Nestlé: Starke Geschäftszahlen

Nestlé Starke Geschäftszahlen

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Der Schwei­zer Welt­kon­zern wächst mit sei­nen mehr als 2.000 Mar­ken vor allem in den Schwel­len­län­dern über­durch­schnitt­lich stark.

Nest­lé ist mit mehr als 2.000 Mar­ken und der Prä­senz in fast 200 Län­dern unan­ge­foch­te­ner Welt­markt­füh­rer bei Lebens­mit­teln und Geträn­ken. Zuletzt über­zeug­te der Kon­zern mit Umsatz- und Gewinn­stei­ge­run­gen. Ins­be­son­de­re in den Emer­ging Mar­kets leg­te Nest­lé über­durch­schnitt­lich zu. Bei den Ana­lys­ten wird Nest­lé wei­ter­hin sehr posi­tiv bewer­tet. Aller­dings schwä­chel­te zuletzt mit Aus­nah­me der USA das Geschäft in den Indus­trie­län­dern. Auch die Was­ser­spar­te lie­fer­te ent­täu­schen­de Ergeb­nis­se. Die Aktie hat ein über­durch­schnitt­lich hohes Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis und die Divi­den­den­ren­di­te ist zurück­ge­gan­gen. Zudem hat Nest­lé wie alle Unter­neh­men der Nah­rungs­mit­tel­bran­che mit Repu­ta­ti­ons­ri­si­ken zu kämp­fen.

Nest­lé (WKN A0Q4DC)

Welt­markt­füh­rer mit 2.000 Mar­ken: Nest­lé ist mit mehr als 2.000 Mar­ken in fast 200 Län­dern der Welt prä­sent. Die glo­ba­le Diver­si­fi­ka­ti­on dürf­te beim welt­weit größ­ten Unter­neh­men für Lebens­mit­tel und Geträn­ke das Risi­ko eines star­ken Ein­bruchs deut­lich mini­mie­ren. Vor­stands­chef Mark Schnei­der will vor allem mit Kaf­fee und Gesund­heits­pro­duk­ten wei­te­res Wachs­tum erzie­len.

Über­zeu­gen­de Geschäfts­zah­len: Im Jahr 2018 leg­te Nest­lé ein orga­ni­sches Wachs­tum von 3,0 %, eine ver­bes­ser­te Ergeb­nis­mar­ge von 17 % und eine Zunah­me des Gewinns je Aktie zu kon­stan­ten Wech­sel­kur­sen um fast 14 % vor. Die­ser Trend setz­te sich in die­sem Jahr fort. Im ers­ten Halb­jahr erhöh­te sich der Umsatz des Schwei­zer Nah­rungs­mit­tel­kon­zerns um 3,5 Pro­zent auf rund 45,5 Mil­li­ar­den Schwei­zer Fran­ken (CHF). Im zwei­ten Quar­tal wuch­sen die Umsät­ze so stark wie seit drei Jah­ren nicht mehr.

Wachs­tum welt­weit: Vor allem in den USA und Bra­si­li­en hat Nest­lé kräf­tig zuge­legt. Das orga­ni­sche Wachs­tum betrug in den Indus­trie­län­dern 2,4%, in den auf­stre­ben­den Märk­ten lag es bei 5,3% — trotz rück­läu­fi­ger Umsät­ze in Paki­stan und der abge­schwäch­ten Ent­wick­lung eini­ger Kate­go­ri­en in Chi­na.

Opti­mis­ti­sche Ana­lys­ten: Nest­lé kas­siert von den Exper­ten meist gute Noten. Aktu­ell geben von 18 Exper­ten im com­di­rect Ana­lys­ten­ranking zwölf eine Kauf­emp­feh­lung ab. Fünf set­zen auf „Hal­ten“, nur einer auf „Ver­kau­fen“. Der Ana­lys­tens­core liegt bei 61 % – deut­lich über dem Durch­schnitt des Schwei­zer SMI und des Euro STOXX 50.

Nest­lé (WKN A0Q4DC)

Weni­ger Gewinn: Der Rein­ge­winn von Nest­lé sank im ers­ten Halb­jahr gegen­über dem Vor­jah­res­zeit­raum um 14,6% auf 5,0 Mil­li­ar­den CHF. Der Gewinn je Aktie ging um 12,3% auf 1.68 CHF zurück. Im Vor­jahr hat­te der Ver­kauf des US-Süss­wa­ren­ge­schäf­tes den Ertrag außer­or­dent­lich erhöht.

