Ölaktien Zurück in der Erfolgsspur

Auf dem aktuellen Ölpreisniveau von fast 80 US-Dollar sprudeln die Gewinne der Ölkonzerne.

Trotz Elektroautos werden klassische Verbrennungsmotoren noch lange die wichtigste Säule des Individualverkehrs sein. Damit bleibt auch der Durst nach Öl weiterhin groß. Die Experten der internationalen Energieagentur (IEA) erwarten, dass die Nachfrage nach Energie bis zum Jahr 2030 noch einmal um 30 % steigen wird. Gewonnen werde die Energie zunächst weiterhin zu etwa zwei Dritteln aus Öl und Gas und nur zu einem Drittel aus erneuerbaren Energiequellen. Öl bleibt daher bis auf Weiteres der Schmierstoff der Weltwirtschaft. Davon profitieren die großen Ölförderkonzerne – sie konnten zuletzt schon dank steigender Ölpreise ihre Umsätze und Gewinne kräftig steigern.

OPEC hat noch viel Einfluss

Aktuell wird weltweit täglich eine Rekordmenge von rund 94 Millionen Barrel Öl verbraucht – 1,47 Milliarden Liter. Dank der florierenden Weltwirtschaft sind die Preise bereits 2017 deutlich gestiegen. Dazu hat die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) mit deutlichen Förderkürzungen beigetragen. Ab Herbst 2016 kürzten die OPEC-Staaten wie Saudi-Arabien, Irak oder die Vereinigten Arabischen Emirate ihr Angebot deutlich. Sie stehen immer noch für rund 35 % des globalen Ölangebots und unterstützten mit ihrer Politik die Trendwende beim Ölpreis, die bereits Anfang 2016 eingesetzt hatte. Vom Tief bei unter 30 US-Dollar pro Barrel zog der Preis auf zuletzt fast 80 US-Dollar für die Nordseesorte Brent an.

Ölaktien als Gewinner

Schon bei Preisen um 60 US-Dollar und erst recht bei fast 80 US-Dollar freuen sich die großen Ölförderer und Ölverarbeiter. Sie profitierten bereits vom Preisanstieg 2017. So kletterte bei Royal Dutch Shell (WKN A0D94M) der operative Cashflow auf 35,7 Milliarden US-Dollar, und der operative Gewinn sprang um 119 % auf 15,8 Milliarden US-Dollar. Royal Dutch Shell und die anderen großen Ölkonzerne wie BP (WKN 850517) oder Exxon Mobil (WKN 852549) bieten zudem stabile Dividenden. Beim weltgrößten Energiekonzern Exxon Mobil liegt die Dividendenrendite aktuell bei knapp 4 %. Royal Dutch Shell und BP schütten sogar rund 5 % aus.

Breit gestreut ist der Einstieg in Ölaktien mit ETF-Indexfonds möglich. Eine Möglichkeit bietet hier der db X-trackers STOXX Europe 600 Oil & Gas ETF (WKN DBX1SG). In diesem Index sind die wichtigsten europäischen Öl- und Gasaktien enthalten. Neben den Schwergewichten Royal Dutch Shell und BP gehören dazu auch noch die französische Total (WKN 850727) oder der norwegische Ölkonzern Statoil (WKN 675213).

Aktien und ETF-Indexfonds unterliegen Kursschwankungen, damit sind Kursverluste möglich. Bei Anlagen außerhalb des Euro-Raums bestehen Währungsrisiken. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des ETFs („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 23.05.2018; Quelle: comdirect.de