Hans-Dieter Schulz, Mitherausgeber der 'Hoppenstedt-Charts' und L. Mathes analysieren für compass die Weltbörsen

Analyse von H.-D. Schulz Archiviert: DAX: Zurück am Jahreshoch

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Hans‐Dieter Schulz

Der Mitherausgeber der Hoppenstedt‐Charts und L. Mathes analysieren für das Magazin die Weltbörsen.

Zuletzt trieben die Investoren den DAX wieder über das Niveau des bisherigen Jahreshochs bei 12.630 Punkten. Damit sieht das Gesamtbild wieder freundlich aus. Aber ein Befreiungsschlag war das noch nicht.

Seit Mai bewegt sich der DAX unter Schwankungen seitwärts. Als obere Begrenzung lässt sich klar der Bereich um 12.500 Zähler identifizieren. Bei der unteren Begrenzung ist die Lage weniger eindeutig. Zuletzt hielt der Support bei 12.000 Punkten, wo sich im Chart auch schon seit Anfang 2017 eine schmale Unterstützungszone findet. Doch die Tiefpunkte im Juni und September dieses Jahres bei 11.727 und 11.413 Punkten zeugen von einer erhöhten Unsicherheit aufseiten der Anleger. Kein Wunder, nach dem rund zehnjährigen Aufwärtstrend bei den Aktien und einer konjunkturellen Boomphase seit dem Jahr 2010 zeigen sich inzwischen sowohl bei den weltweit wichtigsten Aktienindizes als auch bei den konjunkturellen Frühindikatoren klare Ermüdungszeichen. Parallel dazu haben die Notenbanken ihre Möglichkeiten bei den ihnen zur Verfügung stehenden Stimuli ausgeschöpft.

Widerstandsmarke bei 12.800 Punkten

Zuletzt erhöhte sich die Volatilität, indem der DAX im September erst jäh abtauchte und zuletzt genauso schnell wieder anstieg. Per saldo ist eigentlich nichts passiert, aber Anleger sollten diese schnelle Schwankung als Warnung sehen. Technisch entscheidend ist jetzt, ob die Kurse weiter steigen können oder nicht. Nur wenige gute Tage würden reichen, um den DAX auch noch über die unten eingezeichnete Chartmarke bei rund 12.800 Punkten zu treiben. Dann wäre der Weg nach oben wieder frei.

Durch den schnellen Anstieg ist bereits ein Großteil der Stillhalter im Minus und hat ein Interesse daran, den DAX kurzfristig zu drücken. Technisch überkauft ist der Index ebenfalls. Bevor die Börsen nun also nahtlos zu einer Jahresendrally starten, könnte es kurzfristig trotz des neuerdings wieder aufgehellten Chartbildes noch einmal zu fallenden Kursen kommen. Für Investoren heißt das: Gewinne zunächst laufen lassen und Verluste mittels Stop‐Loss‐Limits versuchen zu begrenzen.

DAX: Zurück am Jahreshoch
Referenzzeitraum: 15.10.2014 bis 15.10.2019, Quelle: comdirect
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