McDonald’s Gewinn und Dividende steigen

McDonald’s gehört zu den bekanntesten Marken der Welt und ist bei Analysten zurzeit besonders beliebt.

McDonald’s ist die weltweit bekannteste Fast-Food-Marke. Der Unternehmensgewinn legt zu, und die Dividenden steigen seit Jahrzehnten. Bei den Analysten ist McDonald’s aktuell besonders beliebt. Allerdings ist die Konkurrenz auf dem Heimatmarkt stark. Durch steigende Franchise-Anteile sinkt der Umsatz, und die Bewertung ist ambitioniert. Zudem stieg die Verschuldung zuletzt deutlich an.

McDonald’s (WKN 856958)

Branchenführer: McDonald’s ist die weltweit bekannteste Fast-Food-Kette. Mit mehr als 37.000 Restaurants in rund 120 Ländern (davon rund 85 % in Franchise-Betrieben) kann das Unternehmen regionale Geschäftsschwankungen ausbalancieren. McDonald’s rangiert regelmäßig unter den zehn höchstbewerteten Marken der Welt.

Gutes Ergebnis: McDonald’s hat im Frühjahr deutlich besser verdient als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn legte im zweiten Quartal um 7 % auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar zu. Gründe für das gute Ergebnis waren Umsatzsteigerungen in modernisierten Filialen und vor allem das starke Auslandsgeschäft.

Dividende: McDonald’s gehört zu den Dividendenaristokraten, die über viele Jahre ihre Ausschüttungen regelmäßig steigern. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei rund 2,5 % und damit in der oberen Hälfte des Dow Jones. Zudem kauft das Unternehmen regelmäßig Aktien zurück, um den Gewinn pro Aktie steigern zu können.

Analystenvertrauen: Die Analysten schätzen McDonald’s traditionell hoch ein. Aktuell ist das Vertrauen besonders ausgeprägt. Es gibt bei 13 Beurteilungen keine einzige Verkaufsempfehlung. Zehn Empfehlungen lauten auf „Kaufen“, drei auf „Halten“: Der comdirect Analystenscore liegt damit bei überdurchschnittlichen 77 %.

McDonald’s (WKN 856958)

Umkämpfter Heimatmarkt: Im amerikanischen Heimatmarkt muss McDonald’s kämpfen. Hier lag das Ergebnisplus im zweiten Quartal nur bei 2,6 %. Grund ist die traditionell starke Konkurrenz, gegen die McDonald’s seinen Marktanteil verteidigen muss. Zudem gab es zuletzt Probleme mit der Qualität von zugelieferten Waren.

Umsatzrückgang: Trotz steigender Gewinne geht der Umsatz bei McDonald’s zurück. Zuletzt sanken die Erlöse im Jahresvergleich um 12 % auf 5,4 Milliarden Dollar. Das ist das Ergebnis der Strategie, eigene Filialen zunehmend an Franchise-nehmer abzugeben. Das senkt den Umsatz, aber durch regelmäßige Lizenzgebühren auch das unternehmerische Risiko.

Bewertung: Markenaktien werden von Börsianern traditionell besonders geschätzt und auch überdurchschnittlich bezahlt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 20 für das Jahr 2018 ist McDonald’s aber angesichts des Umsatzrückgangs und eines einstelligen Gewinnwachstums ambitioniert bewertet.

Verschuldung: Aktienrückkäufe finanziert McDonald’s weitgehend durch Kredite. So ist die Verschuldung inzwischen auf rund 37 Milliarden US-Dollar angestiegen und damit höher als das Vermögen. Ein solch negatives Eigenkapital gilt bei niedrigen Zinsen und stabilem Geschäftsmodell als unproblematisch. Starke Zinssteigerungen oder eine Unternehmenskrise aber könnten dies ändern.

Aktien unterliegen Kursschwankungen, damit sind Kursverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Anlagen außerhalb des Euro-Raums bestehen zudem Währungsrisiken. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Der comdirect Analystenscore berechnet sich aus der Gesamtzahl der Analysten, die diese Aktie bewerten. Die negativen Einschätzungen (Verkaufen) werden von den positiven (Kaufen) subtrahiert und das Ergebnis durch die Gesamtzahl aller Einschätzungen (Kaufen, Halten, Verkaufen) dividiert. Diese Zahl wird mit 100 multipliziert, um den Prozentwert darzustellen. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Sie dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 19.09.2018, Quelle: comdirect.de