Oesterreich - Gute Perspektive

Österreich Kleiner Nachbar mit guten Perspektiven

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Die Wirtschaft der Alpen­re­pub­lik läuft bess­er als in den meis­ten Län­dern der Europäis­chen Union – Antreiber sind der Export und der pri­vate Kon­sum.

Viele Aktionäre konzen­tri­eren sich bei ihren Depots auf den deutschen Aktien­markt. Dabei lohnt sich der Blick über den Teller­rand – etwa nach Öster­re­ich. Die Kon­junk­tur im Nach­bar­land läuft. Das jährliche Wach­s­tum soll laut Insti­tut für Höhere Stu­di­en (IHS) bis 2022 immer­hin 1,9 % betra­gen – 0,6 % mehr als in den fünf Jahren zuvor. „Die öster­re­ichis­che Wirtschaft befind­et sich in der Spät­phase eines kräfti­gen Kon­junk­tu­rauf­schwungs“, sagt Mar­tin Schnei­der, Leit­er der Abteilung für volk­swirtschaftliche Stu­di­en bei der Oester­re­ichis­chen Nation­al­bank (OeNB). Pos­i­tiv wird sich auch weit­er­hin die solide Haushalt­slage auswirken. So erwartet OeNB-Experte Schnei­der nach dem aus­geglich­enen Haushalt 2018 bis 2021 einen Haushalt­süber­schuss von 0,5 % des Brut­toin­land­pro­duk­tes (BIP). Die Schulden­quote soll von 78,3 % des BIP im Jahr 2017 bis 2021 auf knapp 65 % des BIP sinken.

Wachstum vor allem im Konsum

Stützen der öster­re­ichis­chen Wirtschaft sind der Export und der pri­vate Kon­sum. Das Land hat eine sehr hohe Exportquote von 54 % der Wirtschaft­sleis­tung (Deutsch­land 47 %). Für den pri­vat­en Kon­sum erwarten Experten für 2019 Wach­s­tum­srat­en von 1,8 %. Getra­gen wird die pos­i­tive Stim­mung der Ver­brauch­er durch die sta­bile Entwick­lung der Einkom­men. Nach Angaben der Wirtschaft­skam­mer Öster­re­ich (WKO) ist der Brut­tover­di­enst der Arbeit­nehmer 2018 um 2,6 % gestiegen. Für das laufende Jahr erwarten die Experten sog­ar eine Steigerung um 2,7 %. Pos­i­tive Impulse liefert auch der Arbeits­markt. Bis Ende 2019 soll die Arbeit­slosen­quote unter die 5-%-Marke sinken.

Bau und Immobilien prosperieren

Aus­sicht­sre­iche Unternehmen sind neben den ATX-Schw­ergewicht­en aus der Finanzbranche und Indus­trie auch in der Immo­bilien- und Bauwirtschaft zu find­en. Die Wiener CA Immo­bilien Anla­gen AG (WKN 876520) besitzt Nieder­las­sun­gen in sechs Län­dern Zen­traleu­ropas. Das Kerngeschäft ist die Ver­mi­etung, das Man­age­ment und die Entwick­lung von hochw­er­ti­gen Büro­ge­bäu­den. CA Immo­bilien ver­fügt ins­ge­samt über ein Immo­bilien­ver­mö­gen von vier Mil­liar­den Euro in Deutsch­land, Osteu­ropa und Öster­re­ich. In den ver­gan­genen fünf Jahren stieg der Umsatz durch­schnit­tlich nur um 2,4 %. Der Gewinn legte im gle­ichen Zeitraum jedoch über­pro­por­tion­al um 20 % pro Jahr zu. Zudem ist die Bilanzstruk­tur mit ein­er Eigenkap­i­talquote von 50 % grund­solide und die Div­i­dende liegt bei 3,3 %.

Ähn­lich wie in Deutsch­land läuft auch die öster­re­ichis­che Bauwirtschaft rund. Zu den größten Baukonz­er­nen gehört die Porr AG (WKN 850185). Die Leis­tun­gen umfassen alle Bere­iche der Bauwirtschaft von Wohn­bau bis hin zu kom­plex­en Infra­struk­tur­pro­jek­ten. Der Konz­ern ist in zehn Län­dern Europas sowie in Sau­di-Ara­bi­en und Katar vertreten. Tra­di­tionell schüt­tet die Porr AG knapp 50 % der Gewinne als Div­i­den­den an die Aktionäre aus. Aktuell ergibt sich deshalb eine attrak­tive Div­i­den­den­ren­dite von rund 7 %.

Gesammelt investieren mit Fonds und ETF

Neben Einzeltiteln bietet sich in Öster­re­ich auch der Ein­stieg über Aktien­fonds oder ETF-Index­fonds an. Die Best­note von fünf Ster­nen im Morn­ingstar-Rat­ing hal­ten aktuell der Mozart one (A) Fonds (WKN A1C4ZB) und der 3 Banken Öster­re­ich-Fonds (WKN 255243). Mit dem Com­Stage ATX ETF (WKN ETF031) set­zen Anleger auf die Entwick­lung der 20 umsatzstärk­sten börsen­notierten Unternehmen in Öster­re­ich. Am stärk­sten gewichtet sind die Finanzw­erte Erste Bank (WKN 909943) und Raif­feisen (WKN A0D9SU), der Ölkonz­ern OMV (WKN 874341) und der Indus­triekonz­ern Voestalpine (WKN 897200). Die laufend­en Kosten betra­gen 0,25 % pro Jahr.

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