Kreditkarte zum Girokonto - Vorteile einer Kreditkarte

Rund ums Girokonto Die Kreditkarte zum Girokonto

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Wel­che Vor­tei­le bie­tet die Kre­dit­kar­te zum Giro­kon­to? Was sind die Unter­schie­de zur unab­hän­gi­gen Kre­dit­kar­te? Und wel­che Kre­dit­kar­te ist die rich­ti­ge für Sie? In die­sem Bei­trag erfah­ren Sie mehr.

Girokonto mit Kreditkarte

Bar­geld genießt in Deutsch­land einen hohen Stel­len­wert. Vor allem bei Zah­lungs­be­trä­gen unter 50 Euro zei­gen Umfra­gen, dass die über­wie­gen­de Mehr­heit lie­ber nicht zur Kar­te greift1. Ver­gli­chen mit den USA liegt in Sachen bar­geld­lo­ses Zah­len vor allem die Kre­dit­kar­te zurück: Im Schnitt sind die Kre­dit­kar­ten­um­sät­ze eines US-Bür­gers sie­ben­mal höher als die eines Deut­schen2. Den­noch, der Trend ist stei­gend und das hat vor allem einen Grund: Inzwi­schen bie­ten hier­zu­lan­de vie­le Ban­ken die Kre­dit­kar­te auto­ma­tisch zum Giro­kon­to an.

Diese Vorteile hat ein Girokonto mit Kreditkarte

Kre­dit­kar­ten­an­bie­ter wie Visa oder Mas­ter­card arbei­ten eng mit Ban­ken zusam­men, sodass Sie als Bank­kun­de die Kar­te nicht vom Anbie­ter selbst erhal­ten, son­dern direkt vom Kre­dit­in­sti­tut. Bei vie­len Ban­ken gibt es die Kre­dit­kar­te zum klas­si­schen Giro­kon­to heu­te sogar auto­ma­tisch. Auf­fäl­lig ist, dass vor allem Direkt­ban­ken die­se Kom­bi­na­ti­on häu­fig anbie­ten. Im Ver­gleich bie­ten Fili­al­ban­ken Giro­kon­ten und Kre­dit­kar­ten häu­fig als getrenn­te Pro­duk­te an. Doch was soll­ten Sie als Ver­brau­cher beach­ten, wenn es um die Kre­dit­kar­te zum Giro­kon­to geht? Zunächst zu den Vor­tei­len eines Giro­kon­tos mit Kre­dit­kar­te:

Mit einer Kre­dit­kar­te kön­nen Sie welt­weit bei zahl­rei­chen Akzep­tanz­stel­len bar­geld­los bezah­len. Wenn Sie die Kre­dit­kar­te nut­zen, die Sie zusam­men mit Ihrem Giro­kon­to erhal­ten, haben Sie jeder­zeit Über­sicht über Ihre Finan­zen. In der Regel sehen Sie direkt neben Ihrem aktu­el­len Kon­to­stand die Zah­lun­gen mit der Kre­dit­kar­te und kön­nen sofort abglei­chen, ob Ihr Giro­kon­to die­se Aus­ga­ben deckt.

Häu­fig bekom­men Sie die Kre­dit­kar­te ein­fach auto­ma­tisch zum Giro­kon­to dazu. Ein Giro­kon­to mit Kre­dit­kar­te zu eröff­nen macht dem­nach nicht mehr Auf­wand als die Eröff­nung eines Giro­kon­tos ohne Kre­dit­kar­te.

Für einen Kre­dit­kar­ten­ver­trag, der unab­hän­gig vom Giro­kon­to abge­schlos­sen wur­de, fal­len in der Regel fes­te Jah­res­ent­gel­te an. Die Kre­dit­kar­ten­ent­gel­te unter­schei­den sich je nach Anbie­ter deut­lich. Erfreu­lich: Die Kre­dit­kar­te zum Giro­kon­to wird oft ohne zusätz­li­che Kos­ten und Ent­gel­te ange­bo­ten.

Auch wenn Sie zu Ihrem Giro­kon­to auto­ma­tisch eine Kre­dit­kar­te erhal­ten, ent­schei­den Sie natür­lich selbst, ob Sie damit bezah­len möch­ten oder nicht. Für das all­täg­li­che Bezah­len im Geschäft kön­nen Sie wei­ter Ihre giro­card (Debit­kar­te) nut­zen.

