Skandinavien Hightech im Blick

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Die skandinavischen Länder profitieren vom Ölreichtum, von etablierten Marktführern sowie einer lebendigen Start‐up‐Szene.

Lange hatten die Finanzmärkte darauf spekuliert. Im September 2017 war es dann so weit: Der norwegische Staatsfonds durchbrach mit seinen Anlagen offiziell die Eine‐Billion‐Dollar‐Grenze. In dem Fonds werden seit Jahrzehnten die Überschüsse des Ölgeschäfts verwaltet und lukrativ angelegt. Der Fonds macht heute weit mehr als 1 % der global investierten Anlagesumme aus. Man kann sich den durchschnittlichen Norweger also als wohlhabenden Menschen vorstellen – fast 200.000 Euro hat jeder der 5,3 Millionen Einwohner zwischen Oslo und Nordkap umgerechnet auf dem Staatsfonds‐Konto.

Beim Glücksindex weit vorn

Aber nicht nur im erdölreichen Norwegen leben die Menschen gut. Auch die Nachbarländer Schweden, Dänemark und Finnland gehören weltweit zu den Ländern mit den stabilsten politischen und sozialen Rahmenbedingungen. Beim Glücksindex der Vereinten Nationen belegen die skandinavischen Länder Spitzenplätze. Das liegt auch an der hervorragenden wirtschaftlichen Lage. Alle skandinavischen Volkswirtschaften befinden sich seit Jahren auf Expansionskurs. In den vier Ländern wohnen zwar insgesamt nur 27 Millionen Einwohner. Aber dennoch stammen zahlreiche Weltkonzerne und vor allem viele hoch spezialisierte Champions in Marktnischen aus dem hohen Norden. Trotz schwieriger internationaler Lage bleibt die Region weiterhin auf Wachstumskurs: In allen vier Ländern notierte das Plus beim BIP im Jahr 2019 zwischen 1 bis 2 % – deutlich besser als etwa in Deutschland. „Die nordischen Länder bleiben eine attraktive Anlageregion“, resümiert Bertrand Puiffe, Fondsmanager des Fidelity Funds – Nordic Fund A.

Skandinavien bietet eine Vielzahl von Qualitätsunternehmen. Ericsson (WKN 850001) und Nokia (WKN 870737) etwa gehören zu den Big Playern in der Telekommunikationsinfrastruktur. In Schweden ist der Maschinenbau mit Unternehmen wie Atlas Copco (WKN A2JLJU) und Sandvik (WKN 865956) das Gerüst der Wirtschaft. Finnland gilt seit jeher als führend in der Holz‐ und Papierindustrie. Stora Enso (WKN 871004) etwa ist das weltweit zweitgrößte Forstunternehmen und mit Papier und Verpackungen in Europa dominierend. Norwegens größtes Unternehmen Equinor (WKN 675213) (vormals Statoil) speist trotz niedrigerer Ölpreise weiterhin den norwegischen Staatsfonds. Dänemark schließlich ist für Weltmarktführer in Nischenmärkten bekannt: Dazu gehören der Windturbinenhersteller Vestas (WKN 913769), der Diabetes‐Spezialist Novo Nordisk (WKN A1XA8R) und Tomra Systems (WKN 872535) als Hersteller von Automaten für Leergut, die in fast jedem Supermarkt zu finden sind.

Nachhaltigkeit im Fokus

Vestas und Tomra Systems sind Beispiele dafür, dass Skandinavien auch bei nachhaltigen Anlagen ganz vorne liegt. Sie gehören zu den Kerninvestments von ökologisch und nachhaltig ausgerichteten Investmentfonds. Nicht nur hier sind die skandinavischen Länder führend – auch bei neuen Technologien gehören sie zu den First Movern. So kürte das amerikanische Wirtschaftsmagazin „Forbes“ Schweden im Jahr 2018 zum besten Wirtschaftsstandort der Welt. Ein wichtiger Faktor dabei: die Affinität zur englischen Sprache und die lebendige digitale Gründerszene. Spotify (WKN A2JEGN) etwa wurde ebenso als Start‐up in Stockholm gegründet wie das Fintech Klarna. „Nach dem Silicon Valley ist Stockholm der weltweite Technology‐Hotspot Nummer zwei“, urteilt Thomas Rappold, Technologieexperte und Buchautor. Wer gezielt in aufstrebende Hightech‐Werte aus Skandinavien investieren will, kann zu einem Zertifikat auf den Solactive-Nordic-Industry-4.0-Performance-Index von Vontobel (WKN VF292P) greifen. Es enthält 18 skandinavische Tech‐Unternehmen, die im Digitalgeschäft aktiv sind – etwa bei den Themen künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Energiegewinnung und dem neuen Mobilfunkstandard 5G. Neben den Größen wie Ericsson und Nokia zählen auch Vestas und die Beteiligungsgesellschaft Indutrade (WKN A0HFVY) zum Basket.

In den Gesamtmarkt investieren

Breiter und kostengünstig in sämtliche Facetten der skandinavischen Wirtschaft können Anleger mit dem Xtrackers MSCI Nordic Index UCITS ETF (WKN A1T791) investieren. Er enthält die rund 70 größten Aktienwerte aus der Region. Aktiv gemanagt werden dagegen der Fidelity Funds – Nordic Fund A‐ACC‐SEK (WKN A0LF06) und der DNB Fund – Nordic Equities (WKN 987767). Der SEB Sustainability Nordic Fund (WKN 974743) konzentriert sich auf Anlagen, die auch hohen nachhaltigen Ansprüchen gerecht werden. Auf die in Skandinavien traditionell starken Small und Mid Caps sind der Nordea 1 Nordic Equity Small Cap Fund – BP (WKN A0LGUG) und der BNP Paribas Nordic Small Cap (WKN A1XBVD) spezialisiert.

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