L’Oréal: Starkes Wachstum mit Luxus

L’Oréal Starkes Wachstum mit Luxus

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Der Paris­er Konz­ern legt beim Umsatz im bish­eri­gen Jahresver­lauf kräftig zu. Bei den Anlegern ist die Aktie derzeit beliebt und hoch bew­ertet.

Die Paris­er L’Oréal ist mit mehr als 30 Marken der größte Kos­metikkonz­ern der Welt. Die Umsätze und Gewinnkennz­if­fern zogen zulet­zt kräftig an. Zugpferde sind dabei die Luxu­s­pro­duk­te und der boomende asi­atis­che Markt. Mit zwei sta­bilen Anker­ak­tionären hat sich das Unternehmen in den ver­gan­genen Jahren zu einem der wertvoll­sten Unternehmen Frankre­ichs entwick­elt. Allerd­ings fiel das Wach­s­tum in den alten Kern­märk­ten Europa und USA im ersten Hal­b­jahr 2019 unter­durch­schnit­tlich aus. Die Aktie ist nach den Kurssteigerun­gen ambi­tion­iert bew­ertet und liefert nur eine schwache Div­i­den­den­ren­dite. Für die Ana­lysten ist L’Oréal zurzeit mehrheitlich nur eine Hal­tepo­si­tion.

L’Oréal (WKN 853888)

Führen­der Kos­metikkonz­ern: Die Paris­er L’Oréal ist der größte Kos­metikher­steller der Welt. Mit mehr als 30 Marken im Bere­ich der Haarpflege und Kos­meti­ka deckt der Konz­ern das Geschäft in Friseur­sa­lons und Apotheken, im Einzel­han­del und im Online­han­del im mit­tleren und hohen Preis­seg­ment ab. Zu den bekan­ntesten Marken gehören May­belline, The Body Shop, Vichy, Gar­nier und Gior­gio Armani.

Starkes Umsatzwach­s­tum: L’Oréal hat im zweit­en Quar­tal 2019 den Umsatz im Ver­gle­ich zum Vor­jahreszeitraum um fast 10 % auf knapp 7,3 Mil­liar­den Euro gesteigert. Der oper­a­tive Gewinn lag im ersten Hal­b­jahr bei knapp 2,9 Mil­liar­den Euro und damit um rund 12 % über dem Vor­jahreswert.

Starkes Plus beim Luxus und in Asien: Beson­ders stark tru­gen zulet­zt die Luxu­s­marken und das Asiengeschäft zum Pos­i­tivtrend bei. Die vier großen Marken Lancôme, Yves Saint Lau­rent, Gior­gio Armani und Kiehl’s legten im ersten Hal­b­jahr auf ver­gle­ich­bar­er Basis um 13 % im Ver­gle­ich zum Vor­jahr zu, in Asien lag das Plus sog­ar bei 24 %.

Sta­bile Konz­ern­struk­tur: Die Unternehmen­spoli­tik von L’Oréal ist ein Muster an Kon­ti­nu­ität. Die Fam­i­lie Bet­ten­court und der strate­gis­che Investor Nestlé hal­ten gemein­sam die Aktien­mehrheit. Durch den jahre­lan­gen Kur­sauf­schwung der Aktie liegt der gesamte Börsen­wert des Konz­erns inzwis­chen bei gut 130 Mil­liar­den Euro. L’Oréal gehört damit zu den wertvoll­sten franzö­sis­chen Unternehmen.

L’Oréal (WKN 853888)

Schwäche in den Kern­märk­ten: In den alten Kern­märk­ten fällt das Wach­s­tum des franzö­sis­chen Kos­metik­spezial­is­ten nur noch schwach aus. Auf ver­gle­ich­bar­er Basis lag es im ersten Quar­tal 2019 für Wes­teu­ropa bei 1 %, in Nor­dameri­ka stand sog­ar eine schwarze Null. Nur dank Zukäufen kon­nte hier noch ein Umsatz­plus verze­ich­net wer­den.

Unter­durch­schnit­tliche Div­i­den­den: L’Oréal hat in den ver­gan­genen Jahren zwar die Auss­chüt­tun­gen regelmäßig ange­hoben. Den­noch liegt die Div­i­den­den­ren­dite mit rund 1,8 % deut­lich unter dem Durch­schnitt des franzö­sis­chen Auswahlin­dex CAC 40. Val­ue-Inve­storen machen um die Aktie auch wegen der hohen Bew­er­tung oft einen Bogen.

Hohe Bew­er­tung: Die Aktie von L’Oréal hat sich über die ver­gan­genen Jahre pos­i­tiv entwick­elt. Der Gewinn stieg zwar eben­so, kon­nte aber mit der Per­for­mance nicht mithal­ten. Deshalb notiert der Kos­metikkonz­ern aktuell bei einem Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis 2019 von über 30. Das liegt deut­lich über dem Durch­schnitts-KGV des CAC 40 und selb­st von Luxu­skonz­er­nen wie LVMH und Ker­ing.

Skep­tis­che Ana­lysten: Die Kur­sanstiege der Ver­gan­gen­heit haben die Experten für die Zukun­ft­saus­sicht­en der L’Oréal-Aktie zunehmend skep­tis­ch­er gemacht. Größere Kurssprünge trauen sie dem Papi­er nicht zu. Mehr als zwei Drit­tel (zehn) der Experten sehen die Aktie als „Hal­tepo­si­tion“. Nur zwei empfehlen den „Kauf“, zwei den „Verkauf“. Der Ana­lysten­score liegt damit bei schwachen 0 %.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen; damit sind Kursver­luste möglich. Bei Wert­pa­pieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Auswahl der Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente dient auss­chließlich Infor­ma­tion­szweck­en und stellt kein Ange­bot, keine Auf­forderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzin­stru­menten dar. Sie soll lediglich Ihre selb­st­ständi­ge Anlageentschei­dung erle­ichtern und erset­zt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Der comdi­rect Ana­lysten­score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (Verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (Kaufen) sub­trahiert und das Ergeb­nis durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (Kaufen, Hal­ten, Verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die hier dargestell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen genü­gen nicht den geset­zlichen Anforderun­gen zur Gewährleis­tung der Unvor­ein­genom­men­heit ein­er Anlageempfehlung oder Anlages­trate­gieempfehlung. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Darüber hin­aus unter­liegen die dargestell­ten Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente keinem Ver­bot des Han­dels vor der Veröf­fentlichung von Anlage- oder Anlages­trate­gieempfehlun­gen. Stand: 21.08.2019; Quelle: comdirect.de