Ausgabeaufschlag: Kosten bei Fonds

Informationen und Tipps zu Fondsentgelten Ausgabeaufschlag bei Fonds

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten
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Der Aus­ga­be­auf­schlag wird auch Agio genannt.

Wer Geld anle­gen möch­te und sich für ein Invest­ment in Fonds inter­es­siert, stößt rela­tiv schnell auf den Begriff Aus­ga­be­auf­schlag. Aber was steckt hin­ter die­sen zusätz­lich anfal­len­den Kos­ten für Fonds? Was genau ist ein Aus­ga­be­auf­schlag? Wie, wofür und wann wird er für Invest­ments berech­net? Hier fin­den Sie Infor­ma­tio­nen rund um das The­ma Aus­ga­be­auf­schlag und Fonds­ent­gel­ten sowie Tipps zu Fonds ohne Aus­ga­be­auf­schlag.

Was ist ein Ausgabeaufschlag?

Wört­lich genom­men bedeu­tet Aus­ga­be­auf­schlag: Für die Aus­ga­be von Fonds durch die Finanz­dienst­leis­ter wird ein Auf­schlag erho­ben. Die­se Kos­ten kom­men ein­ma­lig zur Invest­ment­sum­me hin­zu und müs­sen direkt vom Käu­fer gezahlt wer­den. Ein Aus­ga­be­auf­schlag wird i. d. R. zum Abde­cken von Ent­gel­ten für Bera­tungs- und Ver­triebs­dienst­leis­tun­gen vom Anbie­ter erho­ben. Es han­delt sich um die Dif­fe­renz aus Aus­ga­be- und Rück­nah­me­preis von Fonds.

Gut zu wissen

Aus­ga­be­preis = Anteils­preis bezie­hungs­wei­se Gesamt­wert des erwor­be­nen Invest­ments + Aus­ga­be­auf­schlag
Rück­nah­me­preis = Anteils­preis bezie­hungs­wei­se Gesamt­wert des erwor­be­nen Invest­ments

Wie hoch ist ein Ausgabeaufschlag bei Investmentfonds durchschnittlich?

Die Höhe von Aus­ga­be­auf­schlä­gen vari­iert zwi­schen 0 und 7 % der Inves­ti­ti­ons­sum­me und wird von der jewei­li­gen Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaft fest­ge­legt. Bei über der Hälf­te deut­scher Publi­kums­fonds müs­sen Inves­to­ren mit einem regu­lä­ren Aus­ga­be­auf­schlag von rund 5 % rech­nen.

Der Aus­ga­be­auf­schlag wird immer als Pro­zent­wert ange­ge­ben, da der Wert von Fonds vari­iert und somit auch die Kos­ten für die Antei­le. Da der Aus­ga­be­auf­schlag auf Basis der Höhe der Wert­an­la­ge pro­zen­tu­al errech­net wird, kön­nen auf­grund der Schwan­kun­gen kei­ne fixen Sum­men in Euro ange­ge­ben wer­den.

Gut zu wissen

Sie fin­den die Höhe der fäl­li­gen Kos­ten in den Ver­kaufs­un­ter­la­gen, Anla­ge­be­din­gun­gen sowie den wesent­li­chen Anle­ger­infor­ma­tio­nen der Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten. Unter www.comdirect.de kön­nen Sie mit Hil­fe des Fonds­na­mens oder der Wert­pa­pier­kenn­num­mer des Fonds sämt­li­che Fond­s­in­for­ma­tio­nen und die dazu­ge­hö­ri­gen Kos­ten abru­fen.

Wie wird ein Ausgabeaufschlag für Fonds berechnet?

In der Regel nut­zen Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten die Net­to­me­tho­de, um die eigent­li­che Sum­me der Aus­ga­be­auf­schlä­ge zu berech­nen. Die­se Art der Berech­nung basiert auf der Annah­me, dass die inves­tier­te Sum­me bereits den Aus­ga­be­auf­schlag ent­hält.

Bei­spiel:
Aus­ga­be­auf­schlag von 5,5 % bei einem Invest­ment von 12 000 Euro = 625,59 Euro
Es wür­de sich folg­lich das inves­tier­te Ver­mö­gen von Anfang an auf 11374,41 Euro redu­zie­ren.

Alter­na­tiv zur Net­to­me­tho­de kann der Aus­ga­be­auf­schlag auch mit der Brut­to­me­tho­de berech­net wer­den. Die­se Art der Berech­nung sieht die inves­tier­te Sum­me als 100 % Fonds­ver­mö­gen an, von denen der Aus­ga­be­auf­schlag antei­lig berech­net, als zusätz­li­ches Ent­gelt auf­ge­schla­gen und danach von den 100 % Fonds­ver­mö­gen abge­zo­gen wird.

