffnet werden kann, wenn der monatliche Mindestgeldeingang nicht garantieren werden kann.

Bei den meisten Online‐Banken wurde sie bereits vor Jahren abgeschafft, bei manchen Filialbanken gibt es sie immer noch: die Kontoführungsentgelte.

Gerade Studenten müssen in der Regel sehr aufs Geld achten. Unnötige Entgelte sollten daher vermieden werden. Dazu gehört inzwischen auch das Kontoführungsentgelt. Ein Studentenkonto sollte daher keine zusätzlichen Entgelte haben.

Wer bargeldlos zahlen will, ist auf sie angewiesen: die girocard. Einige Banken erheben für die Ausstellung Entgelte, bei einem Studentenkonto sollten diese wegfallen. Kreditkarten werden dagegen oft nur an Kunden vergeben, die ein regelmäßiges Einkommen vorzuweisen haben. Studenten müssen in einem solchen Fall auf einen fremden Anbieter von Kreditkarten ausweichen, wenn sie auf die Vorteile einer solchen Karte nicht verzichten wollen.

Einige wenige Anbieter haben auch sogenannte Prepaid Kreditkarten im Angebot. Diese müssen, ähnlich wie bei einem Prepaid Handy, zuerst mit Guthaben aufgeladen werden, bevor sie benutzt werden können. Dadurch steht der Student nicht in der Gefahr, einen Lebensstil “auf Pump” zu führen, den er sich gar nicht leisten kann.

Die einfachste Lösung ist allerdings ein Girokonto, bei dem die Kreditkarte inklusive ist. Auch dieser Service sollte bei einem Studentenkonto kostenlos sein. Bei Studenten schränken manche Banken dann den Verfügungsrahmen ein und bemessen diesen in der Regel geringer als bei berufstätigen Kunden.

In der Regel wohnen Studenten zur Miete, haben einen Handyvertrag, und müssen diverse Nebenkosten bezahlen. Das passiert dann oft per Überweisung und die sollte bei einem Konto für Studenten nichts kosten.

In den USA wird es immer seltener, aber hierzulande ist es nach wie vor beliebt oder gar notwendig: das Bezahlen in bar. Beispielsweise akzeptieren Kaffeeautomaten in der Universität in den seltensten Fällen Debitkarten oder Kreditkarten und deswegen ist es praktisch, wenn immer etwas Bargeld im Geldbeutel ist. Daher sollte auch das Abheben am Geldautomaten für Studenten kostenlos sein.

Ausgedruckte Kontoauszüge sind im Zuge des Online Bankings immer weniger notwendig. Doch es gibt nach wie vor Banken, die diese Belege ausgedruckt nach Hause schicken — das Porto zahlt dabei der Kunde. Um das zu verhindern, kann in der Regel gleich bei Eröffnung des Kontos angeben werden, dass die Auszüge online abrufen werden. Bei allen online-geführten Girokonten sind diese online abrufbar und können als pdf‐Datei auf dem eigenen Gerät abgespeichert werden. Nicht nur bei einem Studentenkonto sollte dieser Service für einen Kunden kostenlos sein.

Wenn Sie Ihr Konto überziehen, dann berechnet Ihnen die Bank dafür Zinsen — die sogenannten Dispositionszinsen. Vor allem als Student mit unregelmäßigem Einkommen kann das immer mal wieder vorkommen. Für die Einräumung eines Dispositionskredites ist zu beachten, dass auch bei Studenten eine aktive Kontonutzung mit mehr oder weniger regelmäßigem Geldeingang erwartet wird.

Was viele nicht wissen: Es gibt zum Teil sehr große Unterschiede in der Höhe dieser Dispositionszinsen. Manche Banken verlangen etwas mehr als 4%, andere dagegen fast 14%.

Egal ob Erasmus in Schottland oder Backpacking‐Urlaub in Thailand – Studenten sind gerne unterwegs. Deswegen muss das Konto mit all seinen Funktionen auch im Ausland funktionieren. Ganz konkret vor allem die Kreditkarte. Als Student sollte es möglich sein, kostenlos Geld abzuheben und mit der Kreditkarte bezahlen zu können.

Der durchschnittliche Student ist in Deutschland fast 25 Jahre alt. Damit gehört er zur Generation derer, die fast alles online erledigen. In die Bankfiliale gehen, um eine Überweisung zu tätigen? Kommt nicht in Frage. Ein Studentenkonto sollte daher die Möglichkeit bieten, alles rund um das eigene Geld online zu erledigen.

Allerdings reicht es heutzutage nicht mehr aus, nur Online‐Banking anzubieten. Der Trend geht immer mehr dahin, alles — auch die Bankgeschäfte — über das Smartphone zu erledigen. Jede Bank, die ein Studentenkonto anbietet, sollte daher im Idealfall auch eine dazugehörige App zur Verfügung stellen.

Eröffnung des Studentenkontos

Bei der Eröffnung sollten Sie ihren Studentenstatus belegen können, am besten mit Hilfe einer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung. Anschließend gehen Sie mit ihrem ausgefüllten Antrag, der Bescheinigung und einem Lichtbildausweis einfach zu einer Postfiliale in Ihrer Nähe und lassen sich Ihre Identität anhand des Ausweises von einem Mitarbeiter bestätigen. Die Post schickt dann alles zusammen an die Bank.

Alternativ dazu bieten immer mehr Banken zusätzlich zum gerade beschriebenen PostIdent Verfahren auch die Identifizierung per VideoIdent an. Dabei wird die Identität anhand des in die Kamera gehaltenen Ausweises festgestellt und bestätigt. Halten Sie dazu einfach Ihren gültigen deutschen Personalausweis/Reisepass oder österreichischen Reisepass (Ausstellung ab 05.09.2014) bereit. Den Antrag auf Kontoeröffnung reichen Sie dabei komplett online ein.

Als besonderen Anreiz zahlen einige Banken bei der Kontoeröffnung auch eine Prämie.

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Auch comdirect bietet ein kostenloses Girokonto an. Hier erfahren Sie alles zu den Konditionen.

Fazit

Die eigene finanzielle Situation als Student kann manchmal zur Belastung werden. Ein Studentenkonto hilft dabei, diese Last möglichst gering zu halten und unnötige Kosten zu verhindern. Die wichtigsten Kriterien für das Studentenkonto finden Sie hier noch einmal zusammengefasst:

  • Die Eröffnung, die Kontoführung und die Nutzung im In‐ und Ausland sind kostenlos, auch wenn kein regelmäßiger Geldeingang garantiert werden kann
  • Wenn es doch mal eng wird, und das Konto überzogen wird, sind die Dispositionszinsen relativ gering
  • Studenten können ihre Bankgeschäfte bequem online erledigen – sogar per App auf dem Smartphone

Auf die Dauer eines Studiums hochgerechnet, kann es sich aus den genannten Gründen auf jeden Fall lohnen ein Studentenkonto zu eröffnen.