Die Kreditkarte unabhängig vom Girokonto beantragen

Was ist der Unter­schied zu einer vom Giro­kon­to unab­hän­gi­gen Kar­te? Im Grun­de sind die Dif­fe­ren­zen nicht groß. Wel­che Wahl die rich­ti­ge für Sie per­sön­lich ist, hängt ganz von Ihren per­sön­li­chen Bedürf­nis­sen ab. Im Fol­gen­den die wesent­li­chen Unter­schie­de:

Unab­hän­gig davon, ob die Kre­dit­kar­te mit dem Giro­kon­to aus­ge­ge­ben oder ein sepa­ra­tes Kre­dit­kar­ten­kon­to ein­ge­rich­tet wur­de, wer­den die Zah­lun­gen vom Anbie­ter auf einem geson­der­ten Kre­dit­kar­ten­kon­to erfasst und zum ver­trag­lich fest­ge­leg­ten Zeit­punkt von Ihrem Giro­kon­to abge­bucht. Wel­ches Kon­to belas­tet wird, legen Sie als Kar­ten­kun­de selbst fest. Umsät­ze mit einer Kre­dit­kar­te, die zum Giro­kon­to ange­bo­ten wird, wer­den dage­gen auto­ma­tisch von die­sem Giro­kon­to abge­bucht.

Sie kön­nen sich zwar aus­su­chen, von wel­chem Giro­kon­to Ihre unab­hän­gi­ge Kre­dit­kar­te abbucht, was durch­aus ein Vor­teil sein kann, auf der ande­ren Sei­te müs­sen Sie aber den Über­blick über Ihre Aus­ga­ben behal­ten. Aus­ga­ben mit einer unab­hän­gi­gen Kre­dit­kar­te sehen Sie nicht gleich in der Kon­to­über­sicht Ihres Giro­kon­tos, Sie müs­sen sich auf 2 Wegen Über­blick ver­schaf­fen.

Wenn Sie eine vom Giro­kon­to unab­hän­gi­ge Kre­dit­kar­te wün­schen, haben Sie eine gro­ße Aus­wahl an unter­schied­li­chen Kar­ten. Sie kön­nen sich zwi­schen Ange­bo­ten mit den unter­schied­lichs­ten Zusatz­leis­tun­gen ent­schei­den: Rei­se­ver­si­che­run­gen, Bonus­pro­gram­me, Zugang zur Air­port-Lounge – je grö­ßer der Leis­tungs­um­fang, des­to höher sind oft die Jah­res­ent­gel­te. Prü­fen Sie beim Ver­gleich der Ange­bo­te, wel­che Zusatz­leis­tun­gen Sie wirk­lich brau­chen und ob die­se auch bei einer Vari­an­te mit Giro­kon­to ent­hal­ten ist.

Bis heu­te ist die Kre­dit­kar­te hier­zu­lan­de nicht so weit ver­brei­tet wie in vie­len ande­ren Län­dern der Welt – vor allem bei klei­ne­ren Zah­lungs­be­trä­gen grei­fen vie­le Ver­brau­cher immer noch lie­ber zum Bar­geld oder zur giro­card (Debit­kar­te). Aber auch wenn sich die Deut­schen im Län­der­ver­gleich noch schwer­tun: Die Kre­dit­kar­te bie­tet dem Ver­brau­cher eini­ge Vor­tei­le bei der Bezah­lung.

Vie­le Kre­dit­kar­ten sind heu­te mit der Tech­nik für kon­takt­lo­ses Bezah­len aus­ge­stat­tet. Und das ist in punk­to Geschwin­dig­keit unschlag­bar: Sie hal­ten ledig­lich Ihre Kar­te an das Ter­mi­nal und fer­tig. Bei klei­nen Beträ­gen ist oft nicht ein­mal die Ein­ga­be der PIN erfor­der­lich.

Mit der giro­card (Debit­kar­te) kön­nen Sie zwar in Deutsch­land und der EU pro­blem­los bezah­len und Geld abhe­ben. Außer­halb des EU-Rau­mes sieht das aber schon anders aus: hier genießt die Kre­dit­kar­te grö­ße­re Akzep­tanz. Dabei gibt es aber Unter­schie­de bei den Kos­ten – ach­ten Sie beim Abschluss eines Kre­dit­kar­ten­ver­tra­ges des­halb auch auf die Kos­ten für Geld­ab­he­ben im Aus­land und Bezah­len in Fremd­wäh­rung.

Wenn Sie mit einer klas­si­schen Kre­dit­kar­te zah­len, wird der Betrag nicht sofort von Ihrem Giro­kon­to abge­bucht, son­dern erst nach eini­gen Wochen. Bis zu die­sem Zeit­punkt wer­den kei­ne Zin­sen berech­net, der Kre­dit­kar­ten­an­bie­ter räumt Ihnen kurz­fris­tig Kre­dit ein und Sie gewin­nen zusätz­li­chen finan­zi­el­len Spiel­raum. Wenn Sie für eine Trans­ak­ti­on kurz­fris­tig Ihr Kon­to über­zie­hen müss­ten, kann es des­halb güns­ti­ger sein, die Kre­dit­kar­te zu ver­wen­den.

