Vorsorge fuer den Nachwuchs

Sparplan für Kinder Vorsorge für den Nachwuchs

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Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt sagt: Bis der Nach­wuchs sei­ne Voll­jäh­rig­keit erreicht hat, inves­tie­ren Eltern durch­schnitt­lich 130.000 Euro in ihre Kin­der. Was bei Win­deln und Brei beginnt, setzt sich unauf­halt­sam fort — Schul­bü­cher, Füh­rer­schein, die ers­te eige­ne Woh­nung, das Wunsch­stu­di­um. Es ist also nicht von der Hand zu wei­sen, dass sich ein finan­zi­el­les Pols­ter anbie­tet, um sei­ne Kin­der auf ihrem Weg in das eige­ne Berufs­le­ben zu beglei­ten und zu unter­stüt­zen. Eine Lösung dafür ist ein Spar­plan für Kin­der, der meist sogar schon bei der Geburt des Nach­wuch­ses ein­ge­rich­tet wird.

Das Ange­bots­uni­ver­sum der Ban­ken deckt dabei die gesam­te Band­brei­te der Spar­pro­duk­te ab. Der Wan­del der Zeit macht aller­dings auch vor tra­di­tio­nel­len Spar­plä­ne nicht Halt – wenn frü­her Bau­spar­ver­trä­ge und Spar­bü­cher die Favo­ri­ten waren, sind es heu­te durch­aus auch Wert­pa­pier­spar­plä­ne.

Wie funktioniert ein Sparplan für Kinder?

Der 1. Schritt zu einem Spar­plan für Kin­der ist die Eröff­nung eines Kon­tos oder Depots für das Kind. Hier gibt es 2 Mög­lich­kei­ten:

  1. Der­je­ni­ge, der den Spar­plan ein­rich­tet – Eltern, Groß­el­tern oder Tan­te und Onkel – nimmt die Eröff­nung im eige­nen Namen vor. Sie kön­nen für das Kind als Begüns­tig­ten ein Ver­fü­gungs­recht zu einem bestimm­ten Stich­tag ein­tra­gen.
  2. Der Spar­plan für Kin­der wird sofort auf den Namen des Kin­des ein­ge­rich­tet. Denn auch, wenn das Kind noch nicht geschäfts­fä­hig ist, ist es doch recht­mä­ßi­ger Eigen­tü­mer des Gut­ha­bens. Ver­tre­tungs­be­rech­tigt sind hier natür­lich bis zur Voll­jäh­rig­keit die Eltern.

Die Tren­nung vom Ver­mö­gen der Eltern bringt auch einen steu­er­li­chen Vor­teil: Da jede Per­son in Deutsch­land von Geburt an steu­er­pflich­tig ist, fal­len grund­sätz­lich auch Steu­ern auf die Erträ­ge aus dem Spar­plan für Kin­der an. Um die auto­ma­ti­sche Abfüh­rung der Abgel­tungs­teu­er durch die Bank zu ver­hin­dern, kann dafür auch ein Frei­stel­lungs­auf­trag in Höhe des gesam­ten Spa­rer-Pausch­be­tra­ges von aktu­ell 801 Euro hin­ter­legt wer­den. Dar­über hin­aus sind alle Ein­künf­te bis zur Höhe des Grund­frei­be­tra­ges (8.820 Euro für 2017 und 9.000 Euro für 2018) grund­sätz­lich steu­er­frei. Zusam­men mit einem Son­der­aus­ga­ben-Pausch­be­trag (36 Euro) ergibt sich für jedes Kind ein Frei­be­trag von ins­ge­samt 9.657 Euro für 2017 bzw. 9.837 Euro für 2018. Bezie­hen die Kin­der kei­ne ande­ren steu­er­pflich­ti­gen Ein­künf­te, sind so gro­ße Steu­er­frei­be­trä­ge für Kapi­tal­ein­künf­te mög­lich. Dem­ge­gen­über wären die Frei­be­trä­ge für Spar­plä­ne für Kin­der als Teil des Ver­mö­gens der Eltern in maxi­ma­ler Höhe des Spa­rer-Pausch­be­tra­ges schnell aus­ge­schöpft und müss­ten ver­steu­ert wer­den.

