Nestlé: Starke Geschäftszahlen

Nestlé Starke Geschäftszahlen

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Der Schweiz­er Weltkonz­ern wächst mit seinen mehr als 2.000 Marken vor allem in den Schwellen­län­dern über­durch­schnit­tlich stark.

Nestlé ist mit mehr als 2.000 Marken und der Präsenz in fast 200 Län­dern unange­focht­en­er Welt­mark­t­führer bei Lebens­mit­teln und Getränken. Zulet­zt überzeugte der Konz­ern mit Umsatz- und Gewinnsteigerun­gen. Ins­beson­dere in den Emerg­ing Mar­kets legte Nestlé über­durch­schnit­tlich zu. Bei den Ana­lysten wird Nestlé weit­er­hin sehr pos­i­tiv bew­ertet. Allerd­ings schwächelte zulet­zt mit Aus­nahme der USA das Geschäft in den Indus­trielän­dern. Auch die Wassersparte lieferte ent­täuschende Ergeb­nisse. Die Aktie hat ein über­durch­schnit­tlich hohes Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis und die Div­i­den­den­ren­dite ist zurück­ge­gan­gen. Zudem hat Nestlé wie alle Unternehmen der Nahrungsmit­tel­branche mit Rep­u­ta­tion­srisiken zu kämpfen.

Nestlé (WKN A0Q4DC)

Welt­mark­t­führer mit 2.000 Marken: Nestlé ist mit mehr als 2.000 Marken in fast 200 Län­dern der Welt präsent. Die glob­ale Diver­si­fika­tion dürfte beim weltweit größten Unternehmen für Lebens­mit­tel und Getränke das Risiko eines starken Ein­bruchs deut­lich min­imieren. Vor­stand­schef Mark Schnei­der will vor allem mit Kaf­fee und Gesund­heit­spro­duk­ten weit­eres Wach­s­tum erzie­len.

Überzeu­gende Geschäft­szahlen: Im Jahr 2018 legte Nestlé ein organ­is­ches Wach­s­tum von 3,0 %, eine verbesserte Ergeb­nis­marge von 17 % und eine Zunahme des Gewinns je Aktie zu kon­stan­ten Wech­selkursen um fast 14 % vor. Dieser Trend set­zte sich im ersten Quar­tal 2019 fort. Das organ­is­che Wach­s­tum stieg um 3,4 % auf 22,2 Mil­liar­den Schweiz­er Franken (rund 19,5 Mil­liar­den Euro) und lag über den Erwartun­gen der Ana­lysten.

Wach­s­tum in den Emerg­ing Mar­kets: Nestlés Geschäfte wuch­sen in den Schwellen­län­dern im ersten Quar­tal 2019 mit 6,3 % gegenüber dem Vor­jahreszeitraum. Zweis­tel­lig zule­gen kon­nte der Konz­ern in seinem viert­größten Markt Brasilien. Auch im zweitwichtig­sten Markt Chi­na kon­nte Nestlé das Wach­s­tum mit einem mit­tleren ein­stel­li­gen organ­is­chen Wach­s­tum sta­bil­isieren.

Opti­mistis­che Ana­lysten: Nestlé kassiert von den Experten meist gute Noten. Aktuell geben von 18 Experten im comdi­rect Ana­lysten­rank­ing zwölf eine Kaufempfehlung ab. Fünf set­zen auf „Hal­ten“, nur ein­er auf „Verkaufen“. Der Ana­lysten­score liegt bei 61 % – deut­lich über dem Durch­schnitt des Schweiz­er SMI und des Euro STOXX 50.

Nestlé (WKN A0Q4DC)

Mageres Plus in den Indus­trielän­dern: Der Umsatz in den Indus­trielän­dern legte wegen des mageren Wirtschaftswach­s­tums im ersten Quar­tal nur um 1,2 % zu. Während die Geschäfte in den USA noch gut liefen, schwächelte Europa beim Men­genwach­s­tum. In Japan und Ozeanien gin­gen sog­ar gle­ichzeit­ig die Absätze und die Preise zurück.

Zu wenig Durst: Trotz bekan­nter Marken wie Vit­tel und San Pel­le­gri­no hat das Wassergeschäft von Nestlé zulet­zt gelit­ten. Im ersten Quar­tal dieses Jahres verkaufte Nestlé 2,3 % weniger als im Vor­jahreszeitraum. Vor allem in Europa (Deutsch­land, Eng­land) ging der Kon­sum zurück. Dank Preis­er­höhun­gen um 4,3 % stieg der Gesam­tum­satz den­noch um 2 % auf 1,8 Mil­liar­den Franken.

Hohe Bew­er­tung: Das Papi­er von Nestlé ist nach dem jüng­sten Kur­sanstieg ambi­tion­iert bew­ertet. Das Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis 2019 liegt bei über 23, die Div­i­den­den­ren­dite ist trotz ein­er Steigerung der Auss­chüt­tung um zehn Rap­pen auf 2,45 Franken auf 2,6 % gesunken und liegt damit unter dem his­torischen Durch­schnitt.

Anhal­tende Rep­u­ta­tion­srisiken: Die Nahrungsmit­tel­branche ste­ht immer wieder in der Kri­tik von Umweltschützern und Eine-Welt-Aktivis­ten. Nestlé musste sich in der Ver­gan­gen­heit zum Beispiel regelmäßig wegen Milch­er­satzpro­duk­ten recht­fer­ti­gen. Heute ste­ht unter anderem der Alu­mini­umver­brauch bei Kaf­feekapseln, aber auch die Liefer­ung von Fer­tig­pro­duk­ten in Schwellen­län­der in der Kri­tik.

Han­del aus­ge­set­zt: Rund 180 Schweiz­er Aktien, darunter Nestlé, sind seit dem 1. Juli nicht mehr an Börsen inner­halb der EU han­del­bar. Der Grund ist ein Kon­flikt zwis­chen der EU und der Schweiz, der Aus­gang ist ungewiss. Für Pri­vatan­leger aus der EU dürfte der Han­del mit Schweiz­er Aktien dadurch umständlich­er und teur­er wer­den.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen; damit sind Kursver­luste möglich. Bei Wert­pa­pieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Auswahl der Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente dient auss­chließlich Infor­ma­tion­szweck­en und stellt kein Ange­bot, keine Auf­forderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzin­stru­menten dar. Sie soll lediglich Ihre selb­st­ständi­ge Anlageentschei­dung erle­ichtern und erset­zt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Der comdi­rect Ana­lysten­score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (Verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (Kaufen) sub­trahiert, und das Ergeb­nis wird durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (Kaufen, Hal­ten, Verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die hier dargestell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen genü­gen nicht den geset­zlichen Anforderun­gen zur Gewährleis­tung der Unvor­ein­genom­men­heit ein­er Anlageempfehlung oder Anlages­trate­gieempfehlung. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Darüber hin­aus unter­liegen die dargestell­ten Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente keinem Ver­bot des Han­dels vor der Veröf­fentlichung von Anlage- oder Anlages­trate­gieempfehlun­gen. Stand: 17.07.2019; Quelle: comdirect.de