Anschlussfinanzierung und Zinsen

So finden Sie das passende Modell Anschlussfinanzierung und Zinsen

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Unser Tipp: Falls Ihre Erst­fi­nan­zie­rung nach Voll­aus­zah­lung bereits seit 10 Jah­ren läuft und Sie kei­ne Ände­run­gen am Dar­le­hens­ver­trag vor­ge­nom­men haben, kön­nen Sie den Ver­trag mit einer Frist von 6 Mona­ten kos­ten­los kün­di­gen. So kön­nen Sie den Zeit­punkt der Anschluss­fi­nan­zie­rung selbst wäh­len und sich nach Ablauf der Zins­bin­dungs­frist jeder­zeit die aktu­ell güns­ti­gen Dar­le­hens­zin­sen sichern.

End­lich — der Traum von den eige­nen 4 Wän­den ist Rea­li­tät und ein Teil des 1. Dar­le­hens bereits abbe­zahlt. Die aktu­ell nied­ri­gen Zin­sen sind ein Glücks­fall für Ihren Geld­beu­tel, denn so wird es Ihnen auch in Zukunft nicht all­zu schwer­fal­len, die Rest­schuld zu til­gen. Die auf die 1. Soll­zins­bin­dung fol­gen­de Finan­zie­rung nennt sich „Anschluss­fi­nan­zie­rung“. Rich­tig gewählt, bringt sie Ihnen ent­schei­den­de Kos­ten­vor­tei­le.

Wir ver­ra­ten Ihnen, was Sie bei der Anschluss­fi­nan­zie­rung beach­ten soll­ten, wie Sie vom nied­ri­gen Zins­ni­veau pro­fi­tie­ren und wie Sie meh­re­re lau­fen­de Kre­di­te sinn­voll zu einem güns­ti­gen Neu­dar­le­hen bün­deln.

Die Anschlussfinanzierung – was ist das eigentlich?

Auch Ihre Immo­bi­lie ist vor der 1. Anschluss­fi­nan­zie­rung noch mit nen­nens­wer­ten Schul­den belas­tet? Mit einem geschickt gewähl­ten Anschluss­dar­le­hen zah­len Sie kei­nen Euro mehr für Ihren Kre­dit als nötig. Sobald die Zins­bin­dungs­frist Ihres Immo­bi­li­en­kre­di­tes abläuft, kön­nen Sie die Kon­di­tio­nen für das nächs­te Finan­zie­rungs­in­ter­vall ganz neu aus­han­deln. Mit einem cle­ve­ren Anschluss­kre­dit sichern Sie sich die aktu­el­len Nied­rig­zin­sen über Jah­re, schüt­zen sich vor einem Zins­an­stieg und spa­ren häu­fig bis zu Tau­sen­de Euro.

Häu­fig lässt sich so die Zeit, in der Sie Ihr Haus abzah­len, sogar erfreu­lich ver­kür­zen.

Zinsen sparen – der richtige Zeitpunkt für die Anschlussfinanzierung

Die „Prolongation“

Den Zeit­punkt für einen Anschluss­kre­dit kön­nen Sie nur schwer ver­pas­sen: In der Regel wird Sie Ihre Bank spä­tes­tens 3 Mona­te – meis­tens sogar noch eher – vor Ende der Zins­bin­dungs­frist kon­tak­tie­ren und nach Ihrem wei­te­ren Vor­ge­hen fra­gen. Wahr­schein­lich wird sie Ihnen ein kon­kre­tes Ange­bot für die Anschluss­fi­nan­zie­rung unter­brei­ten. Neh­men Sie es an, spricht man von einer „Pro­lon­ga­ti­on“ der bis­he­ri­gen Finan­zie­rung.

Die Vor­tei­le: Sie ken­nen die Bank und Ihre Ansprech­part­ner, zu denen Sie bereits ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis auf­ge­baut haben. Sie müs­sen kei­ne neu­en Doku­men­te ein­rei­chen und bei den meis­ten Ban­ken auch kei­ne wei­te­ren Aus­künf­te über Ihre Boni­tät geben, wenn Sie sich bereits als zuver­läs­si­ger Dar­le­hens­neh­mer erwie­sen haben. Ihre Unter­schrift unter dem Ange­bot reicht aus, um die neu­en Kon­di­tio­nen zum aktu­el­len Dar­le­hens­zins anzu­neh­men und dem Traum vom abbe­zahl­ten Haus einen Schritt näher zu kom­men. Wich­tig: Auf Wunsch kön­nen Sie nach Ablauf der Soll­zins­bin­dung eine Son­der­til­gung leis­ten, ohne dass dafür Kos­ten ent­ste­hen.

