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Samsung Gewinn mit Speicherchips

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Der süd­ko­re­anis­che Mis­chkonz­ern kann aber die Schwächen im Geschäft mit Smart­phones und Fernse­hgeräten kaum noch kom­pen­sieren.

Sam­sung Elec­tron­ics gehört zur Sam­sung Group, einem der größten Mis­chkonz­erne der Welt. Als Tech­nolo­giean­bi­eter ist das Unternehmen bre­it aufgestellt. Vor allem die Sparte Spe­icher­chips und dank der Fußball WM auch die Fernse­hgeräte entwick­el­ten sich im 2. Quar­tal gut. Die Aktie ist weit­er­hin niedrig bew­ertet. Allerd­ings schock­te Sam­sung die Märk­te mit ein­er Gewin­nwar­nung, weil die Smart­phone-Absätze ein­brachen. Auch die Dis­play-Sparte lei­det unter Überka­paz­itäten und sink­enden Mark­t­preisen.

Sam­sung (WKN 896360)

Bre­it aufgestellt: Sam­sung Group, zu der Sam­sung Elec­tron­ics gehört, ist ein­er der größten Mis­chkonz­erne der Welt und erwirtschaftet rund ein Sech­s­tel des gesamten süd­ko­re­anis­chen Brut­toin­land­pro­duk­ts. Neben Smart­phones und Tablets pro­duziert Sam­sung Elec­tron­ics Kühlschränke und Klim­ageräte und ist ein­deutiger Mark­t­führer bei Spe­icher­chips.

Starke Spe­ich­er: Das Geschäft mit Spe­icher­chips läuft bei Sam­sung seit Jahres­be­ginn gut. Mit sein­er Hal­bleit­ersparte kon­trol­liert der Konz­ern zwei Drit­tel des Mark­tes für DRAM-Chips und steigerte den oper­a­tiv­en Gewinn im zweit­en Quar­tal um 44 % auf 11,6 Bil­lio­nen Won (8,8 Mil­liar­den Euro). Vor allem die Nach­frage nach Chips mit hoher Spe­icherdichte für Rechen­zen­tren stieg stark an.

Fernse­hgeschäft erholt: Die Fußball-WM hat den Umsatz von Sam­sung Con­sumer Elec­tron­ics wieder über die 10-Bil­lio­nen-Won-Gren­ze gehievt. Die Umsätze stiegen in der Sparte mit Klim­ageräten, Kühlschränken und TV-Geräten m Ver­gle­ich zum Vorquar­tal um rund 7 % auf 10,4 Bil­lio­nen Won (7,9 Mil­liar­den Euro). Ins­beson­dere bei High-End-TV mit großen Bild­schir­men hat Sam­sung seine beherrschende Mark­t­stel­lung aus­ge­baut.

Gün­stige Bew­er­tung: Sam­sung gehört schon seit einiger Zeit zu den am gün­stig­sten bew­erteten Tech­nolo­giekonz­er­nen. Auf der Grund­lage der Ergeb­nis­prog­nosen für das Jahr 2018 liegt das Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis bei rund 6,5. Die Div­i­den­den­ren­dite liegt bei 3,1 %.

Sam­sung (WKN 896360)

Schwach­es zweites Quar­tal: Sam­sung über­raschte im zweit­en Quar­tal mit ein­er Gewin­nwar­nung, Von April bis Juni stag­nierte der Über­schuss im Ver­gle­ich zum Vor­jahreszeitraum bei 11 Bil­lio­nen Won (8,4 Mil­liar­den Euro). Der Umsatz fiel sog­ar deut­lich um 4 % auf knapp 58,5 Bil­lio­nen Won (44,4 Mil­liar­den Euro). Zum ersten Mal seit fünf Quar­tal­en blieben die Erlöse damit unter der Schwelle von 60 Bil­lio­nen Won.

Große Schwierigkeit­en bei Smart­phones: Sam­sung startete mit dem Galaxy S9 bere­its im ersten Quar­tal und kon­nte damit zum Jahre­san­fang die Umsätze sta­bil­isieren. Umso härter fiel der Ein­bruch im 2. Quar­tal aus. Die Umsätze bei IT und Mobile Com­mu­ni­ca­tions lagen mit 24 Bil­lio­nen Won (16,5 Mil­liar­den Euro) um rund 22 % unter dem Vor­jahres­niveau. Trotz hoher Mar­ket­ing-Aus­gaben blieb das S9 mit geschätzten 8 Mil­lio­nen Verkäufen weit hin­ter den Erwartun­gen zurück.

Dis­plays: Das Dis­play-Pan­el-Geschäft bleibt müh­sam und umkämpft. Bei einem Konz­er­num­satz von 5,7 Bil­lio­nen Won (4,3 Mil­liar­den Euro) erzielte Sam­sung im ersten Quar­tal ein mageres oper­a­tives Ergeb­nis von 0,14 Bil­lio­nen Won (106 Mil­lio­nen Euro). Sowohl im OLED-Geschäft als auch bei LCD-Pan­els blieb die Nach­frage schwach und die Preise gaben nach.

Ver­loren­er Prozess: Nach jahre­langem Patentstre­it wurde Sam­sung im Früh­jahr zur Zahlung von umgerech­net rund 460 Mil­lio­nen Euro an Apple verurteilt. Grund war eine Klage aus dem Jahr 2011. Sam­sung soll damals Design und Tech­nolo­gie von iPhone und iPad kopiert haben. Mit dem ver­lore­nen Prozess kassiert Sam­sung einen Imageschaden.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen, damit sind Kursver­luste möglich. Bei Anla­gen außer­halb des Euro-Raums beste­hen zudem Währungsrisiken. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Sie dient auss­chließlich der Infor­ma­tion und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 19.09.2018; Quelle: comdirect.de