Tipp: Fällt Ihre Ent­schei­dung zuguns­ten eines Wert­pa­pier­spar­pla­nes aus, dann wäh­len Sie eine Bank, die eine kos­ten­lo­se Depot­füh­rung anbie­tet und bei Invest­ment­fonds auf den Aus­ga­be­auf­schlag ver­zich­tet. com­di­rect führt zum Bei­spiel ein soge­nann­tes „Junior­De­pot“, das ist ein Wert­pa­pier­de­pot spe­zi­ell für min­der­jäh­ri­ge Kin­der. Es wird immer auf den Namen des Kin­des eröff­net. Erzie­hungs­be­rech­tig­te und ggf. wei­te­re Bevoll­mäch­tig­te erhal­ten Zugriff. Mit dem Ein­tritt der Voll­jäh­rig­keit bekommt Ihr Kind dann das Ver­fü­gungs­recht.

Ihre Vor­tei­le mit dem Junior­De­pot von com­di­rect

  • Kos­ten­lo­se Depot­füh­rung bei Wert­pa­pier­spar­plä­nen oder ab 2 Tra­des im Quar­tal
  • Spar­ra­te schon ab 25 Euro
  • Lang­fris­ti­ge und fle­xi­ble Spar­mög­lich­keit für Ihren Nach­wuchs
  • Steu­er­frei­be­trag von bis zu 9.837 Euro pro Kind
  • Akti­ons­wei­se Prä­mi­en bei Depo­t­er­öff­nung

Für wen ist ein Sparplan für Kinder geeignet?

Ganz ein­fach: für alle, die für den Nach­wuchs früh­zei­tig ein finan­zi­el­les Pols­ter auf­bau­en möch­ten. Sicher­heits­ori­en­tier­te Spa­rer kön­nen auf klas­si­sche Spar­plä­ne mit fes­ter Ver­zin­sung set­zen. Chan­cen­ori­en­tier­te Anle­ger hin­ge­gen erzie­len mit Fonds­spar­plä­nen häu­fig mehr Ren­di­te, aller­dings ist auch das Ver­lust­ri­si­ko durch Kurs­schwan­kun­gen höher. Eine lang­fris­ti­ge Pla­nung erleich­tert den Ver­mö­gens­auf­bau und ermög­licht Ihrem Kind spä­ter, sich Wün­sche wie ein Auto oder eine eige­ne Woh­nung leich­ter zu erfül­len. Wer genau einen Spar­plan für Kin­der anle­gen darf, ist nicht fest­ge­legt. Natür­lich sind es tra­di­tio­nell die Eltern oder Groß­el­tern, die einen Spar­plan für ihre Kin­der oder Enkel ein­rich­ten. Eben­so gut kön­nen aber auch die Paten für ihre Paten­kin­der einen finan­zi­el­len Grund­stein legen.

Welche Vorteile bietet ein Sparplan für Kinder?

Gene­rell bie­ten Ihnen Spar­plä­ne die Chan­ce, durch die lang­fris­ti­ge, kon­ti­nu­ier­li­che Bespa­rung suk­zes­si­ve ein klei­nes Ver­mö­gen auf­zu­bau­en. Jeden Monat 25 Euro zur Sei­te zu legen tut weni­ger weh, als nach 17 Jah­ren auf einen Schlag 2.000 Euro für den Füh­rer­schein zu bezah­len. Eltern, deren Kin­der stu­die­ren, wis­sen: Ein Stu­di­um kann teu­er wer­den. Vor allem, wenn das Stu­di­um mit einem Umzug ver­bun­den ist – denn gera­de die Uni­ver­si­täts­städ­te wei­sen die höchs­ten Miet­spie­gel in Deutsch­land auf.

Ein wei­te­rer Vor­teil des Spar­pla­nes für Kin­der ist sei­ne Fle­xi­bi­li­tät, denn er ist nicht an einen ein­zel­nen Geld­ge­ber oder eine bestimm­te monat­li­che Ein­zah­lung gebun­den. Wann immer Ihr Kind Geld­ge­schen­ke erhält – zum Geburts­tag, zu Weih­nach­ten, zur Kon­fir­ma­ti­on oder Jugend­wei­he – kön­nen die­se als Son­der­zah­lun­gen in den Spar­plan ein­flie­ßen. Außer­dem kön­nen Sie die Spar­bei­trä­ge fle­xi­bel erhö­hen oder bei Bedarf auf die Min­dest­sum­me begren­zen. Ver­min­dert sich Ihre Liqui­di­tät, kön­nen Sie die Spar­be­trä­ge auch aus­set­zen.

