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LVMH Starkes Wachstum mit Luxus

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Der Paris­er Konz­ern legt beim Umsatz in den ersten drei Quar­tal­en des Jahres 2018 zweis­tel­lig zu und erwartet ein starkes Ergeb­nis für das Wei­h­nachts­geschäft.

LVMH ist die bekan­nteste Luxu­s­marke der Welt. Zulet­zt zogen die Umsätze des Paris­er Konz­erns zweis­tel­lig an. Als teuer­stes franzö­sis­ches Unternehmen ist LVMH in zahlre­ichen Fonds als Basis­in­vest­ment vertreten. Bei den Ana­lysten ist die Aktie tra­di­tionell hoch ange­se­hen, aktuell mehr denn je. Angesichts des weltweit schwächeren Kon­junk­tu­raus­blicks dürfte der Konz­ern allerd­ings Schwierigkeit­en haben, auch 2019 das Wach­s­tum­stem­po zu hal­ten. Der Bere­ich Wein und Getränke blieb zulet­zt hin­ter anderen Sek­toren zurück. Mit einem Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis von fast 19 ist das Unternehmen recht hoch bew­ertet. Und auch die Div­i­den­den­ren­dite fällt mit rund 2,5 % eher unter­durch­schnit­tlich aus.

LVMH (WKN 853292)

Führen­der Luxu­skonz­ern: Moët Hen­nessy Louis Vuit­ton (LVMH) ist der weltweit bekan­nteste Luxu­s­güter-Konz­ern. Mehr als 60 Nobel­marken von Wein und Spir­i­tu­osen, über Mode und Led­er­waren, Par­füm und Kos­metik sowie Uhren und Schmuck gehören zum Konz­ern. Zu den wichtig­sten Labels zählen die Grün­dungs­marken, Ken­zo und Dior, Tag Heuer und Ebel sowie der Köl­ner Kof­fer­spezial­ist Rimowa.

Starkes Umsatzwach­s­tum: Die Geschäfte mit dem Luxus laufen. LVMH hat im drit­ten Quar­tal 2018 den Umsatz im Ver­gle­ich zum Vor­jahreszeitraum um rund 10 % auf knapp 11,4 Mil­liar­den Euro gesteigert. Schon im ersten Hal­b­jahr bewegte sich das Plus auf ähn­lichem Niveau. Im Wei­h­nachts­geschäft und für das Gesamt­jahr 2018 wird ein Reko­rd­ab­satz erwartet.

Attrak­tive Zukäufe: LVMH ist mit ein­er Mark­tkap­i­tal­isierung von rund 132 Mil­liar­den Euro das mit Abstand teuer­ste Unternehmen Frankre­ichs. Der glob­ale Fokus mit sta­bilen Absätzen in allen Welt­märk­ten sowie das bre­it gefächerte Port­fo­lio zahlen sich aus. In Fonds zu den The­men Luxus und Kon­sum, in Frankre­ich-Fonds und auch in ETFs ist die Aktie ein Basis­in­vest­ment.

Über­ra­gende Ana­lysten­be­w­er­tung: LVMH gehört seit Langem zu den absoluten Ana­lysten­fa­voriten im Euro STOXX 50. Von 19 Experten im comdi­rect Ana­lysten­rank­ing sehen zurzeit 16 die Aktie als „Kauf“. Nur drei set­zen auf „Hal­ten“. Der Ana­lysten­score liegt damit bei her­vor­ra­gen­den 84 %.

LVMH (WKN 853292)

Schwächer­er Aus­blick: Nur noch in den Vere­inigten Staat­en läuft die Wirtschaft aktuell noch wirk­lich rund. Aber auch dort ist nach dem Aus­laufen der Effek­te der Steuer­reform mit ein­er Abschwächung zu rech­nen. Zudem bleiben die poli­tis­chen und mon­etären Rah­menbe­din­gun­gen frag­il. Im Jahr 2019 dürfte das zulet­zt zweis­tel­lige Umsatzwach­s­tum bei LVMH daher kaum zu hal­ten sein.

Schwäche bei den Getränken: Wein und Spir­i­tu­osen schafften im drit­ten Quar­tal 2018 währungs- und port­fo­liobere­inigt nur ein Wach­s­tum von 1 %. Organ­isch fiel das Plus zwar mit 7 % bess­er aus. Aber bere­its im gesamten Jahr 2018 entwick­elte sich der Unternehmens­bere­ich deut­lich schwäch­er als Mode und Schmuck.

Unter­durch­schnit­tliche Div­i­den­den: LVMH hat in den ver­gan­genen Jahren zwar die Auss­chüt­tun­gen regelmäßig ange­hoben. Den­noch liegt die Div­i­den­den­ren­dite mit rund 2,5 % unter dem Durch­schnitt des CAC 40. In Div­i­den­den­fonds find­et man die Aktie des Luxu­skonz­erns – anders als andere Marken­werte – deshalb eher sel­ten.

Hohe Bew­er­tung: Die Aktie von LVMH hat sich ins­beson­dere 2016 und 2017 sehr pos­i­tiv entwick­elt. Die Kehr­seite: Aktuell notiert der Luxu­skonz­ern bei einem Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis von fast 19 – und damit deut­lich über dem Durch­schnitts-KGV des CAC 40. Diese Bew­er­tung muss der Markenkonz­ern durch weit­ere Umsatz- und Gewinnsteigerun­gen recht­fer­ti­gen.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen, damit sind Kursver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Der comdi­rect Ana­lysten­score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (Verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (Kaufen) sub­trahiert und das Ergeb­nis durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (Kaufen, Hal­ten, Verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Sie dient auss­chließlich der Infor­ma­tion und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 30.01.2019; Quelle: comdirect.de