Aktiv werden – mit dem Forward-Darlehen an die Zukunft denken

Statt abzu­war­ten bis Ihre Bank Ihnen ein Ange­bot macht, kön­nen Sie die Sache auch selbst in die Hand neh­men. Es lohnt sich, den aktu­el­len Zins­satz schon bis zu 5 Jah­re vor Ende Ihrer 1. Soll­zins­bin­dung im Blick zu haben. Wenn er aktu­ell beson­ders nied­rig ist, kön­nen Sie sich die­sen in Form eines For­ward-Dar­le­hens sichern. „For­ward“ bedeu­tet „im Vor­aus“. Ein For­ward-Dar­le­hen garan­tiert Ihnen die aktu­el­len Zins­kon­di­tio­nen bis zu 5 Jah­re im Vor­aus für die dann benö­tig­te Anschluss­fi­nan­zie­rung. Auch Ihre Haus­bank bie­tet in der Regel For­ward-Dar­le­hen an. So kön­nen Sie die Vor­tei­le der Pro­lon­ga­ti­on mit beson­ders güns­ti­gen Dar­le­hens­zin­sen ver­bin­den.

Ein Risi­ko des For­ward-Dar­le­hens ist ein mög­li­cher­wei­se fal­len­des Zins­ni­veau, nach­dem Sie den Ver­trag abge­schlos­sen haben. Die­se ver­meint­lich ver­pass­te Gele­gen­heit kann ärger­lich sein. Doch solan­ge der neue Dar­le­hens­zins nied­ri­ger ist als Ihr vor­he­ri­ger, gibt es kei­nen Grund zur Frus­tra­ti­on: Sie haben ver­ant­wor­tungs­be­wusst gehan­delt und sind mit dem For­ward-Dar­le­hen auf der siche­ren Sei­te – auch wenn die Zin­sen wie­der stei­gen!

Die Anschlussfinanzierung – notwendige Dokumente und anfallende Kosten

Wenn Sie für eine Anschluss­fi­nan­zie­rung die Bank wech­seln möch­ten, ist das zwar mit etwas Auf­wand ver­bun­den, dafür spa­ren Sie bei den Zin­sen oft kräf­tig. Hier fin­den Sie ein paar grund­le­gen­de Infor­ma­tio­nen, mit deren Hil­fe Sie sich durch den Kos­ten- und Doku­men­ten-Dschun­gel navi­gie­ren kön­nen:

Bei einem Kre­dit­ge­ber­wech­sel wer­den Sie als Kre­dit­neh­mer auf­ge­for­dert, aktu­el­le Unter­la­gen vor­zu­le­gen. Die­se betref­fen das Objekt selbst sowie Ihre per­sön­li­che finan­zi­el­le Situa­ti­on. Fol­gen­de Doku­men­te kön­nen ange­for­dert wer­den:

  • Grund­buch­aus­zü­ge
  • Wohn­flä­chen­be­rech­nun­gen; bei Häu­sern ggf. Berech­nung des umbau­ten Rau­mes
  • Objekt­zeich­nun­gen (Ange­sichts-, Schnitt-, Grund­riss­zeich­nun­gen)
  • Nach­wei­se Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men
  • Ein­kom­mens­steu­er­be­schei­de
  • Gehalts­ab­rech­nun­gen, aktu­el­le Ver­mö­gens­nach­wei­se, bestehen­de Kre­dit­ver­trä­ge inkl. Kon­to­aus­zü­ge
  • Bau­be­schrei­bung
  • Flur­kar­te

Was kos­tet die Anschluss­fi­nan­zie­rung bei einer ande­ren Bank? Infor­mie­ren Sie sich am bes­ten schon im Vor­aus über anfal­len­de Kos­ten bei:

Ihrem ehe­ma­li­gen Kre­dit­ge­ber: Wenn Sie die Anschluss­fi­nan­zie­rung bei einem neu­en Kre­dit­ge­ber durch­füh­ren, löst die­ser das alte Dar­le­hen ab und über­nimmt die noch bestehen­de Grund­schuld ganz oder teil­wei­se. Wenn der Ver­trag zum Ende der Ver­trags­lauf­zeit aus­läuft, darf die ehe­ma­li­ge Bank auch kei­ne “Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung” neh­men.

Ihrem Notar und Grund­buch­amt: Ein Notar­ter­min ist beim Wech­sel des Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rers meis­tens nicht nötig. Aus­rei­chend ist eine schrift­li­che Grund­schuld­ab­tre­tung der alten an die neue Bank, die betei­lig­ten Kre­dit­in­sti­tu­te regeln die­ses wei­test­ge­hend selbst. Gut zu wis­sen: Eine Abtre­tung kos­tet je nach Bank etwa 250 Euro bis 400 Euro. Zusätz­li­che Kos­ten bis zu 250 Euro kön­nen über einen Treu­hand­auf­trag ent­ste­hen. Eini­ge Anbie­ter über­neh­men die Kos­ten teil­wei­se oder sogar voll­stän­dig.