Natür­lich hat nicht jeder Spa­rer die glei­che Anle­ger­men­ta­li­tät. Das gilt für die eige­nen Spar­vor­ha­ben genau­so wie für einen Spar­plan zuguns­ten Drit­ter. Groß­el­tern mögen bei einem Spar­plan für Kin­der eher vor­sich­tig agie­ren und das Geld bei­spiels­wei­se lie­ber in einen Bau­spar­ver­trag oder ein Tages­geld­kon­to inves­tie­ren, wobei Tages­geld­kon­ten als Ziel­kon­to gegen­über dem Spar­buch einen kla­ren Vor­teil haben: Wird das Geld gebraucht, kann der Begüns­tig­te über den gesam­ten Betrag in einer Sum­me ver­fü­gen. Bei einem Spar­buch sind in der Regel ledig­lich 2.000 Euro inner­halb von 30 Zins­ta­gen ver­füg­bar. Über den dar­über hin­aus­ge­hen­den Betrag fal­len Vor­schuss­zin­sen an. Eltern, die mit Akti­en han­deln und in die Finanz­märk­te ver­trau­en, set­zen auf­grund der lan­gen Lauf­zeit eher auf Invest­ment­fonds mit breit gestreu­tem Risi­ko.

Wie auch immer Ihre Anle­ger­men­ta­li­tät sein mag – Spar­plä­ne für Kin­der bie­ten Lösun­gen für jede Anla­ge­form und jeden Zeit­ho­ri­zont.

Worauf Sie bei einem Sparplan für Kinder achten sollten

Eines soll­ten Sie bei der Anla­ge auf ein Tages­geld­kon­to aller­dings im Hin­ter­kopf haben: Auf­grund der lan­gen Lauf­zeit wirkt sich die Infla­ti­on auf die Ver­mö­gens­ent­wick­lung aus. Kurz gesagt: Wer rein auf Tages­geld setzt, ris­kiert einen mas­si­ven Ren­di­te­ver­lust.

Zur Ver­an­schau­li­chung eine klei­ne Rech­nung: Bei einer jähr­li­chen Spar­ra­te von 300 Euro ent­spre­chen die 300 Euro des 1. Jah­res bei einer Infla­ti­ons­ra­te von 2 % nach 17 Jah­ren noch 214 Euro. Von den 300 Euro aus dem 2. Jahr sind nach 16 Jah­ren noch 219 Euro übrig. Las­sen Sie sich ange­sichts die­ser Rech­nung durch den Kopf gehen, ob ein Invest­ment in einen Akti­en­spar­plan viel­leicht eine infla­ti­ons­re­sis­ten­te­re Lösung ist. Nicht umsonst gel­ten Akti­en als Sach­wer­te. Preis­stei­ge­run­gen bei den Zulie­fer­be­trie­ben gibt die Akti­en­ge­sell­schaft bei­spiels­wei­se durch höhe­re Prei­se an die End­ver­brau­cher wei­ter, der Akti­en­kurs wird davon kaum beein­flusst.

Wie sicher ist Ihr Geld bei einem Sparplan für Kinder?

Sie fra­gen sich, ob Ihr Geld bei einem Spar­plan für Kin­der sicher ist? Die Ant­wort auf die­se Fra­ge hängt von der gewähl­ten Form ab. Haben Sie sich für einen Spar­plan zuguns­ten eines Spar­bu­ches, eines Tages­geld­kon­tos oder eines Bau­spar­ver­tra­ges ent­schie­den, unter­liegt Ihr Gut­ha­ben der soge­nann­ten „Ein­la­gen­si­che­rung“, die pro Spa­rer und Bank min­des­tens 100.000 Euro beträgt.

Aber auch, wenn Sie sich für einen Invest­ment­spar­plan als Spar­plan für Kin­der ent­schie­den haben, ist Ihr Geld sicher, denn die Kun­den­gel­der, die in Fonds­an­tei­le inves­tiert sind, zäh­len zum Son­der­ver­mö­gen der Fonds­ge­sell­schaft. Die­ses Son­der­ver­mö­gen muss getrennt vom Eigen­ka­pi­tal der Fonds­ge­sell­schaft ver­wahrt wer­den und fällt bei einer Insol­venz nicht in die Insol­venz­mas­se. Der Fonds besteht unab­hän­gig von der Exis­tenz der Fonds­ge­sell­schaft wei­ter und kann von einem ande­ren Ver­wal­ter fort­ge­führt wer­den. Einen Risi­ko­fak­tor gibt es aller­dings: Fonds und Akti­en unter­lie­gen gene­rell etwai­gen Kurs­schwan­kun­gen.