Microsoft: Drei stabile Pfeiler

Microsoft Drei stabile Pfeiler

Geschätzte Lesedauer: 2 Minuten

Microsoft steigert Umsatz und Gewinn kräftig. Ins­beson­dere die Cloud-Sparte sorgt für Opti­mis­mus.

Microsoft ste­ht sta­bil auf drei Geschäft­spfeil­ern. Neben den Tra­di­tion­spro­duk­ten Win­dows und Office, den Spielkon­solen und LinkedIn sorgt vor allem das Wach­s­tums­feld Cloud für Opti­mis­mus. Umsatz und Gewinn zogen zulet­zt deut­lich an. Bei den Ana­lysten hat Microsoft aktuell ein her­vor­ra­gen­des Stand­ing. Allerd­ings ist das Unternehmen zurzeit hoch bew­ertet und im Smart­phone-Geschäft gescheit­ert. Die Umsätze mit dem Win­dows-Betrieb­ssys­tem entwick­el­ten sich zulet­zt nicht wie gewün­scht und der wieder­erstark­te US-Dol­lar kön­nte in den kom­menden Monat­en auf der Bilanz las­ten.

Microsoft (WKN 870747)

Starke Mark­t­stel­lung: Microsoft ste­ht sta­bil auf drei Geschäft­spfeil­ern. Jew­eils rund ein Drit­tel des Umsatzes des Konz­erns ent­fällt auf die Bere­iche „Pro­duc­tiv­i­ty & Busi­ness Process­es“ mit den Office-Anwen­dun­gen und dem Busi­ness­net­zw­erk LinkedIn, „More Per­son­al Com­put­ing“ mit den Win­dows-Betrieb­ssys­te­men und der Xbox sowie dem Wach­s­tums­feld „Intel­li­gent Cloud“.

Wach­sendes Geschäft mit der Cloud: Konz­ernchef Satya Nadel­la hat die langjährige Abhängigkeit von Win­dows und Office nach­haltig ver­ringert. Der wichtig­ste Treiber ist die Intel­li­gent-Cloud-Sparte. Die Umsätze stiegen in diesem Seg­ment zulet­zt um 53 % auf 6,9 Mil­liar­den Dol­lar. Microsoft Azure, die Cloud-Com­put­ing-Plat­tform von Microsoft, kon­nte im Ver­gle­ich zum Vor­jahresquar­tal sog­ar 89 % zule­gen.

Gute Geschäft­szahlen: Der Umsatz von Microsoft legte zwis­chen April und Juni (4. Quar­tal 2018) um 17 % auf 30,1 Mil­liar­den US-Dol­lar zu. Im Gesamt­jahr gelang es dem Konz­ern damit erst­mals in der Fir­mengeschichte, die 100-Mil­liar­den-Gren­ze zu knack­en. Auch beim Ergeb­nis stand im abge­laufe­nen Quar­tal ein Plus zu Buche: Der Net­to­gewinn klet­terte um 10 % auf 8,87 Mil­liar­den US-Dol­lar.

Liebling der Ana­lysten: Microsoft gehört bei den Ana­lysten zu den beliebtesten Unternehmen am amerikanis­chen Markt. Aktuell sehen 17 von 19 Experten die Aktie von Bill Gates als „Kauf“, ein­er emp­fiehlt „Hal­ten“, nur ein­er „Verkauf“. Der comdi­rect Ana­lysten-Score liegt damit bei 84 % und gehört zu den höch­sten im Dow Jones 30.

Microsoft (WKN 870747)

Hohe Bew­er­tung: Mit ein­er Mark­tkap­i­tal­isierung mehr als 800 Mil­liar­den US-Dol­lar gehört Microsoft zu den drei teuer­sten Unternehmen der Welt. Das Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis 2018 liegt bei fast 29 und damit deut­lich höher als in den ver­gan­genen Jahren. Trotz Steigerung der Auss­chüt­tun­gen ist die Div­i­den­den­ren­dite zulet­zt auf 1,5 % gesunken.

Win­dows schwächelt: Der Umsatz mit Win­dows-Lizen­zen zog zulet­zt zwar ins­ge­samt nach oben. Dies lag jedoch allein am am starken Wach­s­tum der pro­fes­sionellen Ver­sion Win­dows OEM Pro. Lizenz-Ein­nah­men aus dem wichti­gen nicht pro­fes­sionellen Sek­tor gin­gen dage­gen deut­lich zurück.

Smart­phone-Pleite: Bei den Betrieb­ssys­te­men für Smart­phones ist Microsoft trotz ein­er tech­nisch aus­gereiften Lösung am Markt kläglich gescheit­ert. Android und IOS haben den Win­dows-Anteil in den Promille­bere­ich gedrückt. Sup­port für Smart­phones mit Microsoft-Sys­te­men ist nur noch bis Mitte 2019 gewährleis­tet.

Stark­er Dol­lar: Bis zum Früh­jahr prof­i­tierte Microsoft von einem schwäch­er wer­den­den US-Dol­lar. Inzwis­chen hat mit den Zin­san­hebun­gen in den USA die Trendwende an den Devisen­märk­ten einge­set­zt. Im Aus­land erzielte Erträge fall­en nach der Umrech­nung in Dol­lar damit geringer aus. Der Dol­lar dürfte auch in den kom­menden Quar­tal­en stark bleiben.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen, damit sind Kursver­luste möglich. Bei Anla­gen außer­halb des Euro-Raums beste­hen zudem Währungsrisiken. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Der comdi­rect Ana­lysten-Score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (Verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (Kaufen) sub­trahiert und das Ergeb­nis durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (Kaufen, Hal­ten, Verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Sie dient auss­chließlich der Infor­ma­tion und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 12.09.2018; Quelle: comdi­rect