Microsoft: Die Cloud treibt den Konzern

Microsoft Die Cloud treibt den Konzern

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Microsoft legt bei Umsatz und Gewinn deut­lich zu und ist aktuell an der Börse der teuer­ste Konz­ern der Welt.

Microsoft hat sich unter dem Konz­ernchef Satya Nadel­la mit der „Intel­li­gent Cloud“ ein drittes Stand­bein aufge­baut. Umsatz und Gewinn zogen zulet­zt deut­lich an. Beson­ders kräftig wächst der Cloud-Bere­ich. Bei den Ana­lysten kommt die Konz­ern­strate­gie her­vor­ra­gend an und sie vergeben nahezu durch­weg Kaufempfehlun­gen. Allerd­ings ist das Unternehmen zurzeit das teuer­ste der Welt und nicht zulet­zt durch den Han­delsstre­it kor­rek­tu­ran­fäl­lig. Für Val­ue-Inve­storen und Div­i­den­den­jäger ist die Aktie angesichts der inzwis­chen ambi­tion­ierten Bew­er­tung weniger inter­es­sant. Das Geschäft mit Smart­phone-Betrieb­ssys­te­men wird zum Jahre­sende eingestellt. Deutsche Anleger kön­nten Währungsver­luste erlei­den, wenn der Dol­lar schwächelt.

Microsoft (WKN 870747)

Starke Mark­t­stel­lung: Microsoft hat sich unter Konz­ernchef Satya Nadel­la neu erfun­den. Neben den klas­sis­chen Bere­ichen „Pro­duc­tiv­i­ty & Busi­ness Process­es“ mit den Office-Anwen­dun­gen und dem Busi­ness-Net­zw­erk LinkedIn, „More Per­son­al Com­put­ing“ mit den Win­dows-Betrieb­ssys­te­men und der Xbox steuert inzwis­chen „Intel­li­gent Cloud“ rund ein Drit­tel zum Konz­er­num­satz bei.

Gute Geschäft­szahlen: Microsoft über­traf mit den Zahlen für das dritte Quar­tal des Geschäft­s­jahres 2018/2019 die Erwartun­gen der Anleger und Ana­lysten: Der Konz­ern steigerte den Umsatz um 14 % auf 30,6 Mil­liar­den US-Dol­lar. Der oper­a­tive Gewinn (EBIT) stieg um 25 % auf 10,3 Mil­liar­den Dol­lar, der Net­to­gewinn erhöhte sich um knapp 19 % auf rund 8,8 Mil­liar­den Dol­lar.

Umsatztreiber „Intel­li­gent Cloud“: Die stärk­ste Sparte war im drit­ten Quar­tal erneut „Intel­li­gent Cloud“. Hier bilanziert Microsoft Serv­er-Pro­duk­te und Cloud Ser­vices. Ins­ge­samt wuchs die Sparte um 22 % auf 9,65 Mil­liar­den Dol­lar. Die Cloud-Com­put­ing-Plat­tform Azure legte sog­ar um 73 % gegenüber dem Vor­jahresquar­tal zu.

Liebling der Ana­lysten: Microsoft hat sich nach der Ver­bre­iterung des Geschäfts­feldes mit der Cloud zum absoluten Ana­lysten-Liebling entwick­elt. Aktuell empfehlen 16 von 17 Experten die Aktie als „Kauf“, ein einziger rät zum „Verkauf“. Der comdi­rect Ana­lysten­score liegt damit bei 88 %. Solch einen Wert sucht man im DAX verge­blich.

Microsoft (WKN 870747)

Hohe Bew­er­tung: Nach Apple und Ama­zon hat auch Microsoft beim Börsen­wert den Sprung über die Eine-Bil­lion-Dol­lar-Marke geschafft. Damit ist Microsoft aktuell das teuer­ste Unternehmen der Welt. Auf dem erre­icht­en Niveau ist die Aktie für Kor­rek­turen anfäl­lig. Microsoft-CEO Satya Nadel­la sagte zulet­zt in einem Inter­view, dass die anhal­tenden Han­del­skon­flik­te immer noch eine dro­hende Gefahr für Microsoft seien.

Val­ue-Inve­storen haben sich zurück­ge­zo­gen: Nach der Jahrtausendwende ließen viele Anleger die Microsoft-Aktie links liegen. Auf­grund der niedri­gen Bew­er­tung inter­essierten sich zunehmend Val­ue-Inve­storen und Div­i­den­den­jäger für das Papi­er. Aktuell passt sie wegen der Bew­er­tung nicht mehr in deren Beuteschema: Das KGV liegt bei 30,3 und die Div­i­den­den­ren­dite ist auf 1,3 % gesunken.

Rück­zug aus dem Smart­phone-Markt: Zum 10. Dezem­ber dieses Jahres endet der Aus­flug Microsofts in die Smart­phone-Welt vor­erst. Microsoft stellt dann den Sup­port seines mobilen Betrieb­ssys­tems Win­dows 10 Mobile ein. Damit endet die Hoff­nung von Usern und Microsoft, dass das Unternehmen die Hege­monie von Apple und Google brechen kön­nte.

Dol­lar kön­nte schwächeln: Deutsche Anleger prof­i­tierten in den ver­gan­genen Jahren auch vom schwächel­nden Euro. Neben den Kurs­gewin­nen erziel­ten sie mit der Microsoft-Aktie auch Währungs­gewinne. Das kön­nte sich in naher Zukun­ft ändern, wenn die US-Leitzin­sen gesenkt wer­den und zu einem schwächeren US-Dol­lar führen.

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