Die Kre­dit­kar­te ist oft not­wen­di­ge Vor­aus­set­zung für das Bezah­len mit dem Smart­pho­ne. Möch­ten Sie zum Bei­spiel mit com­di­rect das Bezahl­sys­tem Goog­le Pay oder Apple Pay nut­zen, ist häu­fig eine Kre­dit­kar­te zu hin­ter­le­gen. Wenn Ihre Kre­dit­kar­te mit der Funk­tio­na­li­tät für kon­takt­lo­ses Zah­len aus­ge­stat­tet ist, kön­nen Sie damit an allen Kas­sen­ter­mi­nals berüh­rungs­los bezah­len, die mit dem NFC-Sym­bol gekenn­zeich­net sind.

Kre­dit­kar­ten las­sen sich, genau wie ande­re Kar­ten auch, schnell und ein­fach sper­ren. Im Anschluss ist eine gestoh­le­ne Kre­dit­kar­te wert­los. Soll­te es trotz­dem zu einer Abbu­chung kom­men, ist Ihre Haf­tung per Gesetz auf 50 Euro beschränkt. Dafür gilt es, Sicher­heits­re­geln zu beach­ten, um fahr­läs­si­ges Ver­hal­ten aus­zu­schlie­ßen. Hier ein Bei­spiel: Notie­ren Sie kei­nes­falls die PIN auf oder zusam­men mit der Kar­te und mel­den Sie einen Ver­lust umge­hend.

Übri­gens: Moder­ne Sicher­heits­al­go­rith­men kön­nen unzu­läs­si­ge Zah­lungs­vor­gän­ge in man­chen Fäl­len sogar auto­ma­tisch erken­nen und ableh­nen – bei­spiels­wei­se, wenn Sie Ihre Kre­dit­kar­te übli­cher­wei­se nur beim Tan­ken und im Super­markt nut­zen, plötz­lich aber eine hohe Zah­lung in einem aus­län­di­schen Juwe­lier­ge­schäft erfol­gen soll.

Zwischen diesen 4 Arten von Kreditkarten kann unterschieden werden

  1. Pre­paid-Kre­dit­kar­te
  2. Debit-Kre­dit­kar­te
  3. Char­ge-Kre­dit­kar­te
  4. Revol­ving-Kre­dit­kar­te

Die Pre­paid-Kre­dit­kar­te spielt bei der Kom­bi­na­ti­on von Kre­dit­kar­te und Giro­kon­to eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le, sie muss vor­ab mit einem Gut­ha­ben aus­ge­stat­tet wer­den. Auch die Debit-Kre­dit­kar­te bie­tet kei­ne klas­si­sche Kre­dit­funk­ti­on, denn anstel­le eines sepa­ra­ten Kre­dit­kar­ten­kon­tos wird sofort das Giro­kon­to belas­tet.

In Kom­bi­na­ti­on mit dem Giro­kon­to trifft man in Deutsch­land am häu­figs­ten den Typ Char­ge-Kre­dit­kar­te an. Dabei erhal­ten Sie als Kun­de ein Kre­dit­kar­ten­kon­to, das Sie ent­spre­chend Ihrer Boni­tät bis zu einem bestimm­ten Betrag belas­ten kön­nen. Nach einer fest­ge­leg­ten Zeit wird der Nega­tiv­be­trag dann durch das Giro­kon­to aus­ge­gli­chen, ohne dass für Sie zusätz­li­che Kos­ten ent­ste­hen. Zin­sen fal­len an, wenn das auf dem Giro­kon­to vor­han­de­ne Geld nicht zum Aus­glei­chen der Kre­dit­kar­te aus­reicht. Dabei muss es sich um eine ledig­lich gedul­de­te oder eine ein­ge­räum­te Über­zie­hung han­deln.

Mit einer so genann­ten Revol­ving-Kre­dit­kar­te kann der Kar­ten­kre­dit auch in Raten aus­ge­gli­chen wer­den, für die Raten­zah­lung wer­den Zin­sen berech­net.

Fazit

Kre­dit­kar­te mit Giro­kon­to oder unab­hän­gig? Kre­dit­kar­te zum Giro­kon­to oder sepa­ra­ter Kre­dit­kar­ten­ver­trag: wel­che Kar­te ist nun die rich­ti­ge für Sie? Ent­schei­den Sie nach Ihren per­sön­li­chen Bedürf­nis­sen. Für vie­le Ver­brau­cher ist eine Kre­dit­kar­te mit Giro­kon­to unkom­pli­zier­ter zu hand­ha­ben und außer­dem deut­lich kos­ten­güns­ti­ger. Wenn Sie beson­de­re Zusatz­leis­tun­gen benö­ti­gen, soll­ten Sie auch unab­hän­gi­ge Kre­dit­kar­ten­an­ge­bo­te prü­fen.