Gewinnen mit Trump

Infrastruktur USA Nicht kleckern, klotzen!

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Special zur US‐Wahl

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Die amerikanische Infrastruktur soll mit Milliardenbeträgen erneuert werden. Davon profitieren amerikanische und auch europäische Unternehmen

Die amerikanische Infrastruktur soll mit Milliardenbeträgen erneuert werden. Davon profitieren amerikanische und auch europäische Unternehmen.

Donald Trump hat vor und auch nach den Wahlen schon viel angekündigt. Nicht alles wird er erfüllen können. Aber seine Versprechen zum Ausbau der Infrastruktur dürfte er nach Einschätzung aller Experten angehen. Denn der Nachholbedarf in den USA ist nach Jahrzehnten der Versäumnisse gewaltig: Die bisher angekündigten 600 bis 1.000 Milliarden US‐Dollar sind zwar enorm, reichen aber nicht einmal aus. Die Vereinigung der US‐Ingenieure hat den Bedarf an Infrastrukturinvestitionen für die Amtszeit von Trump sogar auf 3,6 Billionen Dollar geschätzt.

US‐Aktien profitieren von Investitionsprogrammen

Neue Straßen und Stromtrassen, Brücken und Wasserleitungen versprechen Aufträge für die amerikanische Industrie. Nach den starken Börsenmonaten für Technologieaktien hat deshalb nach der Wahl die Sektorrotation eingesetzt. „Nun übernehmen dank der gigantischen Investitionspläne zyklische Industrieunternehmen wie General Electric (WKN 851144) und United Technologies (WKN 852759) die Führung“, erklärt der Kölner Vermögensverwalter Stephan Albrech. Zudem profitieren von der absehbaren Sonderkonjunktur Aktien wie die Maschinenbauer Caterpillar (WKN 850598) oder Fluor (WKN 591332) sowie die Konstrukteure von Jacobs Engineering (WKN 864215). Und weil Donald Trump „America first“ auch bei dem für die Bauprojekte zu verwendenden Stahl vorschreiben möchte, stehen amerikanische Stahlwerte im Fokus.

Europäische Spezialisten mischen mit

America first wird aber angesichts der großen Aufgaben, die Trump ins Visier nimmt, nicht ausreichen: „Realisiert er nur in etwa, was er angekündigt hat, profitieren davon nicht nur US‐Bauunternehmen, sondern auch europäische“, erklärt Ulrich Stephan, Chef‐Anlagestratege Privat‐ und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Sie erwirtschaften schon heute bis zu einem Drittel ihres Umsatzes in den USA. Zu den potenziellen Gewinnern gehören der Schweizer Baustoffhändler LafargeHolcim (WKN 869898) sowie der DAX-Wert HeidelbergCement (WKN 604700). Mit dem Know‐how bei komplexen Großprojekten verspricht sich auch Hochtief (WKN 607000) zusätzliches Geschäft. Alle europäischen Firmen profitieren zudem vom festen Dollar. Obwohl der Aufwärtstrend zuletzt stockte, sehen viele Experten die US‐Währung in naher Zukunft bereits bei der Parität zum Euro.

Infrastruktur‐Aktienfonds wieder gefragt

Zur Risikostreuung können Anleger auch auf gemanagte Fondslösungen setzen. Denn schon einmal standen Infrastrukturaktien im Zentrum des Anlegerinteresses. Mitte der 2000er‐Jahre profitierten sie vor allem vom Boom in den BRIC‐Ländern. Aus dieser Zeit gibt es auch zahlreiche Fonds, die sich auf Infrastrukturunternehmen spezialisiert haben. Sie investieren nicht in einzelne Objekte, sondern in Aktien, die von Infrastrukturinvestitionen profitieren. Dazu zählen Versorgungs‐ und Verkehrsunternehmen (z. B. Wasser und Strom, Flughafendienstleister oder Seehäfen). Zu den Fonds mit guten Noten bei Morningstar gehören der First State Global Listed Infrastructure Fund B ACC (WKN A0M99B) und der Morgan Stanley Investment Funds – Global Infrastructure A USD ACC (WKN A0Q8T6).

Aktien, ETF und Fonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Anlagen außerhalb des Euro‐Raums bestehen Währungsrisiken. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres‐ und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier‐Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf‐ oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 08.02.2017; Quelle: comdirect.de