Hohe Bewer­tung: Das Papier von Nest­lé ist nach dem jüngs­ten Kurs­an­stieg ambi­tio­niert bewer­tet. Das Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis 2019 liegt bei fast 24, die Divi­den­den­ren­di­te ist trotz einer Stei­ge­rung der Aus­schüt­tung um zehn Rap­pen auf 2,45 Fran­ken auf 2,5 % gesun­ken und liegt damit unter dem his­to­ri­schen Durch­schnitt.

Anhal­ten­de Repu­ta­ti­ons­ri­si­ken: Die Nah­rungs­mit­tel­bran­che steht immer wie­der in der Kri­tik von Umwelt­schüt­zern und Eine-Welt-Akti­vis­ten. Nest­lé muss­te sich in der Ver­gan­gen­heit zum Bei­spiel regel­mä­ßig wegen Milch­er­satz­pro­duk­ten recht­fer­ti­gen. Heu­te steht unter ande­rem der Alu­mi­ni­um­ver­brauch bei Kaf­fee­kap­seln, aber auch die Lie­fe­rung von Fer­tig­pro­duk­ten in Schwel­len­län­der in der Kri­tik.

Han­del über EU-Bör­sen aus­ge­setzt: Rund 180 Schwei­zer Akti­en, dar­un­ter Nest­lé, kön­nen seit dem 1. Juli nicht mehr an Bör­sen inner­halb der EU gehan­delt wer­den. Der Grund ist ein Kon­flikt zwi­schen der EU und der Schweiz, der Aus­gang ist unge­wiss. Für Pri­vat­an­le­ger aus der EU dürf­te der Han­del mit Schwei­zer Akti­en dadurch umständ­li­cher und teu­rer wer­den. Bei com­di­rect ist die Aktie aktu­ell nur im Live­T­ra­ding über die Com­merz­bank, die Baa­der Bank sowie Lang & Schwarz han­del­bar.

Akti­en unter­lie­gen Kurs­schwan­kun­gen; damit sind Kurs­ver­lus­te mög­lich. Bei Wert­pa­pie­ren, die nicht in Euro notie­ren, sind zudem Wäh­rungs­ver­lus­te mög­lich. Die frü­he­re Wert­ent­wick­lung ist kein ver­läss­li­cher Indi­ka­tor für die zukünf­ti­ge Wert­ent­wick­lung. Die Aus­wahl der Wert­pa­pie­re und sons­ti­gen Finanz­in­stru­men­te dient aus­schließ­lich Infor­ma­ti­ons­zwe­cken und stellt kein Ange­bot, kei­ne Auf­for­de­rung oder Emp­feh­lung zum Kauf oder Ver­kauf von Finanz­in­stru­men­ten dar. Sie soll ledig­lich Ihre selbst­stän­di­ge Anla­ge­ent­schei­dung erleich­tern und ersetzt kei­ne anle­ger- und anla­ge­ge­rech­te Bera­tung. Der com­di­rect Ana­lys­tens­core berech­net sich aus der Gesamt­zahl der Ana­lys­ten, die die­se Aktie bewer­ten. Die nega­ti­ven Ein­schät­zun­gen (Ver­kau­fen) wer­den von den posi­ti­ven (Kau­fen) sub­tra­hiert, und das Ergeb­nis wird durch die Gesamt­zahl aller Ein­schät­zun­gen (Kau­fen, Hal­ten, Ver­kau­fen) divi­diert. Die­se Zahl wird mit 100 mul­ti­pli­ziert, um den Pro­zent­wert dar­zu­stel­len. Die hier dar­ge­stell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen genü­gen nicht den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen zur Gewähr­leis­tung der Unvor­ein­ge­nom­men­heit einer Anla­ge­emp­feh­lung oder Anla­ge­stra­te­gie­emp­feh­lung. Die Dar­stel­lung gibt nicht die Mei­nung von com­di­rect wie­der. Dar­über hin­aus unter­lie­gen die dar­ge­stell­ten Wert­pa­pie­re und sons­ti­gen Finanz­in­stru­men­te kei­nem Ver­bot des Han­dels vor der Ver­öf­fent­li­chung von Anla­ge- oder Anla­ge­stra­te­gie­emp­feh­lun­gen. Stand: 14.08.2019; Quel­le: comdirect.de