Hans-Dieter Schulz, Mitherausgeber der 'Hoppenstedt-Charts' und L. Mathes analysieren für compass die Weltbörsen

Analyse von H-D. Schulz/L. Mathes Archiviert: DAX: Auf Konsolidierungskurs

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Hans-Dieter Schulz

Der Mither­aus­ge­ber der Hop­pen­st­edt-Charts und L. Math­es analysieren für das Mag­a­zin die Welt­börsen.

Zur Freude der Anleger set­zte der DAX seine Kursral­ly fort und kratzte zulet­zt sog­ar am entschei­den­den Abwärt­strend bei 11.530 Punk­ten. Ein Aus­bruch über diese Trendlin­ie würde weit­eres Kurspoten­zial freiset­zen. Doch der Markt ist überkauft, und gegen einen schnellen Durch­marsch sprechen noch weit­ere Aspek­te.

Seit Jahre­san­fang hat der DAX kräftig hinzuge­won­nen. Auss­chlaggebend für diese wieder erstark­ende Investi­tions­bere­itschaft war vor allem die man­gel­nde Auswahl an Ren­dite brin­gen­den Anlageal­ter­na­tiv­en und der Gewöh­nungsef­fekt der Inve­storen an die unverän­dert fortbeste­hen­den Unsicher­heits­fak­toren. Dazu zählen vor allem die schwächeren Kon­junk­tur­dat­en und das entwürdi­gende Rin­gen um den Brex­it. Die großen Noten­banken bleiben nahe am Krisen­modus, das heißt, sie hal­ten zumin­d­est die Zin­sen niedrig; in Europa, Chi­na und Japan wer­den zudem weit­er Anlei­hen aufgekauft, um den Banken – und damit mit­tel­bar auch dem Staat – zusät­zliche Liq­uid­ität zu ver­schaf­fen. Die Prob­leme, die während des ver­gan­genen Jahres den Kurs des DAX um 22 % haben ein­brechen lassen, wur­den nicht gelöst. Den­noch kon­nte der deutsche Aktien­markt rund die Hälfte des vor­ange­gan­genen Kursver­falls wieder auf­holen.

Mehrere Widerstände bremsen den DAX

Die deutschen Stan­dard­w­erte sind in ein­er bre­it­en Wider­stand­szone angekom­men, die in neben­ste­hen­dem Chart grau hin­ter­legt ist. Kurzfristig bull­ish ist zwar die Tat­sache zu werten, dass der DAX zulet­zt bere­its kurz über seine let­zte und entschei­dende blaue Abwärt­strendlin­ie bei 11.530 Punk­ten vorstoßen kon­nte. Doch die Anschlus­sor­ders blieben danach aus, und so düm­pelt der Kurs im Moment abwartend im Bere­ich der Trendlin­ie. Kein Wun­der: Die Mark­t­teil­nehmer hof­fen auf ein neues Han­delsabkom­men zwis­chen Chi­na und den USA.

Gegen­wind für den DAX kommt unab­hängig davon von tech­nis­chen Indika­toren wie dem MACD (Mov­ing Aver­age Con­ver­gence/­Di­ver­gence-Indika­tor), der die Trend­stärke mith­il­fe von geglät­teten Durch­schnit­ten misst. Dieser Indika­tor hat dank der zulet­zt min­i­mal schwächeren Kurse ein frisches Verkauf­ssig­nal gener­iert. Auch der RSI (Rel­a­tive Strength Index), der das Momen­tum aus steigen­den und fal­l­en­den Kursen misst, hat­te beim jüng­sten Hoch erst­mals seit Mai 2018 wieder einen überkauften Markt angezeigt. Die Chart­tech­nik lässt daher erst ein­mal auf eine bevorste­hende Kon­so­li­dierungsphase mit seitwärts laufend­en Kursen schließen. Nach unten stützt der näch­st­tief­ere belast­bare Sup­port bei 10.800 Zäh­lern.

Dax-Chart 5 Jahre
Ref­erenzzeitraum: 12.03.2014 bis 12.03.2019
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