Samsung
Gewinn mit Speicherchips

Der süd­ko­re­anis­che Mis­chkonz­ern kann die Schwächen im Geschäft mit Smart­phones und Fernse­hgeräten kom­pen­sieren.

Sam­sung Elec­tron­ics gehört zur Sam­sung Group, einem der größten Mis­chkonz­erne der Welt. Als Tech­nolo­giean­bi­eter ist das Unternehmen bre­it aufgestellt. Im ersten Quar­tal 2018 stiegen Umsatz und Gewinn deut­lich an. Als Treiber erwies sich dabei die Sparte Spe­icher­chips, die rund drei Vier­tel zum oper­a­tiv­en Gewinn beitrug. Die Sam­sung-Aktie ist gün­stig bew­ertet und liefert eine Div­i­den­den­ren­dite von rund 3 %. Allerd­ings wird Sam­sung auf dem Smart­phone-Markt zunehmend von der chi­ne­sis­chen Konkur­renz bedrängt. Auch die Dis­play-Sparte lei­det unter Konkur­ren­z­druck und sink­enden Preisen. Der Absatz von Fernse­hgeräten ging zu Jahres­be­ginn zurück. Und mit einem nach lan­gen Jahren ver­lore­nen Prozess gegen Apple kassierte Sam­sung zulet­zt einen Imageschaden.

Sam­sung (WKN 896360)

Bre­it aufgestellt: Sam­sung Group, zu der Sam­sung Elec­tron­ics gehört, ist ein­er der größten Mis­chkonz­erne der Welt und erwirtschaftet rund ein Sech­s­tel des gesamten süd­ko­re­anis­chen Brut­toin­land­pro­duk­ts. Neben Smart­phones und Tablets pro­duziert Sam­sung Elec­tron­ics Kühlschränke und Klim­ageräte und ist ein­deutiger Mark­t­führer bei Spe­icher­chips.

Überzeu­gen­der Jahresstart: Sam­sung hat im ersten Quar­tal 2018 ein kräftiges Umsatz- und Gewin­nplus erzielt. Der Umsatz des Konz­erns klet­terte im Ver­gle­ich zum Vor­jahreszeitraum um 20 % auf rund 60,6 Bil­lio­nen Won (46 Mil­liar­den Euro). Das oper­a­tive Ergeb­nis verbesserte sich um 58 % auf 15,6 Bil­lio­nen Won (11,8 Mil­liar­den Euro) und die oper­a­tive Marge von 19,6 % auf 25,8 %.

Starke Spe­ich­er: Auch im tra­di­tionell eher schwachen ersten Quar­tal lief das Spe­ichergeschäft bei Sam­sung gut. Mit sein­er Hal­bleit­ersparte kon­trol­liert der Konz­ern zwei Drit­tel des Mark­tes für DRAM-Chips und steigerte den oper­a­tiv­en Gewinn um rund 84 % auf 11,6 Bil­lio­nen Won (8,8 Mil­liar­den Euro). Das macht rund drei Vier­tel des Gesamt­gewinns des Konz­erns aus.

Gün­stige Bew­er­tung: Sam­sung gehört schon seit einiger Zeit zu den am gün­stig­sten bew­erteten Tech­nolo­giekonz­er­nen. Auf der Grund­lage der Ergeb­nis­prog­nosen für das Jahr 2018 liegt das Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis bei rund sechs. Die Div­i­den­den­ren­dite liegt bei gut 3 %.

Sam­sung (WKN 896360)

Konkur­renz bei Smart­phones: Der Smart­phone-Markt legte im ersten Quar­tal dieses Jahres ger­ingfügig zu. Mit weltweit fast 384 Mil­lio­nen verkauften Smart­phones gab es ein Plus von 1,3 %. Obwohl Sam­sung mit dem neuen Galaxy S9 früher antrat als die Konkur­renz, kon­nte der Mark­tan­teil aber nur bei 20,5 % sta­bil­isiert wer­den. Nach Apple machen vor allem Huawei und Xiao­mi Druck auf den kore­anis­chen Mark­t­führer.

Dis­plays: Das Dis­play-Pan­el-Geschäft bleibt müh­sam und umkämpft. Bei einem Konz­er­num­satz von 7,5 Bil­lio­nen Won (5,7 Mil­liar­den Euro) erzielte Sam­sung im ersten Quar­tal ein mageres oper­a­tives Ergeb­nis von 0,41 Bil­lio­nen Won (312 Mil­lio­nen Euro). Im OLED-Geschäft ging das Ergeb­nis zurück, im LCD-Geschäft blieb das Ergeb­nis vor allem dank Kostensenkun­gen immer­hin sta­bil.

Weniger Fernse­hgeräte: Erst­mals seit Jahren lag der Umsatz von Sam­sung Con­sumer Elec­tron­ics mit 9,7 Bil­lio­nen Won unter der Zehn-Bil­lio­nen-Gren­ze. Grund waren schlechtere Verkauf­szahlen von Fernse­hern, die vom Plus bei Klim­ageräten und Waschmaschi­nen nicht kom­pen­siert wer­den kon­nten. Für das Ergeb­nis des zweit­en Quar­tals erwartet Sam­sung eine Erhol­ung – dank der Fußball-WM.

Ver­loren­er Prozess: Nach jahre­langem Patentstre­it wurde Sam­sung im Früh­jahr zur Zahlung von umgerech­net rund 460 Mil­lio­nen Euro an Apple verurteilt. Grund war eine Klage aus dem Jahr 2011. Sam­sung soll damals Design und Tech­nolo­gie von iPhone und iPad kopiert haben. Mit dem ver­lore­nen Prozess kassiert Sam­sung einen Imageschaden.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen, damit sind Kursver­luste möglich. Bei Anla­gen außer­halb des Euro-Raums beste­hen zudem Währungsrisiken. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Sie dient auss­chließlich der Infor­ma­tion und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 18.07.2018; Quelle: comdirect.de