Ihrem neu­en Kre­dit­ge­ber: Der neue Kre­dit­ge­ber berech­net Ihnen für die Anschluss­fi­nan­zie­rung außer den ver­ein­bar­ten Zin­sen in der Regel kei­ne wei­te­ren Kos­ten. Er gleicht die noch bestehen­de Rest­schuld des Immo­bi­li­en­kre­di­tes zu Ver­trags­be­ginn bei der alten Bank aus, Til­gung und Zin­sen zah­len Sie zukünf­tig an ihn.

Mehrere Darlehen − und die Anschlussfinanzierung?

Falls Sie zur Finan­zie­rung Ihrer Immo­bi­lie meh­re­re Dar­le­hen auf­ge­nom­men haben, las­sen sich die­se bei der Anschluss­fi­nan­zie­rung oft zu einem ein­zi­gen güns­ti­gen Neu­kre­dit bün­deln. Schwie­rig­kei­ten kön­nen sich erge­ben, wenn Sie nicht gleich alle durch Grund­schuld besi­cher­ten Dar­le­hen umschul­den kön­nen, bei­spiels­wei­se, weil bei vor­zei­ti­ger Kün­di­gung eine hohe Vor­fäl­lig­keits­ge­bühr fäl­lig wür­de. In die­sem Fall hät­te die neue Bank nicht das allei­ni­ge Zugriffs­recht auf Ihre Immo­bi­lie, falls Sie die Raten nicht mehr zah­len kön­nen. Mög­li­che Lösung: Sie ver­ein­ba­ren ver­trag­lich, auch alle noch offe­nen Dar­le­hen sobald wie mög­lich beim neu­en Kre­dit­ge­ber umzu­schul­den.

Tipp: Wenn Sie für die übri­gen Kre­di­te bei der neu­en Bank bereits jetzt ein For­ward-Dar­le­hen abschlie­ßen, kön­nen Sie sich auch für die­sen Teil Ihrer Finan­zie­rung die aktu­ell güns­ti­gen Mini­zin­sen sichern.

Anschlussfinanzierung durch Bausparvertrag?

Wenn Ihre Zins­bin­dung erst in eini­gen Jah­ren aus­läuft, kann sich auch die Anschluss­fi­nan­zie­rung mit einem Bau­spar­ver­trag loh­nen, den Sie jetzt abschlie­ßen. Ähn­lich wie bei einem For­ward-Dar­le­hen las­sen sich die Zin­sen für den spä­te­ren Kre­dit schon bei Ver­trags­ab­schluss fest­le­gen. Sie spa­ren ein Bau­spar­gut­ha­ben an und erhal­ten, wenn der Ver­trag zutei­lungs­reif wird, ein Bau­spar­dar­le­hen zu güns­ti­gen Zin­sen. Bau­spar­dar­le­hen und Bau­spar­gut­ha­ben bil­den die Bau­spar­sum­me.

Tipp: Die Anschluss­fi­nan­zie­rung mit einem Bau­spar­ver­trag ist etwas kom­pli­zier­ter als ein ein­fa­cher Anschluss­kre­dit bei Ihrer bis­he­ri­gen Bank, bie­tet aber indi­vi­du­ell oft Vor­tei­le wie güns­ti­ge­re Zin­sen und lan­ge Lauf­zei­ten. Läuft Ihre Zins­bin­dung bereits in den nächs­ten Mona­ten aus, dann kön­nen Sie sich bei Ihrer Bank zum The­ma Sofort­fi­nan­zie­rung infor­mie­ren.

Anschlussfinanzierung mit guten Zinsen – alles eine Frage der Information

Sie wol­len sich Ihre Anschluss­fi­nan­zie­rung zu mög­lichst güns­ti­gen Zin­sen sichern? Dann soll­ten Sie sich jetzt infor­mie­ren und die aktu­el­len Kon­di­tio­nen im Markt genau ver­glei­chen. Dazu kön­nen Sie unter­schied­li­che Ange­bo­te nut­zen:

Falls Sie kei­ne Zeit haben, sich selbst mit Kon­di­tio­nen, Zins­sät­zen und unter­schied­li­chen Kre­dit­ge­bern zu beschäf­ti­gen, kön­nen Sie einen Bau­fi­nan­zie­rungs­ver­mitt­ler, zum Bei­spiel com­di­rect, beauf­tra­gen. Er hat die nöti­gen Fach­kennt­nis­se, ist immer über aktu­el­le Ent­wick­lun­gen infor­miert und gibt Ihnen einen guten Markt­über­blick. Für sei­ne Leis­tung erhält der Bau­fi­nan­zie­rungs­ver­mitt­ler com­di­rect eine Pro­vi­si­on, die Sie als Kun­de aber nicht zah­len müs­sen. Ach­tung: Die Qua­li­fi­ka­ti­on kann unter­schied­lich sein, suchen Sie sich des­halb einen Finan­zie­rungs­ver­mitt­ler mit nach­ge­wie­se­ner Erfah­rung.

