SAP – Stark in der Cloud

SAP Stark in der Cloud

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Der deut­sche Vor­zei­ge­kon­zern wächst in den neu­en Geschäfts­fel­dern – zulas­ten der ope­ra­ti­ven Mar­ge.

SAP stellt sich auch mit Zukäu­fen zuneh­mend brei­ter auf. Das Cloud-Geschäft wächst rasant. Ins­be­son­de­re in den USA konn­te das Wall­dor­fer Unter­neh­men 2018 deut­lich zule­gen. Bei den Ana­lys­ten gehört SAP zu den belieb­tes­ten DAX-Wer­ten. Aller­dings fiel der Zuwachs beim Net­to­ge­winn für das Gesamt­jahr 2018 gering aus. Die ope­ra­ti­ve Mar­ge hat die Erwar­tun­gen der Ana­lys­ten unter­schrit­ten. Die Aktie ist im DAX-Ver­gleich hoch bewer­tet und die Divi­den­den­ren­di­te liegt unter dem Durch­schnitt.

VW (WKN 716460)

Brei­te Unter­neh­mens­auf­stel­lung: SAP ist das DAX-Unter­neh­men mit der höchs­ten Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung und gehört zu den welt­weit füh­ren­den Anbie­tern von Unter­neh­mens­soft­ware. Basis ist wei­ter­hin das Kern­ge­schäft mit Soft­ware, Lizen­zen und Ser­vice. Das Geschäft rund um Miet­soft­ware aus dem Inter­net (Cloud) wächst stür­misch. Mit dem Zukauf von Qual­trics Ende 2018 will SAP auch im CRM-Geschäft durch­star­ten.

Rasant wach­sen­des Cloud-Geschäft: Die Zukunft von SAP liegt in der Cloud. Im Gesamt­jahr 2018 leg­ten die Erlö­se aus Cloud-Sub­skrip­tio­nen und -Sup­port im Ver­gleich zum Vor­jahr um 32 % (IFRS) zu, wäh­rungs­be­rei­nigt lag das Plus sogar bei 38 %. Der Auf­trags­be­stand für die Cloud wuchs um 30 % und über­stieg zum Jah­res­en­de die Mar­ke von zehn Mil­li­ar­den Euro.

Star­kes Plus in Ame­ri­ka: In der Regi­on Ame­ri­ka erziel­te SAP 2018 ein her­vor­ra­gen­des Ergeb­nis. Getrie­ben von den USA, aber auch mit star­ken Zuwäch­sen in Mexi­ko und Bra­si­li­en, leg­ten die Umsät­ze ins­ge­samt um 14 %, wäh­rungs­be­rei­nigt sogar um 20 % zu.

Über­zeug­te Ana­lys­ten: Die Exper­ten sind von der Stra­te­gie des Unter­neh­mens und der SAP-Aktie über­zeugt. Von 24 Urtei­len lau­ten mit 16 zwei Drit­tel auf „Kauf“. Sie­ben plä­die­ren für „Hal­ten“, ein ein­zi­ger Exper­te spricht sich zur­zeit für einen Ver­kauf aus. Der com­di­rect Ana­lys­tens­core liegt damit bei 62 %.

VW (WKN 716460)

Schwa­ches Gewinn­wachs­tum: Im gesam­ten Jahr 2018 leg­te der SAP-Umsatz um rund 5 % auf 24,7 Mil­li­ar­den Euro zu. Das berei­nig­te ope­ra­ti­ve Ergeb­nis vor Zin­sen und Steu­ern stieg zwar mini­mal stär­ker um 6 % auf 7,2 Mil­li­ar­den. Unter dem Strich aller­dings leg­te der Gewinn nur mini­mal um 1 % auf knapp 4,1 Mil­li­ar­den Euro zu. Haupt­grund dafür war eine höhe­re Steu­er­be­las­tung.

Ent­täu­schen­de Mar­ge: Die berei­nig­te ope­ra­ti­ve Mar­ge leg­te im Gesamt­jahr um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 29,0 % zu. Damit stieg sie zwar erst­mals seit 2013 wie­der an, lag aber unter den Erwar­tun­gen der Ana­lys­ten. Grund für den Mar­gen­druck ist der über­pro­por­tio­na­le Anstieg des zwar zukunfts­wei­sen­den, aber mar­gen­är­me­ren Cloud-Geschäfts.

Hoch bewer­tet: Der Akti­en­kurs des Wall­dor­fer Soft­ware-Kon­zerns ent­wi­ckel­te sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im Durch­schnitt stär­ker als der Gewinn. SAP ist mit einem Bör­sen­wert von rund 121 Mil­li­ar­den Euro das teu­ers­te Unter­neh­men im DAX. Mit einem Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis 2019 von gut 21 ist SAP aber auch höher bewer­tet als die meis­ten Kon­kur­ren­ten.

Mage­re Divi­den­de: SAP hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Aus­schüt­tun­gen zwar Zug um Zug gestei­gert. Aber mit der Kurs­ent­wick­lung konn­te das Divi­den­den­wachs­tum nicht mit­hal­ten. Die Divi­den­den­ren­di­te beträgt 1,5 % – rund die Hälf­te des Durch­schnitts der 30 DAX-Unter­neh­men.

Akti­en unter­lie­gen Kurs­schwan­kun­gen; damit sind Kurs­ver­lus­te mög­lich. Bei Wert­pa­pie­ren, die nicht in Euro notie­ren, sind zudem Wäh­rungs­ver­lus­te mög­lich. Die frü­he­re Wert­ent­wick­lung ist kein ver­läss­li­cher Indi­ka­tor für die zukünf­ti­ge Wert­ent­wick­lung. Die Aus­wahl der Wert­pa­pie­re und sons­ti­gen Finanz­in­stru­men­te dient aus­schließ­lich Infor­ma­ti­ons­zwe­cken und stellt kein Ange­bot, kei­ne Auf­for­de­rung oder Emp­feh­lung zum Kauf oder Ver­kauf von Finanz­in­stru­men­ten dar. Sie soll ledig­lich Ihre selbst­stän­di­ge Anla­ge­ent­schei­dung erleich­tern und ersetzt kei­ne anle­ger- und anla­ge­ge­rech­te Bera­tung. Der com­di­rect Ana­lys­tens­core berech­net sich aus der Gesamt­zahl der Ana­lys­ten, die die­se Aktie bewer­ten. Die nega­ti­ven Ein­schät­zun­gen (Ver­kau­fen) wer­den von den posi­ti­ven (Kau­fen) sub­tra­hiert und das Ergeb­nis durch die Gesamt­zahl aller Ein­schät­zun­gen (Kau­fen, Hal­ten, Ver­kau­fen) divi­diert. Die­se Zahl wird mit 100 mul­ti­pli­ziert, um den Pro­zent­wert dar­zu­stel­len. Die hier dar­ge­stell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen genü­gen nicht den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen zur Gewähr­leis­tung der Unvor­ein­ge­nom­men­heit einer Anla­ge­emp­feh­lung oder Anla­ge­stra­te­gie­emp­feh­lung. Dar­über hin­aus unter­lie­gen die dar­ge­stell­ten Wert­pa­pie­re und sons­ti­gen Finanz­in­stru­men­te kei­nem Ver­bot des Han­dels vor der Ver­öf­fent­li­chung von Anla­ge- oder Anla­ge­stra­te­gie­emp­feh­lun­gen. Stand: 24.04.2019; Quel­le: comdirect.de