Wasser
Rendite ohne Reue

Der weltweite Wasserver­brauch steigt. Investi­tio­nen in neue Tech­niken ver­sprechen Anlegern eine Ren­dite mit gutem Gewis­sen.

Noch ste­ht Trinkwass­er mit oder ohne Kohlen­säure für Sparkurs statt Luxus: Und so gab es für die Fußballer nach dem frühen Aus bei der Fußball­welt­meis­ter­schaft auf dem Heim­flug von Moskau nach Frank­furt denn auch statt Cham­pag­n­er Min­er­al­wass­er. Aber auch Min­er­al­wass­er und nor­males Trinkwass­er entwick­eln sich nach Ein­schätzung der Food and Agri­cul­ture Orga­ni­za­tion der Vere­in­ten Natio­nen zunehmend zu einem knap­pen Gut. Der weltweite Wasserver­brauch hat sich zwis­chen 1930 und 2000 etwa ver­sechs­facht, während es bei der Welt­bevölkerung „nur“ zu ein­er Ver­dreifachung kam. Jährlich wer­den rund 4.000 m³ Frischwass­er ver­braucht. Davon ent­fall­en etwa 70 % auf den Agrarsek­tor, 20 % benötigt die Indus­trie und 10 % nutzen pri­vate End­ver­brauch­er. „Der Bedarf an Wass­er steigt mit dem anhal­tenden Wirtschaftswach­s­tum und mit der Zunahme der Welt­bevölkerung über­pro­por­tion­al“, erk­lärt Ned­im Kaplan, Fonds­man­ag­er des Ökoworld Water for Life. Davon prof­i­tieren auch Inve­storen.

Konjunktur und Klimawandel kosten Wasser

Größte Ver­brauch­er sind derzeit Indi­en (19 %), Chi­na (15 %) und die USA (12 %), die damit fast die Hälfte des weltweit­en Wasserver­brauchs auf sich vere­inen. Neben dem indus­triellen Ver­brauch führt der Kli­mawan­del in den ohne­hin trock­e­nen Gebi­eten zu noch weniger Nieder­schlä­gen und weit­er­er Verk­nap­pung: „Im Nahen Osten etwa über­steigt die Ent­nahme von Grund­wass­er den natür­lichen Zufluss durch Regen­fälle derzeit deut­lich“, erk­lärt Kaplan.

Ethisch, ökologisch, sozial verträglich und auch ökonomisch

Die wertvolle Ressource Wass­er hat die Fonds­branche schon lange als The­ma ent­deckt. Pio­nier war die Schweiz­er Pictet, die mit dem Pictet-Water — P EUR ACC Fonds (WKN 933349) schon seit der Jahrtausendwende auf das The­ma set­zt. Der Fonds hat aktuell vier Sterne im Morn­ingstar-Rat­ing und ist bei comdi­rect im Spar­plan erhältlich. Auch der Deutsche AM Glob­al Water — EUR DIS Fonds (WKN DWS0DT) und der Water for Life-Fonds (WKN A0NBKM) von Ökoworld haben mehr als zehn Jahre His­to­rie. Ökoworld legt dabei die streng­sten Kri­te­rien an den Umgang mit der wertvollen Ressource an. Fonds­man­ag­er Kaplan darf nur in Fir­men investieren, die strenge Vor­gaben in Ethik, Ökolo­gie und Sozialver­hal­ten erfüllen. So fall­en Wasserver­sorg­er, die kein­er Reg­ulierung unter­liegen oder mit Wasser­res­sourcen spekulieren, aus dem Anlage­u­ni­ver­sum her­aus. Im Fokus ste­hen Aktien von Unternehmen, die Teil der Lösung des Prob­lems der Wasserk­nap­pheit sind und Wach­s­tumspoten­zial bieten. Zu den größten Gewicht­en im Wasser­fonds gehören aktuell der Spezial­ist für Auf­bere­itungsan­la­gen Xylem (WKN A1JMBU) sowie die bei­den Mess­geräte-Her­steller Hori­ba (WKN 864348) und Agi­lent Tech­nolo­gies (WKN 929138).

Die Schweizer Index-Lösung

In das The­ma Wass­er und die größten Unternehmen der Wasser­wirtschaft kön­nen Anleger auch per Zer­ti­fikat investieren. Das Open End-Zer­ti­fikat von Von­to­bel (WKN VFP11N) bezieht sich auf den Von­to­bel-Wass­er-TR-Index und enthält 20 Aktien, die aus den Bere­ichen Wassertech­nolo­gie, effizien­ter Kon­sum, Pro­duk­tion und Ver­sorgung stam­men. Bekan­nteste Werte sind die bei­den Wasserver­sorg­er Amer­i­can Water Works (WKN A0NJ38) und Chi­na Water Affairs (WKN A0MQ4W), der Schweiz­er San­itärg­eräte­hersteller Geber­it (WKN A0MQWG) und der nieder­ländis­che Kon­sumgüterkonz­ern Unilever (WKN A0JMZB). Die Zusam­menset­zung des Index wird ein­mal pro Jahr aktu­al­isiert, dabei wer­den alle aus­gewählten Mit­glieder wieder mit 5 % im Index berück­sichtigt. Bei Anrech­nung der Div­i­den­den beträgt die Man­age­ment­ge­bühr 1,2 % pro Jahr.

Aktien, Zer­ti­fikate und Invest­ment­fonds unter­liegen Kurss­chwankun­gen; damit sind Kursver­luste möglich. Bei Wert­pa­pieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsver­luste möglich. Bei Zer­ti­fikat­en beste­ht als Schuld­ver­schrei­bung zudem ein Emit­ten­ten­risiko. Bei Zahlung­sun­fähigkeit des Emit­ten­ten kön­nen Ver­luste bis hin zum Totalver­lust ein­treten. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Allein verbindliche Grund­lage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gülti­gen Verkauf­sun­ter­la­gen des Fonds („Wesentliche Anlegerin­for­ma­tio­nen“, Verkauf­sprospekt sowie Jahres- und Hal­b­jahres­berichte, soweit veröf­fentlicht). Diese Unter­la­gen, die in englis­ch­er und/oder deutsch­er Sprache vor­liegen, erhal­ten Sie auf der Wert­pa­pi­er-Detail­seite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emit­ten­ten. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Stand: 18.07.2018; Quelle: comdirect.de