Wenn Sie lie­ber selbst auf die Suche nach einer pas­sen­den Anschluss­fi­nan­zie­rung gehen wol­len, fin­den Sie wert­vol­le Hil­fe­stel­lun­gen pro­blem­los online. com­di­rect hält für Sie einen aktu­el­len und über­sicht­li­chen Zins­rech­ner bereit, der Ihnen die Ent­schei­dung erleich­tert.

Las­sen Sie sich per­sön­lich oder tele­fo­nisch bera­ten. Ein Infor­ma­ti­ons­ge­spräch ist immer kos­ten­los und ver­pflich­tet Sie zu nichts. com­di­rect bie­tet zusätz­lich eine Videobe­ra­tung, natür­lich den Kon­takt via E-Mail sowie eine Online-Bera­tung via Live-Chat an. Unse­re Mit­ar­bei­ter hel­fen Ihnen, einen Anschluss­kre­dit zu fin­den, der zu Ihrer pri­va­ten, beruf­li­chen und finan­zi­el­len Situa­ti­on passt. Alle Mög­lich­kei­ten für eine Bera­tung fin­den Sie hier auf einen Blick.

Keyfacts Anschlussfinanzierung und Zinsen

Wann muss ich mich um eine Anschlussfinanzierung kümmern?

Bis zu 5 Jah­re vor Ablauf der Zins­bin­dungs­frist: Es lohnt sich, bereits bis zu 5 Jah­re vor Ablauf Ihrer Zins­bin­dungs­frist die Zins­ent­wick­lung zu beob­ach­ten. So kön­nen Sie sich bei nied­ri­gem Zins­satz ein For­ward-Dar­le­hen sichern.

3 Mona­te vor Ablauf der Zins­bin­dungs­frist: Spä­tes­tens 3 Mona­te, bevor Ihr ers­ter Finan­zie­rungs­plan endet, spricht Sie Ihr bis­he­ri­ger Kre­dit­ge­ber an. Nor­ma­ler­wei­se unter­brei­tet er Ihnen ein Ange­bot zur Pro­lon­ga­ti­on.

Welche Möglichkeiten habe ich bei einer Anschlussfinanzierung?

Pro­lon­ga­ti­on: Wenn Sie sich für eine Pro­lon­ga­ti­on ent­schei­den, regeln Sie die Anschluss­fi­nan­zie­rung mit Ihrem bis­he­ri­gen Kre­dit­ge­ber

Umschul­dung: Bei der Umschul­dung über­tra­gen Sie Ihre Rest­schuld und damit die Finan­zie­rung auf eine ande­re Bank. Eine Umschul­dung geht mit etwas grö­ße­rem Auf­wand ein­her, kann sich aber loh­nen.

Gut zu wis­sen:
Sie kön­nen bei bei­den Vari­an­ten ein For­ward-Dar­le­hen abschlie­ßen. Ein For­ward-Dar­le­hen garan­tiert Ihnen einen Kre­dit mit dem heu­te aktu­el­len Zins­satz bis zu 5 Jah­re nach Ver­trags­ab­schluss bei Ihrem aktu­el­len oder neu­en Kre­dit­ge­ber. Hier kön­nen Sie mit etwas Geschick die größ­ten Ein­spa­run­gen erzie­len.

Wer hilft mir bei den Entscheidungen zur Anschlussfinanzierung?

  • Bau­fi­nan­zie­rungs­ver­mitt­ler: Wäh­len Sie Ihren Exper­ten sorg­fäl­tig aus. Tipp: Auch die com­di­rect bank AG ist ein zuver­läs­si­ger Bau­fi­nan­zie­rungs­ver­mitt­ler.
  • Online-Rech­ner: Kos­ten­los und ein­fach zu bedie­nen (z. B. com­di­rect Rech­ner)
  • Per­sön­li­che Bera­tung von (oder bei) com­di­rect: Las­sen Sie sich bera­ten – per Tele­fon, Video-Bera­tung oder E-Mail.