Bei­spiel:
Aus­ga­be­auf­schlag von 5,5 % bei einem Invest­ment von 12 000 Euro = 660 Euro
Es wür­de sich folg­lich das inves­tier­te Ver­mö­gen von Anfang an auf 11 340 Euro redu­zie­ren.

Anhand der Bei­spie­le lässt sich able­sen, dass die Net­to­me­tho­de die für Inves­to­ren kos­ten­güns­ti­ge­re ist. Die meis­ten Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten nut­zen die­sen Weg zur Berech­nung des Aus­ga­be­auf­schla­ges.

Warum sind die Ausgabeaufschläge unterschiedlich hoch?

Die Höhe von Aus­ga­be­auf­schlä­gen rich­tet sich nach dem Invest­ment­ziel bezie­hungs­wei­se den gesetz­ten Schwer­punk­ten der Fonds. In der Regel haben Ren­ten­fonds, die in fest­ver­zins­li­che Papie­re inves­tie­ren, einen regu­lä­ren Aus­ga­be­auf­schlag von 3–3,75 %. Bei Akti­en­fonds oder Dach­fonds liegt der Aus­ga­be­auf­schlag in der Regel bei 5 % und kann auch ver­ein­zelt höher aus­fal­len.

Tipp:
Hal­ten Sie Aus­schau nach Anbie­tern von aus­ga­be­auf­schlags­frei­en Fonds. Auch com­di­rect bie­tet Fonds ohne Aus­ga­be­auf­schlag als soge­nann­te Top-Preis-Fonds an.

Sind Rabatte auf Ausgabeaufschläge möglich?

Die Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaft, die den Fonds auf­ge­legt hat, legt auch die Höhe der zusätz­li­chen Kos­ten bei einem Invest­ment in Fonds fest. Die jewei­li­gen Ver­triebs­part­ner schlie­ßen mit den Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten Ver­triebs­ver­ein­ba­run­gen und kön­nen somit über Rabat­tie­run­gen mit­ent­schei­den. Teil­wei­se wer­den Rabat­te bis zu 100 % Rabatt auf die regu­lä­ren Aus­ga­be­auf­schlä­ge gewährt.

Welche weiteren Kosten neben einem Ausgabeaufschlag können bei Investments in Fonds anfallen?

Es gibt eini­ge Kos­ten, die Sie mit ein­kal­ku­lie­ren soll­ten, wenn Sie über eine Geld­an­la­ge in Fonds nach­den­ken. Neben Aus­ga­be­auf­schlag sind das vor allem:

  • Ent­gel­te für die Ver­wal­tung und das Manage­ment von Fonds: Die­se wer­den häu­fig jähr­lich antei­lig von der Invest­ment­sum­me berech­net. Bei klas­si­schen Fonds lie­gen der­ar­ti­ge Ent­gel­te durch­schnitt­lich bei 0,8 bis 2 %.
  • Ent­gel­te für die Depot­füh­rung: Die­se vari­ie­ren stark von Anbie­ter zu Anbie­ter. Oft­mals wird das Depot kos­ten­los geführt.
Infografik zu möglichen Kosten für Fonds: Investitionssumme, Ausgabeaufschlag mit 0 bis 100 % Rabatt, Depotentgelt und weitere Kosten

Über­sicht der Kos­ten, die bei einem Invest­ment in Fonds anfal­len kön­nen

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¹ An deut­schen Bör­sen­plät­zen sowie im außer­börs­li­chen Han­del (außer Eurex, CFD-Han­del und Akti­en-Neu­emis­sio­nen). Ggf. anfal­len­de frem­de Kos­ten und bör­sen­platz­ab­hän­gi­ge Ent­gel­te sowie Tele­fon-, Fax- und Brief­zu­schlä­ge für die Orde­rertei­lung wer­den zusätz­lich berech­net. Nach Ablauf des Ver­güns­ti­gungs­zeit­rau­mes han­deln Sie ab 9,90 Euro. Nur für com­di­rect Depot­neu­kun­den. Depot­neu­kun­de ist, wer in den letz­ten 6 Mona­ten noch kein Depot bei com­di­rect geführt hat. com­di­rect behält sich vor, die­ses Ange­bot jeder­zeit zu modi­fi­zie­ren, zu ver­län­gern oder zu been­den.

² Nach 3 Jah­ren bleibt Ihr Depot kos­ten­los, wenn Sie min­des­tens 2 Tra­des pro Quar­tal täti­gen, ein Giro­kon­to bei com­di­rect füh­ren oder regel­mä­ßig in einen Wert­pa­pier­spar­plan ein­zah­len (min­des­tens eine Aus­füh­rung pro Quar­tal)