Kryptowährungen: Bitcoin und Co.: Die nächste Welle?

Kryptowährungen Bitcoin und Co.: Die nächste Welle?

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Mit Zer­ti­fikat­en kön­nen Anleger unkom­pliziert an der Wer­ten­twick­lung von Kryp­towährun­gen par­tizip­ieren.

Der große Hype um Kryp­towährun­gen, wie er um den Jahreswech­sel 2017/2018 zu beobacht­en war, ist vor­bei. Bei vie­len Neue­in­steigern in diese Assetk­lasse haben hohe Kursver­luste die über­triebene Anfangse­uphorie bere­its im Keim erstickt, und in den ser­iösen Medi­en wer­den die Chan­cen, Risiken und Per­spek­tiv­en dig­i­taler Währun­gen inzwis­chen erhe­blich aus­ge­wo­gen­er disku­tiert als noch vor einein­halb Jahren.

Dabei sind Bit­coin, Ether, Rip­ple usw. ins­beson­dere im Zusam­men­hang mit dem von Face­book geplanten „Libra“ zulet­zt wieder stärk­er in das Blick­feld ein­er bre­it­eren Öffentlichkeit gerückt. Ihre Kurse sind deut­lich angestiegen und viele Kryp­to-Fans hof­fen auf eine neue Kur­swelle. Ob es sich bei Bit­coin und Co. let­z­tendlich aber um eine Luft­num­mer oder eine Anlageklasse mit aus­sicht­sre­ichen Langfrist­per­spek­tiv­en han­delt, ist derzeit wohl noch eine Glaubens­frage, die sich ser­iös erst in eini­gen Jahren beant­worten lassen wird. Zur Diver­si­fika­tion eines bre­it aus­gerichteten Wert­pa­pierde­pots kön­nen entsprechende Engage­ments in sehr kleinen Dosen in jedem Fall ihren Beitrag leis­ten.

Für risikobe­wusste Trad­er kön­nen „dig­i­tale Coins“ auf­grund ihrer hohen Volatil­ität zudem ein inter­es­santes Speku­la­tion­sob­jekt darstellen. So kommt es immer wieder zu Preiss­chwankun­gen von fünf, zehn oder sog­ar noch mehr Prozent – und zwar nicht auf Jahres- oder Monatssicht, son­dern inner­halb weniger Tage.

Käufe und Verkäufe über das normale Wertpapierdepot abwickeln

Ein Wal­let oder die Auseinan­der­set­zung mit Kryp­to-Plat­tfor­men im Inter­net und den sich daraus ergeben­den Risiken, wie etwa Hack­eran­grif­f­en oder Phish­ing-Attack­en, ist zum (indi­rek­ten) Han­del mit aus­gewählten Kryp­towährun­gen schon lange nicht mehr zwin­gend erforder­lich. Die Schweiz­er Pri­vat­bank Von­to­bel bietet seit Jahren Bit­coin-Zer­ti­fikate an, die entwed­er direkt mit dem Emit­ten­ten oder über die Börsen in Frank­furt und Stuttgart gehan­delt wer­den kön­nen. Ein Open-End-Par­tizipa­tions-Zer­ti­fikat (WKN VL3TBC) ver­brieft dabei den Wert von 0,1 Bit­coin, umgerech­net in Euro. Eine Alter­na­tive stellt die Exchange Trad­ed Note (ETN) der schwedis­chen XBT Provider AB dar. Ihr Pro­dukt (WKN A2CBL5) spiegelt nach Abzug des Ver­wal­tungsent­gelts von 2,5 % p. a. die Wer­ten­twick­lung von 0,05 Bit­coin wider (Ver­hält­nis 200:1). Da es sich jew­eils um Schuld­ver­schrei­bun­gen han­delt, ist die Bonität der jew­eili­gen Emit­ten­ten unbe­d­ingt im Blick zu behal­ten.

Angebot an Krypto-Zertifikaten deutlich ausgebaut

Mit­tler­weile hat Von­to­bel sein Ange­bot an Zer­ti­fikat­en auf Kryp­towährun­gen deut­lich aus­ge­baut. So lassen sich neben Bit­coin (WKN VL3TBC) und Bit­coin Cash (WKN VL99BC) auch Open End „1:1-Tracker“ auf Ether (WKN VF0ETH), Rip­ple (WKN VF7R1P) und Lite­coin (WKN VF0LTC) kaufen und verkaufen. Mit diesen fünf Kryp­towährun­gen, allen voran Bit­coin, wer­den etwa 75 % der gesamten Mark­tkap­i­tal­isierung dieser Assetk­lasse abgedeckt, wie Heiko Geiger, Exec­u­tive Direc­tor bei der Bank Von­to­bel AG, sagt. Soll­ten sich die Gewich­tun­gen ver­schieben oder weit­ere inter­es­sante Kryp­tos zu den Top Five auf­schließen, werde bei passenden Mark­tbe­din­gun­gen über eine Aus­dehnung des Spek­trums nachgedacht. Das jährliche Man­age­mentent­gelt beträgt jew­eils 1,5 % des Anlagekap­i­tals. Wem klas­sis­che Par­tizipa­tions-Zer­ti­fikate auf Kryp­towährun­gen noch nicht speku­la­tiv genug sind, der kann alter­na­tiv auch auf entsprechende Mini Futures set­zen, die die Schweiz­er eben­falls im Ange­bot haben. Das ist dann allerd­ings wirk­lich nur etwas für aus­gewiesene Trad­ing-Profis.

Par­tizipa­tions-Zer­ti­fikate und Mini Futures unter­liegen Kurss­chwankun­gen. Damit sind Kursver­luste bis hin zum Totalver­lust des einge­set­zten Kap­i­tals möglich. Dieser tritt bei Mini Futures bere­its ein, wenn der Kurs des Basiswertes die Knock-out-Schwelle berührt oder unter­schre­it­et. Bei Wert­pa­pieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Bei Par­tizipa­tions-Zer­ti­fikat­en und Mini Futures beste­ht als Schuld­ver­schrei­bung zudem ein Emit­ten­ten­risiko. Bei Zahlung­sun­fähigkeit des Emit­ten­ten kön­nen Ver­luste bis hin zum Totalver­lust ein­treten. Die Auswahl der Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente dient auss­chließlich Infor­ma­tion­szweck­en und stellt kein Ange­bot, keine Auf­forderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzin­stru­menten dar. Sie soll lediglich Ihre selb­st­ständi­ge Anlageentschei­dung erle­ichtern und erset­zt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Die hier dargestell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen genü­gen nicht den geset­zlichen Anforderun­gen zur Gewährleis­tung der Unvor­ein­genom­men­heit ein­er Anlageempfehlung oder Anlages­trate­gieempfehlung. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Darüber hin­aus unter­liegen die dargestell­ten Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente keinem Ver­bot des Han­dels vor der Veröf­fentlichung von Anlage‐ oder Anlages­trate­gieempfehlun­gen. Stand: 21.08.2019; Quelle: comdirect.de