NASDAQ-100: Hoch bewertet

NASDAQ-100 Hoch bewertet

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High­tech-Werte und Biotech-Aktien prof­i­tieren von niedri­gen Steuern und dominieren den Leitin­dex ein­er der wichtig­sten Börsen der Welt.

Die NASDAQ gehört inzwis­chen zu ein­er der wichtig­sten Börsen der Welt und enthält vor allem die Gigan­ten der Tech-Branche und die dominieren­den Biotech­nolo­giew­erte. Die Unternehmen erzie­len aktuell hohe Gewinne und prof­i­tieren von der jüng­sten Steuer­reform. Auch die voraus­sichtliche amerikanis­che Zin­swende nach unten spricht für Aktien. Zudem sind Anlageal­ter­na­tiv­en bei den weltweit­en Niedrigzin­sen kaum in Sicht. Allerd­ings fall­en an den Börsen Rückschläge in den Boom-Branchen beson­ders stark aus. Die Aktien im NASDAQ-100 sind aktuell beson­ders hoch bew­ertet und liefern nur niedrige Div­i­den­den­ren­diten. Der anhal­tend starke Dol­lar schmälert die Gewin­npoten­ziale im Aus­land. Schließlich kön­nen sich die Han­delsstre­it­igkeit­en beson­ders stark auf die glob­al­isierten Tech-Werte auswirken.

NASDAQ-100 (WKN A0AE1X)

Wichtig­ste Leit­börse: Die NASDAQ ist für die meis­ten Experten die wichtig­ste Börse weltweit. Anders als im Dow Jones sind im Auswahlin­dex NASDAQ-100 neben Apple und Microsoft mit Unternehmen wie Ama­zon, Face­book oder Alpha­bet und den führen­den Biotech-Aktien die wirk­lich größten Unternehmen der USA vertreten. So spiegelt der Index die Wach­s­tum­schan­cen der amerikanis­chen Wirtschaft am besten wider.

Zin­swende nach unten in Sicht: Die Angst vor höheren Zin­sen hat die NASDAQ im ver­gan­genen Jahr gebremst. Sie ist inzwis­chen ver­flo­gen. Die näch­sten Zinss­chritte der US-Zen­tral­bank wer­den voraus­sichtlich nach unten gehen. Die realen Auswirkun­gen auf die Unternehmens­fi­nanzierung sind zwar ger­ing. Allerd­ings gin­gen in der His­to­rie Zin­swen­den nach unten in der Regel mit Kurszuwäch­sen ein­her.

Hohe Ren­diten und niedrige Steuern: Dank viel­er monop­o­lis­tis­ch­er Stel­lun­gen, inter­na­tionaler Auf­stel­lung und nicht zulet­zt der Steuer­erle­ichterun­gen durch Präsi­dent Don­ald Trump pro­duzieren amerikanis­che Unternehmen zu gün­sti­gen Kon­di­tio­nen. Die Eigenkap­i­tal­ren­dite der US-Tech­nolo­gie­un­ternehmen liegt höher als im inter­na­tionalen Durch­schnitt.

Man­gel­nde Anlageal­ter­na­tiv­en: Die Zin­sen sind weltweit niedrig und auch in den USA sog­ar wieder im Abwärt­strend. Daher gibt es wenig Alter­na­tiv­en zu Aktien. Zwar liegt die Div­i­dende der NAS­DAQ-100-Werte noch knapp unter der Ren­dite zehn­jähriger US-Anlei­hen. Allerd­ings bieten die Aktien langfristige Wach­s­tum­schan­cen.

NASDAQ-100 (WKN A0AE1X)

Anfäl­lige Boom-Sek­toren: Der Anstieg des NASDAQ-100 ste­ht zwar auf rel­a­tiv bre­it­er Basis. Beson­ders stark aber hat der Index von Einzel­w­erten wie Ama­zon und Microsoft und vom langfristi­gen Trend im Biotech-Sek­tor prof­i­tiert. Kommt es bei den wichtig­sten Schw­ergewicht­en wie im vierten Quar­tal 2018 zu einem Rückschlag, kann das den tech­nolo­giegeprägten Index stärk­er mit­nehmen als DAX und Dow.

Hohe Bew­er­tung: Anders als etwa zur Jahrtausendwende erzie­len die meis­ten NAS­DAQ-100-Unternehmen heute ansehn­liche Gewinne. Allerd­ings ist der Index mit einem durch­schnit­tlichen Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis (KGV) 2019 von über 25 deut­lich höher bew­ertet als der Dow Jones 30 oder der DAX 30. Zudem verzicht­en viele Indexmit­glieder auf die Auss­chüt­tung von Div­i­den­den. Die durch­schnit­tliche Div­i­den­den­ren­dite liegt nur bei rund 1 %.

Schwe­lende Han­del­skon­flik­te: Die Volatil­ität des NASDAQ-100 ist größer als die Schwankungsin­ten­sität ander­er Indizes. Das ist in nor­malen Zeit­en nicht schlimm. Die schwe­len­den Han­delsstre­it­igkeit­en ver­größern jedoch die Abwärt­srisiken. Wenn Don­ald Trump nicht ein­lenkt und sich das Börsen­kli­ma auf­grund der gestiege­nen Han­del­srisiken ein­trübt, dro­hen den Tech­nolo­giew­erten im NASDAQ-100 über­pro­por­tionale Ver­luste.

Dol­lar-Stärke: Ins­ge­samt ist die US-Indus­trie wegen des großen Bin­nen­mark­tes zwar weniger abhängig von Exporten als etwa die deutsche Wirtschaft. Der High­tech-Sek­tor ist jedoch ein sehr inter­na­tionales Geschäft. Die anhal­tende Stärke des US-Dol­lars kann die weltweite Geschäft­stätigkeit brem­sen und beein­trächtigt zudem die Gewinne in US-Dol­lar.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen; damit sind Kursver­luste möglich. Bei Wert­pa­pieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Auswahl der Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente dient auss­chließlich Infor­ma­tion­szweck­en und stellt kein Ange­bot, keine Auf­forderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzin­stru­menten dar. Sie soll lediglich Ihre selb­st­ständi­ge Anlageentschei­dung erle­ichtern und erset­zt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Der comdi­rect Ana­lysten­score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (Verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (Kaufen) sub­trahiert, und das Ergeb­nis wird durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (Kaufen, Hal­ten, Verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die hier dargestell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen genü­gen nicht den geset­zlichen Anforderun­gen zur Gewährleis­tung der Unvor­ein­genom­men­heit ein­er Anlageempfehlung oder Anlages­trate­gieempfehlung. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Darüber hin­aus unter­liegen die dargestell­ten Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente keinem Ver­bot des Han­dels vor der Veröf­fentlichung von Anlage- oder Anlages­trate­gieempfehlun­gen. Stand: 17.07.2019; Quelle: comdirect.de